07.06.2011 – Kategorie: Handel

Studie: Verbraucher bereit für Internet-Lebensmittelmärkte

Beinahe 90 Prozent der bundesdeutschen Bevölkerung würden es begrüßen, wenn der Supermarkt die eingekauften Lebensmittel nach Hause liefern würde, statt sie selbst schleppen zu müssen. Allerdings machen 43 Prozent der Verbraucher zur Bedingung, dass sie selbst aussuchen können, wann die Anlieferung zu Hause erfolgt. „Die Deutschen sind bereit für den Online-Einkauf von Lebensmitteln“, schlussfolgert Lutz Preußners, Auftraggeber der aktuellen Studie „Lebensmitteleinkauf 2011 – Lust oder Frust?“, den das Elite News Institut im Auftrag des Online-Supermarktes froodies vorgestellt hat. Für die Studie wurden knapp 1.500 Verbraucher beim Verlassen eines Supermarktes im ganzen Bundesgebiet befragt.


 


„Die Anlieferung zu Hause würde eine Menge Zeit und Nerven sparen“, meinen 37 Prozent der Befragten. „Dann würde das Schleppen der Tüten entfallen“, freuen sich 33 Prozent. Die Erleichterung ist verständlich, wenn man bedenkt, dass die Mehrzahl der Deutschen den Einkauf von Lebensmitteln eher als Frust- denn als Lusterlebnis empfindet. 52 Prozent ärgern sich über die langen Schlangen an der Kasse, 41 Prozent ist das Umherirren, bis man die quer über den Markt verteilten Lebensmittel zusammengetragen hat, ein Gräuel. 39 Prozent sind schon von der Parkplatzsuche genervt, bevor sie überhaupt den Laden betreten.


 


Damit der Online-Supermarkt funktioniert, muss er allerdings eine ganze Reihe von Kriterien erfüllen, hat die Studie ermittelt. So legen rund 80 Prozent der Verbraucher größten Wert auf die Qualität und die Frische der Lebensmittel. „Alle im Internet bestellten Frischwaren müssen in der Kühlbox beim Verbraucher an der Haustür angeliefert werden“, erklärt Lutz Preußners eine wesentliche Studienerkenntnis. 54 Prozent der Verbraucher wünschen zudem die breite Auswahl eines umfangreichen Sortiments. „Ein Online-Supermarkt muss als Vollsortimenter auftreten, um angenommen zu werden“, zieht Preußners ein weiteres Resümee.


 


Günstige Preise verlangen 48 Prozent der deutschen Verbraucher. Derzeit geben die Deutschen rund 150 Mrd Euro im Jahr für Lebensmittel aus. Nur 0,5 Prozent entfällt auf das Internet-Geschäft, vor allem auf Spezialanbieter etwa für hochwertige Weine, die ohne Verlängerung der Kühlkette liefern können. Mehrere Konzerne hatten in den vergangenen Jahren mit Millionen-Investitionen versucht, das Geschäft mit der Online-Bestellung von Lebensmitteln aufzurollen – ohne Erfolg. „Jetzt ist die Zeit reif für den Internet-Supermarkt, wie der aktuelle Report aufzeigt“, erklärt Studien-Auftraggeber Lutz Preußners.


 


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