Studie vergleicht die attraktivsten Outsourcing-Standorte

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Eine aktuelle Studie der London School of Economics and Political Science(LSE) verglich jetzt die Kostenstruktur der führenden Non-BRIC Outsourcing-Standorte. Ägypten konnte sich im weltweiten Vergleich als günstigster Anbieter etablieren. Marokko, Rumänien, Tunesien und Vietnam sind ebenfalls attraktiv.Die aktive Unterstützung der Regierung sowie steuerliche Anreize tragen dazu bei, die Kosten in Ägypten niedrig zu halten und machen das Land zum weltweit attraktivsten Standort unter Kostengesichtspunkten. Dies ist das Ergebnis der aktuellen Studie Beyond BRIC der LSE, die vierzehn führende Non-BRIC-Anbieter miteinander vergleicht. Neben Ägypten können auch Marokko, Rumänien, Tunesien und Vietnam mit niedrigen Kosten auftrumpfen. Wie der Erfolg der BRIC-Staaten (Brasilien, Russland, Indien, China) gezeigt hat, gilt es neben den Lohnkosten vor allem auch die steigenden Preise und die Fluktuation im Auge zu behalten.

Die 14 untersuchten Länder (Ägypten, Bulgarien, Costa Rica, Marokko, Mexiko Philippinen, Polen, Rumänien, Slowakei, Tschechische Republik, Tunesien, Venezuela, Vietnam und Weiß;russland) bieten eine breite Einkommensspanne. Die höchsten Gehälter werden derzeit in Mittel- und Osteuropa gezahlt – wenngleich es dort noch regionale Unterschiede gibt. So hat die Slowakei deutlich niedrigere Löhne als Polen oder die Tschechische Republik. Generell gilt: Im Vergleich zu den restlichen EU-Staaten werden im osteuropäischen Raum deutlich geringere Gehälter gezahlt. Doch seit die Märkte in Osteuropa in Bewegung gekommen sind, wird auch hier an der Gehaltsschraube gedreht.

Die Löhne in Ägypten liegen deutlich unterhalb des Niveaus in anderen afrikanischen Länder und Osteuropa. Die Preise für Büros in ägyptischen Business Parks (“SmartVillages”) sind im Vergleich auch deutlich niedriger als in Osteuropa; sie liegen etwa auf einer Stufe mit den Preisen in asiatischen Ländern wie den Philippinen. Die Mietkosten sind ein echter Trumpf für Ägypten, wie der Vergleich zeigt: Die Quadratmeterpreise für ein Büro liegen in Ägypten bei 180 US-Dollar, in Indien bei 220 US-Dollar, auf den Philippinen bei 184 US-Dollar und in Bulgarien bei 239 US-Dollar. Ägypten kann auch bei Telekommunikationskosten punkten: Die Kosten für Strom, Telekommunikation und Internet gehören zu den niedrigsten der Welt, niedriger auch als in Osteuropa und Asien.

Asien wiederum bietet im Vergleich die niedrigsten Arbeitskosten, dies gilt insbesondere für Vietnam. Ein Software-Entwickler in Vietnam verdient durchschnittlich die Hälfte (oder weniger) dessen, was ein indischer Software-Entwickler erhält. Auf den Philippinen sind die Arbeitskosten zwar etwas höher als in Vietnam, doch die Inselgruppe ist von den USA aus günstig zu erreichen, was die Reisekosten niedrig hält und die Gesamtkosten vergleichbar mit denen in Vietnam macht.

Die jeweiligen Regierungen unterstützen ihre Offshore- und Outsourcing-Industrie nach Kräften, weil sie Arbeitsplätze schafft und die heimische Wirtschaft ankurbelt. Die meisten Regierungen werben intensiv um ausländische Unternehmen, die vor Ort investieren, Tochtergesellschaften gründen oder lokale Anbieter beauftragen sollen.

Die ägyptische Regierung holt Investoren ins Land, indem sie völlig neue Businessparks (“Smart Villages”) schafft, in denen die jeweiligen Branchen gebündelt vertreten sind. Der derzeit im Bau befindliche Maadi Park wird sich nach der Fertigstellung auf Call-Center und Business-Process-Outsourcing konzentrieren. Um die Bedürfnisse für Call-Center-Betreiber zu decken, entstehen derzeit auf 190 000 Quadratmeter 40 Gebäude für 50 000 Mitarbeiter in einer erstklassigen Lage im Zentrum Kairos. Weitere “Smart Villages” sind in Alexandria, Mansura und Assiut geplant. Die relativ geringen Kosten sowie die staatlichen Subventionen für den Umzug in Smart Villages oder in andere Freizonen sind ein wesentlicher Faktor, um Unternehmen für ein Engagement in Ägypten zu gewinnen.

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