Studie von VMware: Mobile Cloud fordert IT-Abteilungen heraus

Eine von VMware in Auftrag gegebene Studie zeigt, dass nur zehn Prozent der IT-Abteilungen in deutschen Unternehmen über die nötige Mobile Management Umgebung verfügen, um den Anforderungen der Belegschaft an modernes mobiles Arbeiten gerecht zu werden. 34 Prozent der befragten IT-Entscheider sehen sich nicht in der Lage, den mobilen Zugriff von Mitarbeitern auf Unternehmensdaten zu kontrollieren.

Die Studie untersucht, welche Auswirkungen diese mangelhafte mobile Bereitschaft auf IT-Abteilungen und Mitarbeiter hat. Als größte Herausforderung bei der Ausstattung von Mitarbeitern mit mobilen Tools und Anwendungen sehen 61 Prozent der IT-Abteilungen die Umsetzung von Sicherheitsrichtlinien für den Zugriff auf Unternehmensressourcen, gefolgt von mangelndem Vertrauen der Mitarbeiter (51 Prozent) und der Rechtfertigung des Return on Investment (47 Prozent). In der Folge benötigen deutsche IT-Abteilungen durchschnittlich zwei Wochen, um Personal mit den notwendigen mobilen Geräten und Anwendungen auszustatten.

Mobilität der Mitarbeiter erhöhen

Im Rahmen der Studie wurden IT-Entscheider und Mitarbeiter dazu befragt, wer im Unternehmen die Verantwortung für mobile Arbeitsrichtlinien insbesondere außerhalb der Arbeitszeit trägt. Während sich IT-Verantwortliche einerseits in der Pflicht sehen, die Mobilität der Arbeitskräfte zu erhöhen, sind 56 Prozent davon überzeugt, dass es auch ihrer Verantwortung obliegt, den Zugriff auf mobile Anwendungen außerhalb der Arbeitszeiten einzuschränken; 48 Prozent der befragten IT-Administratoren fühlen sich unter Druck, den Zugriff zu limitieren.

Auf Arbeitnehmerseite steht anstelle von weiteren Einschränkungen die Forderung nach besseren mobilen Möglichkeiten im Vordergrund – nur 15 Prozent der Mitarbeiter geben an, dass sie Zugriff auf alle notwendigen mobilen Tools haben, um so produktiv wie möglich zu arbeiten. Eine weitere Herausforderung innerhalb der Unternehmen ist diemangelhafte interne Kommunikation. Nur 13 Prozent der Mitarbeiter verstehen die Richtlinien für den Einsatz von Cloud und Mobile in ihrem Betrieb. Mögliche Ursache: Durchschnittlich informieren deutsche Unternehmen ihre Angestellten nur alle sieben Monate über ihre Mobile Policy.

Unternehmen müssen genau festlegen, wer für mobile Anwendungen und Tools verantwortlich ist

"Die Nutzung von mobilen Geräten und Anwendungen schreitet unaufhaltsam voran und damit steigen sowohl die Erwartungen der Anwender als auch die Anforderungen an funktionelle Strukturen. Unternehmen müssen sich für eine klare Linie entscheiden und genau festlegen, wer im Unternehmen für mobile Anwendungen und Tools verantwortlich ist. Viele Mitarbeiter möchten heute selbst darüber entscheiden, wie sie arbeiten", erklärt Ralf Gegg, Director End User Computing, CEMEA bei VMware.

"Die Herausforderung für die IT liegt darin, diesem Anspruch gerecht zu werden, gleichzeitig aber die Kontrolle über Informationen, Daten und Geschäftsprozesse zu behalten. Dies muss an zentraler Stelle geschehen, denn nur so werden Best Practices im Unternehmen nicht gefährdet. Wie das funktioniert zeigen Firmen wie Hertz und TUI: Sie nutzen VMware Enterprise Mobility Lösungen um ihren Mitarbeitern sicheren und umgehenden Zugriff auf die benötigten Ressourcen zu geben. Denn das Potenzial mobiler Lösungen ist enorm", so Gegg weiter.

Über die Studie: Im Auftrag von VMware hat das Marktforschungsinstitut Vanson Bourne 1.800 IT-Entscheider und 3.600 Angestellte in kleinen und mittelständischen Unternehmen (ab einer Größe von mehr als 100 Mitarbeitern) in Großbritannien, Frankreich, Deutschland, den Niederlanden, Italien und Skandinavien (Schweden, Norwegen und Dänemark) sowie in Russland und im Mittleren Osten (Saudi-Arabien und Vereinigte Arabische Emirate) befragt. Die Interviews wurden telefonisch sowie online durchgeführt. (sg)

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