Suchmaschine für virtuelle Welten

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Mit dem „Meta-Mole“ haben britische Forscher eine spezialisierte Suchmaschine für virtuelle Onlinewelten gestartet.

Die Entwicklung des Centre for Design in the Digital Economy (D-LAB) an der University of Teesside ist dazu gedacht, einen einfachen Überblick über die vielen entsprechenden Angebot zu geben und einen Vergleich ihrer Möglichkeiten zu bieten. Noch ist der Datenbank-Umfang begrenzt. „Derzeit bilden Unternehmens-orientierten Plattformen den Schwerpunkt, doch in einer zweiten Version wollen wir jede Art von virtueller Welt miteinbeziehen“, meint Dan Riley, D-LAB Metaverse Architect. Dann sollen sich zu Informationen über Second Life und Konkurrenten auch Details zu hunderten weiteren Angeboten wie 2D-Plattformen für Kinder oder Online-Rollenspielwelten gesellen.

Die Idee für Meta-Mole ergab sich aus den eigenen Bedürfnissen des D-LABs. „Wir haben Plattformen für virtuelle Welten analysiert und festgestellt, dass es kein Service für den Vergleich von Eckdaten wichtiger 2D- und 3D-Umgebungen gibt“, erklärt Philip McClenaghan, stellvertretender Leiter des D-LABs. Diese Lücke soll Meta-Mole füllen und damit zunächst Entwickler und Unternehmen unterstützen.

Knapp 30 virtuelle Welten sind derzeit vertreten, wobei der Fokus auf Plattformen liegt, in denen Drittentwickler eigene Bereiche und Geschäftsideen umsetzen können – beispielsweise Second Life oder Twinity. Schnelle Erweiterungen sind trotz der vorläufigen Einschränkung denkbar. „Playstation Home könnte bald aufgenommen werden, denn Sony fängt an, Entwicklung durch andere Unternehmen zuzulassen“, meint Riley. Auch ist man für Vorschläge von Betreibern und Entwicklern entsprechender Angebote offen.

Zu jeder Plattform gibt es einen Überblick über wesentliche Eckpunkte. Dazu zählt beispielsweise, ob es sich um eine 2D- oder 3D-Umgebung handelt, ob externe Grafik-Tools genutzt werden können, sowie die Zielgruppe und die Homepage des Angebots. Bereitgestellt werden diese Informationen von den Betreibern oder Entwicklern der jeweiligen Plattform, zusammen mit genaueren Details. „Derzeit haben wir 25 Schlüsselfragen“, so Riley. Die Angaben würden vom D-LAB dann auf ihre Korrektheit überprüft. Die Bereitstellung dieser Informationen und der einfache Vergleich der Plattformen soll Entwicklern und Online-Unternehmern die Wahl der für sie richtigen Online-Welt erleichtern und auch weitere Vorteile bringen. „Es könnte einen Wissenstransfer und wertvolle Zusammenarbeiten zwischen Anbietern geben“, sagt Riley.

Natürlich will man auch User ansprechen. „Desto mehr Leute von virtuellen Welten wissen, desto mehr Nutzer finden diese“, betont Riley. Daher soll Meta-Mole in einer zweiten Version über 350 virtuelle Welten inklusive jener von Online-Spielen auflisten. Allerdings wird es laut Riley wenigstens sechs Monate dauern, ehe das Realität wird. „Es müssen dann viel mehr verschiedene Informationen berücksichtigt werden“, erklärt Riley. Ein wesentlicher Grund dafür ist, dass für Endanwender einfach andere Informationen relevant sind als für Entwickler oder Online-Unternehmer. Die User wollen vor allem wissen, welche Inhalte und Unterhaltungsmöglichkeiten ihnen eine virtuelle Welt bietet. Ferner soll leichter ersichtlich werden, ob eine virtuelle Welt einen eigenen Client benötigt oder wie ExitReality im Browser bereitgestellt wird. Geplant ist auch ein ansprechenderes Design der Meta-Mole-Webseite.

Info: http://meta-mole.com/

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