Targeting ohne Cookies: 5 Szenarien für datenbasierte Lösungsansätze

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Targeting ohne Cookies: 5 Szenarien für datenbasierte Lösungsansätze

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Wie sieht die Zukunft von datenbasiertem Targeting aus? emetriq hat hierzu fünf Zukunftsszenarien für eine Post-Cookie-Ära im Jahr 2023 entwickelt.
Targeting

Quelle: emetriq

Mit der Frage, ob die Cookies sterben und was danach kommt, müssen sich alle Marktteilnehmer im Werbeökosystem aktuell dringend auseinandersetzen. emetriq hält für die Post-Cookie-Ära eine Koexistenz von Third-Party-Cookies und neuer ID-Lösungen für wahrscheinlich. Gleiches gilt für eine Mischung aus frei verfügbarem sowie werbefinanziertem Content und Abonnements. Zu dieser Einschätzung kommt die Telekom-Tochter in einem neuen Whitepaper, das einen Blick in die Post-Cookie-Ära im Jahr 2023 wirft. Denn die Zukunft des Cookies ist ungewiss: Findet sich nach dem BGH-Urteil vom Juni 2020 eine Allianz der Cookie-Retter? Oder sind die Tage des Third-Party-Cookies gezählt? Eine Antwort geben die von emetriq ausgearbeiteten Zukunftsszenarien zum datenbasierten Targeting.

Targeting
Fünf Zukunftsszenarien für datenbasiertes Targeting. (Grafik: emetriq

1. Szenario für Targeting: Monopol verus Privacy

 Google verfügt als Treiber der Privacy Sandbox über ein Quasi-Monopol, da andere Player es verpasst haben, ein gemeinschaftliches Cookie-Substitut zu etablieren. Die User lehnen Tracking-Methoden aufgrund von Datenskandalen mehrheitlich ab, der Chrome-Browser suggeriert aber einen erheblichen Datenschutz. Die Advertiser sind für das zentrale Angebot der Sandbox dankbar, müssen sich durch den fehlenden Wettbewerb aber die Preise diktieren lassen.

2. Szenario: The Winner takes it all

Google hat mit der Privacy Sandbox das einzig marktdominierende Cookie-Substitut etabliert. Die User nutzen bereitwillig den Chrome-Browser, über den personalisierte Werbung weiterhin ausgesteuert wird. Gleichzeitig ist es den übrigen Playern nicht gelungen, ein akzeptiertes Cookie-Substitut einzuführen. Nutzer und Werbungtreibende legen all ihre Daten in die Hände von Google.

3. Szenario: Open Web versus Closed Privacy

Das Open Web bietet ein marktrelevantes Cookie-Substitut an. Diese neue Technologie hat dazu geführt, dass ein aus Sicht der Werbebranche noch besseres und stabileres Tracking möglich ist als über die Cookies. Wettbewerbsrechtliche Beschwerden gegen Google haben dazu geführt, dass die Sandbox untersagt wurde. Die meisten User lehnen Tracking-Methoden allerdings ab und sind von nicht relevanter Werbung genervt. Die Browserhersteller entwickeln daher neue Blocking-Mechanismen.

4. Szenario für Targeting: Open Web Hero

Das Open Web bietet ein marktrelevantes Cookie-Substitut. Die Non-GAFAs haben einen ID-Verbund ohne Third-Party-Cookies geschaffen. Alle Browser können wieder für Tracking verwendet werden. Das Open Web bietet eine transparente Tracking-Lösung und einen uneingeschränkten Zugang zum freien Web. Viele Bezahlschranken fallen weg und mehr Content wird zugänglich. Die Gegenleistung für den freien Zugang sind Daten und darauf basierende Werbung.

5. Szenario für Targeting: Lang lebe der Cookie

Das Urteil des BGH vom Juni 2020 entpuppt sich als ein Cookie-Neustart. Es bildet sich eine Allianz der Cookie-Retter, die erfolgreich Druck auf die Politik ausübt. Mit Erfolg: Der EuGH droht Google zu zerschlagen, sollte der US-Konzern sein Geschäftsmodell nicht offenhalten. Die Privacy Sandbox kann so nicht wie geplant eingeführt werden und der Third-Party-Cookie existiert weiter. Dennoch führt das Open Web zusätzlich einen ID-Verbund ohne Third-Party-Cookies ein. Das Ergebnis ist die eingangs beschriebene Koexistenz von Cookie- und ID-Lösungen.

emetriq Voigt
Claas Voigt ist Geschäftsführer der emetriq.

Welches Szenario auch immer eintreffen mag, Claas Voigt, Geschäftsführer bei emetriq, ruft die Werbetreibenden dazu auf, sich aktiv an der Debatte zu beteiligen: „Die Werbebranche sollte sich auf alle Eventualitäten zur Zukunft der Third-Party-Cookies vorbereiten, aber nicht einfach abwarten, was kommen wird. Wir appellieren an die Advertiser, sich aktiv in die Debatte einzumischen. Sie haben das (Werbe-)Geld und die Macht, die kommenden Entwicklungen maßgeblich mitzugestalten. Dabei sollten sie auch den Cookie nicht zu früh abschreiben. Denn bei aller Kritik ist dieser aktuell noch immer die effizienteste, fairste und funktionalste Lösung am Markt. Daher kann es sich lohnen, den Cookie weiterzuentwickeln und bestenfalls in eine Koexistenz mit anderen Identifikatoren zu führen.“

emetriq macht Online-Werbung relevanter, präziser und fairer. Die Telekom-Tochter mit Sitz in Hamburg ist Initiator der größten Datenallianz für die deutsche Werbewirtschaft. So bündelt das Unternehmen die Daten der führenden deutschen Datenlieferanten und Webseiten und ermöglicht Werbetreibenden einen fairen Zugang zu Zielgruppeninformationen in einzigartiger Qualität und Quantität. Publisher sowie Datenanbieter können auf diese Weise ihre eigenen Informationen monetarisieren und veredeln. Das Whitepaper „2023 – Ein Blick in die Post-Cookie-Ära“ ist hier kostenfrei verfügbar. (sg)




Lesen Sie auch: Website-Tracking: Sollen sich Marketer für Cookies oder Daten entscheiden?

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