TeleTrust fordert IT-Sicherheitsstrategie für Deutschland

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TeleTrusT als größter IT-Sicherheitsverband in Deutschland und Europa fordert Bundeskanzlerin Merkel auf, jetzt konkrete Maßnahmen für mehr IT-Sicherheit zu initiieren. Ankündigungspolitik allein ist nicht zielführend. Frei nach dem Motto „Der Worte sind genug gewechselt, lasst mich auch endlich Taten sehen“ stellt Prof. Norbert Pohlmann, Vorstandsvorsitzender des TeleTrusT, seine Forderungen an die mächtigste Frau der Welt:
„Gerade als Betroffene, die selbst ausspioniert wurde, dürfte es Frau Merkel doch nicht genügen, lediglich Ideen anzusprechen. Wir müssen die vorhandenen guten Vorsätze jetzt umsetzen. Der „Runde Tisch IT-Sicherheit“ – ein Zusammentreffen aller Agierenden im Bereich IT-Sicherheit – war ein guter Einstieg, nun bitte ich unsere Kanzlerin zu handeln – den Ideen sollten nun Taten folgen.“ Denn laut Pohlmann hat die Politik bis dato die Situation mehr oder weniger „nur ausgesessen“, ohne sich aktiv für die Erreichung eines angemessenen IT-Sicherheitsstandards für unsere Know-how-Gesellschaft einzusetzen.

Schäden durch Cyberwar und Wirtschaftsspionage

Denn schließlich müsste spätestens seit der NSA-Affäre allen klar sein, dass die heutigen Informations- und Internet-Technologien die zahlreichen IT-Sicherheitsrisiken – Schadsoftware zum Ausspionieren und Abhören, Geldbetrug per Mail oder Angriffe mittels gestohlener Identitäten – nicht ausreichend reduzieren. 50 Milliarden Euro Schaden im Jahr im Bereich der Wirtschaftsspionage, laut Angaben des Bundesinnenministeriums, kann sich unsere Wissensgesellschaft nicht leisten. Der Angriff auf unsere Privatsphäre und damit auf unsere persönliche Integrität und unseren materiellen Besitz ist auch ein Angriff auf unsere Freiheit, unsere Demokratie. Cyberwar ist eine neue Methode, politische Ziele umzusetzen. Durch den Umstieg auf alternative Energien und den damit verbundenen Anschluss der Stromnetze an das Internet machen wir uns als Gesellschaft zusätzlich angreifbar.

Deutschland: Hohe Reputation und Know-how

Auf der einen Seite werden die IT-Sicherheitsprobleme immer größer: „Zu viele Schwachstellen in Software, ungenügender Schutz vor Malware und manipulierte IT- und IT-Sicherheitsanwendungen durch die NSA sind nur einige Probleme, die wir zur Zeit haben“, fasst Prof. Norbert Pohlmann den Status quo zusammen. Auf der anderen Seite gibt es in Deutschland eine sehr erfolgreiche IT-Sicherheitsindustrie sowie umfangreiche und kompetente IT-Sicherheitsforschung. „Wir sollten mehr Verantwortung für ein sicheres und vertrauenswürdiges Internet übernehmen. Wir haben in Deutschland genügend Kompetenz, Know-how, Reputation und bereits Entwicklungen (z.B. Verschlüsselung, Trusted Computing), um dem Negativtrend entgegenzuwirken. Es müssen jedoch politische Rahmenbedingungen nicht nur besprochen, sondern auch gemeinsam mit allen Stakeholdern umgesetzt werden“, beschreibt der Sicherheits-Experte detailliert.

Aktiv handeln zur Stabilisierung des IT-Sicherheitsniveaus

Ziel muss es sein, das Risiko für unsere Gesellschaft auf ein angemessenes Maß zu reduzieren. TeleTrusT fordert die Bundeskanzlerin daher auf, Verantwortung zu übernehmen: Der „Runde Tisch IT-Sicherheit“ sollte reaktiviert und dort eine „Strategie IT-Sicherheit Deutschland“ von Anwendern, der IT-Sicherheitsindustrie, von Politik, Verwaltung und der Wissenschaft erarbeitet werden. Anschließend müssten die entsprechenden Ergebnisse gemeinsam umgesetzt werden, um mit mehr Vertrauenswürdigkeit und IT-Sicherheit in die Zukunft zu gehen. Der Schulterschluss zwischen den politisch Verantwortlichen, den auf dem Markt agierenden und den Anwendern muss gelingen – „lasst uns endlich auch Taten sehen.“

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