Big Data

Big Data bezeichnet große Mengen von Daten, deren Erfassung,  Verarbeitung und Analyse von klassischen relationalen Datenbanken nicht mehr geleistet werden kann, weshalb spezielle Lösungen zum Einsatz kommen. Die Eigenschaften von Big Data hat Gartner 2011 definiert. Ein Drei-V-Modell aus wachsendem Volumen (engl. volume) der Daten und ansteigender Geschwindigkeit (engl. velocity), mit der Daten generiert und verarbeitet werden, wird komplettiert durch die steigende Vielfalt (engl. variety) der erzeugten Daten, die meist nicht strukturiert sind. Als vierte Eigenschaft tritt manchmal noch die Zuverlässigkeit (engl. veracity) hinzu, da den Datenbergen häufig auch eine gewisse Ungenauigkeit anhaftet.
Big Data in Unternehmen verwalten
Datenlieferanten sind das Internet mit seinen zahlreichen Diensten und Anwendungen, Mobilfunk, Finanzindustrie, Energiewirtschaft oder Gesundheitswesen. Unternehmen, die fortwährend Kundendaten sammeln, sind am explosionsartigen Wachstum der Datenmengen ebenso beteiligt wie Regierungsbehörden etwa in der Verbrechensbekämpfung oder Einzelpersonen, die über ihr Smartphone Transaktionen tätigen, soziale Netzwerke nutzen oder Koordinaten via GPS versenden. Nicht zu vergessen die Maschinen, die per Sensortechnik überwacht werden und zunehmend untereinander kommunizieren, was die Datenflut künftig noch verstärken wird. Dieses gigantische Datenvolumen, das sich nach Berechnungen alle zwei Jahre verdoppelt, ist nur dann von Interesse, wenn es ausgewertet werden kann.

Wichtige Stichworte sind hier Cloud Computing, mit dessen Hilfe sich immer größere Datenmengen zu niedrigen Kosten speichern lassen, und neue Datenbankkonzepte, die speziell auf die Verarbeitung unstrukturierter und nicht konsistenter Daten ausgerichtet sind (zum Beispiel NoSQL-Datenbanken oder das Hadoop Framework).

Anwender von Big-Data-Lösungen aus der Wirtschaft erzeugen personenbezogene Profile und erwarten sich Aufschlüsse über das Kundenverhalten, um sich Wettbewerbsvorteile zu verschaffen, sie nutzen die riesigen Datenberge aus den sozialen Netzwerken zur Trendforschung, versuchen die Abläufe in der Produktion zu verbessern und flexibler zu gestalten (Industrie 4.0) oder verwenden auf der Basis von Big Data Vorausberechnungen, um Produkte besser im Markt zu platzieren.
Big Data im Kampf gegen Kriminalität
Staatliche Stellen betreiben mithilfe von Big-Data-Analysen unter anderem Kriminalitäts- und Terrorismusbekämpfung, und die Wissenschaft analysiert Daten zum Klimawandel oder zur Entstehung von Erdbeben. Kritisch ist das Verhältnis zum Datenschutz. Gerade die Nutzung personenbezogener Daten lässt sich nur schwer mit den datenschutzrechtlichen Prinzipien der EU vereinbaren. So liegt meist keine Einverständniserklärung zur Nutzung der Daten vor, darüber hinaus können Betroffene häufig identifiziert werden. Es braucht daher funktionierende Anonymisierungsverfahren, um rechtskonforme Big-Data-Projekte aufsetzen zu können.Trotzdem bleibt der Datenschutz eine Schattenseite von BD-Analysen.

So warnt der Datenschutzbeauftragte Thilo Weichert vor den „Möglichkeiten des informationellen Machtmissbrauchs durch Manipulation, Diskriminierung und informationelle ökonomische Ausbeutung“, die BD-Vorhaben mit sich bringen können.

SAS unterstützt mit seiner Customer Data Platform bei der personalisierten Echtzeit-Kundenansprache – unter Verzicht auf Third-Party-Cookies. Mit den Funktionen erhalten Marketer wertvolle Informationen aus ihren First-Party-Daten – und schaffen so einen schnellen Kundenkontakt, den die digital agierenden Konsumenten heute erwarten.
Jennifer Chase heißt die neue Chief Marketing Officer und Executive Vice President von SAS, einem Anbieter von Lösungen für Analytics und künstliche Intelligenz (KI). Chase ist bereits seit rund 20 Jahren bei SAS tätig – im Marketing und zuvor in der Forschung und Entwicklung.
Seit Beginn der Covid-19-Pandemie haben die von Konsumenten getätigten Online-Transaktionen um 20 Prozent zugenommen. Die Ergebnisse einer neuen Studie von Experian zeigen, dass Verbraucher nach wie vor großen Wert auf Sicherheit legen, wenn sie online gehen. Zugleich werden seit der Pandemie physische und verhaltensbasierte Methoden zur Betrugsabwehr wichtiger.
Der IT-Dienstleister Experian bietet in der DACH-Region ab sofort die Cloud-basierte Analytics-Plattform Ascend an. Über die Plattform können Unternehmen auf ein dediziertes Team von Business-Experten zurückgreifen. Zudem bietet Ascend Zugriff auf anonymisierte Daten, wodurch Unternehmen zum Beispiel den Umsatz auf ihrer Online-Plattform erhöhen können.
Laut einer aktuellen Umfrage wollen 46 Prozent der Einzelhändler (online, Omnichannel und stationär) in diesem Jahr in Marketing-Aktivitäten und neue Vertriebskanäle investieren. Die „unPredictions 2021“ von Emarsys geben Einzelhändlern eine Orientierung, wie sie ein gelungenes Marken- und Kundenerlebnis schaffen können.
Google hat jetzt verkündigt, dass es ab dem Jahr 2022 keine Third-Party-Cookies mehr im Chrome-Browser unterstützen wird. Was jetzt kommt – darüber herrschen unterschiedliche Einschätzungen. Unternehmen tun jetzt gut daran, ihre First-Party-Datenstrategie zu überdenken. Ein Kommentar von Gastautor Michael Jungbluth von SAS.
Bloomreach hat die Übernahme von Exponea, Anbieter einer Customer Data Plattform, bekanntgegeben. Die E-Commerce-Search- und Content-Services von Bloomreach in Kombination mit der Plattform für Customer Experience und Marketing-Automatisierung von Exponea sollen den ersten vollständig integrierten Produkt- und Kundendatensatz erzeugen.

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