Trends 2017: Fünf Digitaltrends für den Handel

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In wenigen Wochen steht das neue Jahr vor der Tür. Höchste Zeit, einen Blick auf die künftige Entwicklung des Handels zu werfen. Für Namics, den führenden Full-Service-Digitalagentur aus der Schweiz, gibt es fünf Trends, an denen 2017 kaum ein Handelsunternehmen vorbei kommt. Welche das sind, verrät Dr. Florian Heidecke, Senior Principal Consultant und Commerce-Experte bei Namics.
2017

In wenigen Wochen steht das neue Jahr vor der Tür. Höchste Zeit, einen Blick auf die künftige Entwicklung des Handels zu werfen. Für Namics, Full-Service-Digitalagentur aus der Schweiz, gibt es Trends, an denen 2017 kaum ein Handelsunternehmen vorbei kommt. Welche das sind, verrät Dr. Florian Heidecke, Senior Principal Consultant und Commerce-Experte bei Namics.

E-Food

Kleidung, Bücher, Technik und mehr kommen heute dank des Online-Handels bequem nach Hause. Nur bei frischen Lebensmitteln sind die Deutschen noch vorsichtig. Während in der Schweiz mit Migros und Coop bereits seit mehreren Jahren zwei grosse Retailer um die Online-Kunden konkurrieren, stecken entsprechende Angebote in Deutschland oft noch in den Kinderschuhen. Kaufland, Rewe und Co. experimentieren seit diesem Jahr kräftig und konkurrieren dabei mit diversen Start-ups. Alle buhlen dabei um die optimale Startposition, um den vermutlich in 2017 auch in Deutschland aufkommenden Lieferservice Amazon Fresh auf Distanz zu halten. Schlüsselfaktoren für den Erfolg sind hierbei vor allem Schnelligkeit und Flexibilität, ein möglichst breites Sortiment, die intelligente, eigene (Frische-) Logistik und ein herausragender Kundenservice.

Direct-to-consumer

Direkt mit den Kunden in Kontakt treten – das steht für immer mehr B2C- und B2B-Unternehmen auf der Agenda. Kein Wunder, denn die klassischen Absatzkanäle sind heute schon fragmentiert und stark vom E-Commerce beeinflusst. Eine Lösung für mehr Kundenkontakt sind eigene Shops. Doch wer selbst Produkte und Services absetzen will, braucht für die Verwaltung und Nutzung von Endkundendaten die notwendigen Strukturen und Systeme. Nur so lässt sich ein umfassendes Kundenbild zeichnen, das wiederum Cross- und Up-Selling-Potenziale ermöglicht sowie eine Personalisierung der Kommunikations- und Marketingmassnahmen erlaubt. Diese 360-Grad-Kundensicht aufzubauen, wird eine der zentralen Herausforderungen der kommenden Jahre.

Mobile Payment

In Japan ist der mobile Bezahldienst so populär, dass Server nach dem Start sogar zeitweise zusammengebrochen sind. Die Rede ist von Apple Pay, das wohl auch in Europa zeitnah die Art des Bezahlens – und damit auch den Online-Handel – verändert. Bezahlen mit dem Mobiltelefon, der Smartwatch oder auch Laptops wie dem neuen Macbook Pro wird 2017 deutlich an Fahrt gewinnen. Um hiervon zu profitieren, stellen sich auch die Banken als ehemalige Platzhirsche neu auf. Ein Beispiel ist die Fusion der beiden Schweizer Bezahl-Apps Twint und Paymit. Die Zusammenlegung der beiden Systeme erfolgt Ende 2016 und rückt die fünf grössten Schweizer Banken näher zusammen, um Apple Konkurrenz zu machen.

Digitale Kundenkarten

Klassische Kundenkarten haben ausgedient. An ihre Stelle treten digitale Pendants, die dank Smartphone immer mit dabei sind, Online- sowie Offline-Welt verknüpfen und über den Point of Sale hinaus eingesetzt werden können. Zudem sind sie messbar beim Betreten des Ladengeschäfts und erlauben so das Tracking des Einkaufsverhaltens in der Filiale und im Web. Darauf lassen sich wiederum personalisierte Angebote entwickeln und individualisierte Beratungen anbieten. Vor allem die Modebranche kann davon profitieren – sie müsste hierfür aber zeitnah nachziehen.

Voice Commerce

Bereits als nächste Revolution der digitalen Welt gehandelt wird die intelligente Sprachsteuerung. Sie kann das universelle Eingabegerät der Zukunft werden. Konkrete Ansätze gibt es bereits. Amazon Echo, das über die Sprachassistentin Alexa gesteuert wird, kann zum Beispiel nicht nur Musik  abspielen, sondern ermöglicht auch den Einkauf im Online Shop. Dass darüber auch Bestellungen in Deutschland oder der Schweiz möglich sind, ist dank offener Schnittstellen nur noch eine Frage der Zeit. Daher sollten Handelsunternehmen schon heute überlegen, wie sie diese digitale Innovation in ihr Angebot integrieren können.
 (jm)

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