29.11.2021 – Kategorie: Handel

Trends im Einzelhandel: Wie Verbraucher in Zukunft einkaufen werden

Multichannel DigitalisierungQuelle: Panuwat phimpha/shutterstock

Roboter neben der Umkleide und Fußgängerzonen ohne Geschäfte: Die Prognosen für die zukünftige Einkaufswelt sind vielfältig. Eine Studie von Comarch hat nun untersucht, was Verbraucher wirklich denken, wenn sie einkaufen.

Aktuelle und zukünftige Trends im Einzelhandel hat jetzt eine aktuelle Studie von Comarch und YouGov ermittelt. Hierfür befragte YouGov 1.670 Deutsche zu ihrem Einkaufsverhalten. Die Verbraucher gaben mit ihren Antworten Einblicke in ihre Visionen und Wünsche bezüglich Services. Aber auch die konkreten Auswirkungen der Corona-Pandemie auf das Konsumentenverhalten beleuchtet die Studie. Die wichtigsten Trends im Einzelhandel heute und im Jahr 2030 lassen sich anhand der Ergebnisse ableiten. Zudem ermöglicht die Studie eine Langzeitbetrachtung zu den Entwicklungen der Einkaufswünsche in den letzten fünf Jahren – auf Basis einer Vergleichsstudie von Comarch und Kantar TNS.

Trends im Einzelhandel: Visionen vom Einkaufen im Jahr 2030

Die Digitalisierung ist dabei eines der beherrschenden Themen. So erwarten Konsumenten, dass Geschäfte digitale Services und Zahlungsoptionen anbieten. Stellt man die aktuellen Erwartungen und die aus der Vergleichsstudie von 2016 gegenüber, so stechen einige Besonderheiten ins Auge. Für 86 Prozent ist es eine Selbstverständlichkeit, dass digitale Dienste von Geschäften angeboten werden. Bereits 2016 war es ein ähnlich hoher Prozentsatz. Veränderungen ergaben sich bei klassischen Bargeld-Kassen und Verkaufspersonal.

Dass Registrierkassen von digitalen oder mobilen Zahlungsmethoden abgelöst werden, glaubt zwar immer noch eine Mehrheit von 81 Prozent, allerdings sank der Wert in den letzten Jahren um fünf Prozent. Noch deutlicher ist der Unterschied beim Personal: Dass persönliche digitale Ratgebern Ladenmitarbeiter ersetzen werden, glauben statt 61 Prozent heute nur noch 53 Prozent und damit knapp die Hälfte der Befragten. Vor allem fällt auf, dass die Anzahl der völlig Widersprechenden hier am stärksten gewachsen ist, von 13 Prozent auf 22 Prozent, die keinesfalls dieser Ansicht sind.

Trends im EinzelhandelQuelle: ComarchQuelle: Comarch

Wie die Zukunft der stationären Geschäfte aussieht

Dass es 2030 deutlich weniger Ladengeschäfte gibt, darin sind sich alle Altersgruppe einig. Hier sticht eine Sache ins Auge, die sich bereits in der Vergleichsstudie von 2016 gespiegelt hatte. In der Altersgruppe von 18 bis 24 Jahren ist die völlige Zustimmung am niedrigsten. Mit 22 Prozent liegt sie zehn Prozentpunkte unter dem Durchschnitt aller anderen Altersgruppen. Hingegen ist mit 29 Prozent auch der höchste Wert an Konsumenten zu verzeichnen, die hier teilweise oder ganz widersprechen. Die Hälfte stimmt teilweise zu, dass es weniger Stores geben werde.

Trends im EinzelhandelQuelle: ComarchQuelle: Comarch

„Ladengeschäfte haben also durchaus eine Zukunft, wenn sie diese shopping- und erlebnisaffine Zielgruppe ansprechen können. In der Konsequenz bedeutet dies allerdings auch, dass Brick & Mortar sich verändern muss und der Übergang zwischen digital und physisch immer noch weitaus konsumentenfreundlicher gestaltet werden muss“, erklärt Alexandra Sliwinski, Consulting Director bei Comarch. Zudem lässt sich ein leichter Unterschied bei Frauen und Männern erkennen. Von den weiblichen Befragten glauben sieben Prozent weniger, dass es weniger Geschäfte geben werde.

Den Umgang mit Daten, die Bedeutung von mobilen Services beim Einkaufe, Online-Offline-Kaufverhalten, Treue und den langfristigen Einfluss der Corona-Pandemie hat die neue Studie „Zukunft des Einkaufens“  von Comarch und YouGov untersucht.

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