Treue im Test – Was sind Bonusprogramme wirklich wert?

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Deutschland ist im Bonusfieber. Neun von zehn Bundesbürgern (90 Prozent) nutzen beim Einkaufen Bonus- oder Rabattprogramme. Das ergab eine repräsentative Studie des Cashback-Portals Qipu. Ganz vorne im Portemonnaie der Verbraucher stecken dabei die Payback-Karte (71 Prozent) und die DeutschlandCard (42 Prozent). Der wahre Nutzen der Programme wurde bereits durch Beiträge von Stiftung Warentest sowie aktuell von ZDF WISO kritisch beäugt. Was erhoffen sich die Kunden von den großen Vorteilsprogrammen und welchen Nutzen bringen sie wirklich? Diesen und weitere Fragen zu Bonus- und Treueprogrammen in Deutschland ist Qipu in einer Studie nachgegangen – mit interessanten Ergebnissen.
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Payback, Rabattkarten und Cashback locken mit vielen Sparvorteilen und versprechen satte Rabatte oder Sachprämien. So ist es nicht verwunderlich, dass sich 90 Prozent der Deutschen mit Treue- und Rabattprogrammen Vorteile beim Online- und Offlineshopping sichern wollen. Doch welche Programme lohnen sich wirklich und welche sind nur Augenwischerei?

Viele Kunden haben falsche Erwartungen

Bei der Frage, warum Kunden die verschiedenen Bonusprogramme nutzen, stellt sich heraus, dass sie teilweise vermeintlichen Vorteilen hinterher jagen. So nutzt zum Beispiel fast jeder dritte Deutsche (32 Prozent) Payback, weil er denkt für seinen Einkauf Geld als Bonus zurück zu bekommen. Sachprämien schaffen es nur auf Platz zwei: Für 28 Prozent der Bonusnutzer waren sie das entscheidende Kriterium für die Wahl des Programmes.

Doch auch hier zeigt sich, dass sich die Prämien direkt im Internet häufig wesentlich günstiger erwerben lassen. Für jeden Fünften (20 Prozent) sind Preisnachlässe in Euro ein weiterer Grund, Deutschlands bekanntestes Treueprogramm zu nutzen. Für 15 Prozent waren Vorteils- und Sonderangebote wichtige Entscheidungskriterien – die allerdings von keinem Partnershop angeboten werden. Auch Preisnachlässe in Prozent, die für 13 Prozent der Deutschen ein Grund waren, sich für Payback zu entscheiden, werden nur in Form von Coupons und auch nur von einem Shop angeboten.

Klarer strukturiert scheinen da Online-Gutscheine bzw. Rabattgutscheine zu sein. Hier wissen die Kunden, welche Vorteile sich ihnen bieten: ganz vorne liegen die Preisnachlässe in Euro (40 Prozent), gefolgt von Preisnachlässen in Prozent (27 Prozent) und Vorteils- und Sonderangeboten (19 Prozent).

Der Blick über den Rand der Bonus-Karte lohnt sich: mehr Transparenz, mehr Vorteile, mehr Geld zurück

Doch nicht nur Payback erfreut sich großer Beliebtheit bei den Deutschen. Auch Gutscheine und Rabattcoupons, die DeutschlandCard sowie Kundenkarten und Treuepunkte erfreuen sich großer Beliebtheit.

Die Landschaft der Bonus- und Treueprogramme in Deutschland wurde von der Stiftung Warentest (Finanztest Ausgabe 01/2016) genauer unter die Lupe genommen. Als Ergebnis der Untersuchung hat die Verbraucherorganisation eine deutliche Empfehlung für Cashback-Programme ausgesprochen. Diese werden von 11 Prozent der Deutschen bei ihren Online- und Offlineeinkäufen genutzt und bieten Verbrauchern viele Vorteile ohne gleich den kompletten persönlichen Datensatz angeben zu müssen.

Um das Sparpotenzial von Cashback zu nutzen, muss sich der Kunde bei einem Portal online mit seiner E-Mail-Adresse und einem Passwort einmalig anmelden. Weitere Kundendaten werden im Rahmen der Registrierung bei Cashback-Anbietern nicht abgefragt. Anschließend kann wie gewohnt online bei den Partnershops eingekauft werden.

Bei Cashback-Portalen werden keine Herzchen geklebt oder Punkte gesammelt. Sie bieten den Kunden reelle und transparente Vorteile. Das fängt schon damit an, dass der Bonus in klaren Raten bzw. konkreten Eurobeträgen angegeben wird. Der Kunde weiß also genau, wie viel Geld er für seinen jeweiligen Einkauf zurückbekommt. Zudem hat Stiftung Warentest festgestellt, dass Kundenkarten im Schnitt oft weniger als einen Prozent Rabatt bringen, wohingegen der Kunde bei Cashback-Anbietern im Schnitt 3 bis 6 Prozent erhält und sich bei großen Anbietern zum Teil sogar 10 Prozent Ersparnis sichern kann. Außerdem bieten Loyalty-Portale bei vielen Händlern die Möglichkeit, Cashbackraten mit Rabattgutscheinen zu kombinieren und so doppelt zu sparen. Cashback bietet dauerhaft einen hohen effektiven Rabatt, wohingegen Mehrfach-Punkte-Angebote nur aktionsgebunden, also zeitlich limitiert sind.

Veit Mürz, Geschäftsführer von Qipu

 

„Der Verbraucher sollte wirklich anfangen ganz realistisch gegenzurechnen. Dann wird schnell klar, welches Bonus- und Treueprogramm ihm wirkliche Vorteile bietet. Aus meiner Erfahrung als Verbraucher ist der Umrechnungskurs bei den meisten Punkteprogrammen wie folgt angelegt: Ein Bonuspunkt pro Euro bedeutet das es einen Prozent effektiven Rabatt gibt, ein Bonuspunkt pro zwei Euro entsprechend 0,5 Prozent Rabatt usw. Da muss man kein Mathegenie sein um festzustellen, dass Cashback dauerhaft einen deutlich höheren effektiven Rabatt bietet, selbst wenn die Cashback-Raten nur auf die Nettobeträge gelten. Dazu einfach mal die Punkteausbeute mit den Cashback-Raten von Reiseanbietern, Mode- oder Elektronikhändlern vergleichen“, sagt Veit Mürz, Geschäftsführer von Qipu.

Über die Studie

Die repräsentative Umfrage wurde von Qipu in Zusammenarbeit mit dem Online-Marktforschungsinstitut promio.net im Juni 2016 unter 1.023 deutschen Teilnehmern durchgeführt.

(jm)

Bildquelle: Dr. Grieger & Cie

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