TÜV SÜD-Studie zeigt: Produktsicherheit ist wichtiger als der Preis

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on xing
Share on whatsapp
Share on email
Share on print

Ob Lebensmittel, Elektronik oder Spielzeug, Verbraucher vergleichen beim Kauf neuer Produkte gerne die Preise, um das beste Angebot zu finden. Aber: Die Ergebnisse der TÜV SÜD Safety Gauge, eine Studie zu Produktsicherheit und Qualität, zeigen, dass ein hohes Sicherheitsniveau beim Kauf letztlich das ausschlaggebende Kriterium für Verbraucher ist.

blitz

Ob Lebensmittel, Elektronik oder Spielzeug, Verbraucher vergleichen beim Kauf neuer Produkte gerne die Preise, um das beste Angebot zu finden. Aber: Die Ergebnisse der TÜV SÜD Safety Gauge, eine Studie zu Produktsicherheit und Qualität, zeigen, dass ein hohes Sicherheitsniveau beim Kauf letztlich das ausschlaggebende Kriterium für Verbraucher ist.

F ür die Studie wurden weltweit Verbraucher und Unternehmen befragt. Die Ergebnisse zeigen, dass weder Verbraucher noch Unternehmen in Deutschland die Produktsicherheit als problematisch bewerten. Grund dafür sind höchste Sicherheitsanforderungen für Unternehmen, die standardmäßig zu einem sehr hohen Sicherheitsniveau führen.

60 Prozent der befragten Verbraucher weltweit geben an, dass ihnen Produktsicherheit „sehr wichtig“ sei. Am meisten Sorgen machen sich Verbraucher bei rohem Fleisch und Fisch (90%), bei Milchprodukten und Eiern (86%), gefolgt von Spielwaren (82%), Schuhen (81%) und Kinder-Autositzen (76%).

„Das zeigt, dass sehr hohe Ansprüche an Produkte gestellt werden“, erklärt Dr. Jens Butenandt, Geschäftsführer von TÜV SÜD Product Service. In Deutschland und auch weltweit gesehen ist sowohl bei Verbrauchern als auch bei Unternehmen Sicherheit beim Kauf von Spielwaren der wichtigste Faktor, gefolgt von Leistung und Funktionalität. Bei der vorangegangenen Studie 2012 war – weltweit betrachtet – der Preis noch der ausschlaggebende Faktor, Sicherheit folgte erst auf Rang vier.

Hohes Sicherheitsniveau bei deutschen Unternehmen

„Gleichzeitig gebe es in Deutschland ein sehr hohes Sicherheitsniveau. In deutschen Unternehmen werden mehr Maßnahmen für Produktsicherheit ergriffen als in den befragten Unternehmen aus anderen Ländern. Die am häufigsten umgesetzten Maßnahmen sind in 82% der Unternehmen In-house-Testing und in 71 Prozent  spezifische Trainings von Mitarbeitern“, erläutert Butenandt. 53 Prozent  der deutschen Unternehmen setzen außerdem auf unabhängige Prüfunternehmen, um Produktsicherheit zu gewährleisten.

 

Bei Spielwaren ist die Sicherheit das wichtigste Kriterium bei der Wahl des Produkts. Laut der TÜV SÜD Safety Gauge-Studie sehen das Verbraucher und Unternehmen gleichermaßen. Der Preis folgt bei Verbrauchern erst auf Rang 4.

 

Konsumenten sind bereit, mehr für Sicherheit zu zahlen

Ein hohes Sicherheitsniveau ist für deutsche Unternehmen eine Selbstverständlichkeit. Das haben auch Verbraucher verinnerlicht. Für 55% der befragten deutschen Verbraucher ist beim Kauf vor allem die Herkunft des Produkts ein Anhaltspunkt für die Sicherheit, dicht gefolgt von Prüfzeichen (50%), die ebenfalls gerne als Anhaltspunkt für die Bewertung der Produktsicherheit genutzt werden. Die Studie zeigt außerdem, dass die Mehrheit der deutschen Verbraucher (71%) durchaus bereit ist, einen höheren Preis zu zahlen, wenn sie dafür eine bessere Qualität, beziehungsweise ein höheres Sicherheitsniveau erwarten können. Besonders hoch ist diese Bereitschaft bei Produkten für Kinder: 80% der Befragten würden hier mehr Geld für ein hochwertiges Produkt ausgeben.

TÜV SÜD Safety Gauge – Studie zu Produktsicherheit

TÜV SÜD Safety Gauge 2016 ist eine repräsentative Studie zu Produktsicherheit. Sie wurde in vier Märkten weltweit durchgeführt: China, Indien, USA und Deutschland. Telefonisch wurden mehr als 7.000 Verbraucher und mehr als 600 Unternehmensvertreter befragt, um Meinungen und Einstellungen zu verschiedenen Themen rund um Produktsicherheit bei Spielwaren, Elektronikartikel, Wearables, Lebensmittel und Textilien/Schuhen festzustellen.

(jm)

Share on facebook
Facebook
Share on twitter
Twitter
Share on linkedin
LinkedIn
Share on xing
XING
Share on whatsapp
WhatsApp
Share on email
E-Mail
Share on print
Drucken

Ihre Meinung zum Artikel

avatar
  Abonnieren  
Benachrichtige mich bei

Andere Leser haben sich auch für die folgenden Artikel interessiert

Deutsche sind der Ratenzahlung gegenüber aufgeschlossen und vertrauen bei digitaler Zahlung zunehmend jungen Unternehmen, die dafür komfortable und schnelle Prozesse entwickelt haben. Im Jahr 2015 bot bereits knapp ein Viertel der Online-Shops diese Zahlart in ihrem Payment-Mix: Eine Zeit lang waren Konsumenten den Online-Händlern einen Schritt voraus. Doch jetzt bewegt sich der Markt.

Digitale Technologien haben die Schnittstellen zum Kunden stark verändert. Für Hersteller eröffnen sich enorme Potentiale Marktzugänge zu erschließen, die Customer Journey gezielt zu beeinflussen und positive Kundenerlebnisse zu generieren. Hierzu muss jedoch strategische Marketingplanung und geeignete Technologie gekonnt kombiniert werden. Ein Umstand, der viele Unternehmen noch überfordert.

Werbung

Nichts mehr verpassen!

Tragen Sie sich zu unserem Redaktionsbrief ein, um auf dem Laufenden zu bleiben.

Entdecken Sie weitere Magazine

Schön, dass Sie sich auch für weitere Fachmagazine unseres Verlages interessieren.

Unsere Fachtitel beleuchten viele Aspekte der Digitalen Transformation entlang der Wertschöpfungskette und sprechen damit unterschiedliche Leserzielgruppen an.