TV bleibt exklusiv – nur Wenige surfen regelmäßig beim Fernsehen

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TV bleibt exklusiv – nur Wenige surfen regelmäßig beim Fernsehen

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Jeder dritte (34 Prozent) Fernsehzuschauer zwischen 14 und 49 Jahren surft zumindest „gelegentlich“ parallel zum Fernsehen im Internet. Jedoch nur 16 Prozent der TV-Zuschauer machen dies „oft“ oder „sehr häufig“. Überrepräsentiert sind dabei jüngere TV-Zuschauer und Männer. Insgesamt betrachtet, sind zwei Drittel der 14- bis- 49-jährigen Zuschauer also gar nicht oder allenfalls selten beim Fernsehen online. Es wird nach wie vor überwiegend exklusiv ferngesehen.


Diese Ergebnisse liefert das aktuelle DigitalBarometer, eine Kooperation zwischen IP Deutschland, TNS Emnid und der Fachzeitschrift W&V. Hierzu wurden repräsentative Daten zum Stand der Internetnutzung beim Fernsehen mit einer telefonischen Befragung von 895 Fernsehzuschauern im Alter zwischen 14 bis 49 Jahren erhoben. Sie zeigen, wie die Internetnutzung beim Fernsehen Interaktivität ermöglicht und wie das Fernsehen vielfach Impulse liefert, die im Internet intensiviert werden.


Auffällig ist, dass Tablet-PCs in Folge ihrer bisher relativ geringen Verbreitung bei der Parallelnutzung noch selten zum Einsatz kommen. Lediglich 8 Prozent der Zuschauer, die beim Fernsehen im Internet surfen, tun dies mit einem Tablet. Am häufigsten werden Laptops, Notebooks oder Netbooks parallel verwendet, wobei knapp ein Drittel der Zuschauer (32Prozent) auf Smartphones zurückgreift. Handhelds wie Smartphones, aber auch internetfähige iPods sind besonders bei den jungen Parallelnutzern verbreitet.


Vielfach hat die parallele Internetnutzung einen direkten Bezug zum Programm und ermöglicht dem Zuschauer damit, sich intensiver mit diesem auseinander zu setzen. So bestätigen z.B. über zwei Drittel (67 Prozent) der 14- bis 49-jährigen Parallelnutzer, dass sie im Internet nach Informationen zur Sendung bzw. dem Film suchen, den sie gerade sehen. Weitere 48 Prozent schauen sich eine Sendung an, weil sie von Freunden übers Internet darauf aufmerksam gemacht wurden und 38 Prozent chatten mit Freunden oder Bekannten in Echtzeit über das gerade gesehene Programm. Deutlich intensiver wird diese TV-synchrone Interaktivität von der jungen Zielgruppe gelebt – vor allem im direkten Austausch mit anderen. Insgesamt nutzen Männer das Internet deutlich stärker als Parallelmedium beim Fernsehen; mit einer Ausnahme: Geht es darum, im Netz nach Antworten auf Quizfragen zu suchen, haben Frauen die Nase vorn.


Auch TV-Werbung kann von paralleler Online-Nutzung profitieren: Über zwei Drittel (68 Prozent) der befragten Parallelnutzer haben sich schon einmal durch das Fernsehen anregen lassen, im Web nach Informationen zu einem Produkt zu suchen. Dabei sind Männer wesentlich aktiver als Frauen. Gut die Hälfte der Befragten (51 Prozent) bestätigt, dass der Impuls durch die Werbung schließlich zum Kauf geführt hat. Immerhin 37 Prozent der Parallelnutzer erledigen beim Fernsehen Online-Einkäufe und machen damit das Fernsehen ein Stück weit zu einem POS-Medium.


So lange sich internetfähige Fernseher in deutschen Wohnzimmern noch nicht durchgesetzt haben, behelfen sich die Fernsehzuschauer selbst, um ihrem Bedürfnis nach Interaktivität, aber auch nach Gemeinschaft beim Fernsehen nachzugehen. Allerdings surft aktuell nur ein Drittel (34 Prozent) der Fernsehzuschauer zumindest gelegentlich beim Fernsehen im Internet. Nur eine Minderheit (16 Prozent) nutzt diese Möglichkeit intensiv. Beim Fernsehen bleiben Laptop und Smartphone überwiegend aus, auch bei den intensiven Parallelnutzern erfolgt ein großer Teil des Fernsehkonsums exklusiv.


 


 


 

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