Umfrage: Gefährdet die „Generation der BYOD- Anwender“ die Unternehmenssicherheit?

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on xing
Share on whatsapp
Share on email
Share on print

Umfrage: Gefährdet die „Generation der BYOD- Anwender“ die Unternehmenssicherheit?

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on xing
Share on whatsapp
Share on email
Share on print
blackberry

Fortinet, Anbieter von High Performance Network Security, hat eine globale Umfrage unter der ersten Generation der Bring Your Own-Device (BYOD)-Anwender durchgeführt. Die Umfrage verdeutlicht, dass diese erste Generation (20 bis 29 Jahre alt) eine Herausforderung für IT-Systeme von Unternehmen darstellt. Sie zeichnet sich vor allem dadurch aus, dass sie bei ihrem Eintritt in die Berufswelt die Nutzung privater Endgeräte als selbstverständlich betrachtet.


Die Umfrage unterstreicht, dass die „Gen-Y“-Arbeitnehmer das Thema Sicherheit wenig beachten. Das beunruhigende Ergebnis: mehr als ein Drittel der Arbeitnehmer würden gegen die Unternehmensrichtlinien verstoßen, die ihnen untersagen, ihre eigenen Geräte während der Arbeit oder für berufliche Zwecke zu nutzen. Insgesamt weisen die Resultate auf die Dringlichkeit hin, mit der Unternehmen ihre Sicherheitsstrategien entwickeln sollten, um BYOD Aktivitäten erfolgreich zu sichern und managen.


Die Umfrage wurde im Mai und Juni 2012 mit über 3.800 Arbeitnehmern im Alter von 20 bis 29 Jahren in 15 Ländern durchgeführt. Die Teilnehmer wurden zu ihren Ansichten über BYOD befragt, den Einfluss von BYOD auf ihr Arbeitsumfeld und ihr Verhalten, wenn es um ihre persönlichen IT-Sicherheit und die des Unternehmens geht.


Durch die starke Abhängigkeit von persönlichen Kommunikationstools ist BYOD nicht wegzudenken


Die Umfrageteilnehmer, die das Management und die Entscheidungsträger von morgen repräsentieren, bestätigen BYOD als Mainstream-Aktivität. Denn fast drei Viertel (74 Prozent) der Befragten in allen Ländern wenden BYOD bereits regelmäßig an. In Deutschland sind es sogar bereits 78 Prozent. Bedeutender ist jedoch, dass 55 Prozent der Befragten und 59 Prozent der in Deutschland Befragten die Nutzung ihrer Geräte während der Arbeit eher als ihr „Recht” als ein „Privileg” ansehen.


Die Mehrheit der Deutschen sieht in der Nutzung der privaten Endgeräte die Möglichkeit, effektiver zu arbeiten. Im Durchschnitt nutzen aber alle Befragten ihre privaten Endgeräte vor allem, weil sie so über einen konstanten Zugang zu den von ihnen bevorzugten Applikationen verfügen. Hierbei handelt es sich insbesondere um Social Media- und private Kommunikations-Tools. Die Studie zeigt nämlich, dass eine starke Abhängigkeit von Facebook, Twitter und Co. besteht, denn 35 Prozent der Befragten gaben zu, dass sie es keinen Tag ohne Zugang zu sozialen Netzwerken aushielten. Einen Tag ohne SMS können sich wiederum 47 Prozent der Befragten nicht vorstellen.


Die gelassene Einstellung der Arbeitnehmer im Bezug auf Geschäftsrisiken führt dazu, dass sie gegen die Unternehmensrichtlinien verstoßen


Die erste Generation der BYOD-Arbeitnehmer ist sich über die Risiken, die BYOD für das Unternehmen darstellt, bewusst. 42 Prozent der Befragten und 43 Prozent der in Deutschland Befragten glauben nämlich, dass ein potenzieller Datenverlust und die Gefährdung durch bösartige IT Angriffe das größte Risiko für das Unternehmen darstellen. Beunruhigend dürfte für die IT-Abteilungen sein, dass dieses Risikobewusstsein die Arbeiternehmer dennoch nicht davon abhält, die Unternehmensrichtlinien zu umgehen. Vielmehr gaben mehr als ein Drittel (36 Prozent) der Befragten zu, dass sie die Unternehmensrichtlinien, die das Nutzen von eigenen Geräten für berufliche Zwecke untersagt, bereits umgangen haben oder umgehen würden. Die Unternehmensrichtlinien finden bei den Deutschen größere Beachtung, denn nur 28 Prozent der Befragten würden diese umgehen. Von den 15 befragten Ländern ist in Indien mit 66 Prozent die Bereitschaft die Unternehmensrichtlinien zu umgehen am größten.


Ähnliche Resultate ergibt die Frage hinsichtlich nicht genehmigter Applikationen am Arbeitsplatz. Auch hier geben 30 Prozent der Befragten zu, dass sie gegen die Unternehmensrichtlinien verstoßen würden oder dies bereits getan haben. In Deutschland fällt die Bereitschaft dies zu tun mit 20 Prozent deutlich geringer aus. Dennoch scheint demnach das Risiko für Unternehmen durch nicht genehmigte Applikationen zuzunehmen. Tatsächlich haben 69 Prozent der Befragten bestätigt, dass sie an Bring Your Own Application (BYOA) – also der Erstellung und Nutzung eigener maßgeschneiderter Applikationen – interessiert sind.


Die Studie weist darauf hin, dass Unternehmen bei der Implementierung von Sicherheitsmaßnahmen für private Endgeräte ihrer Mitarbeiter auf Widerstand stoßen könnten. Denn die Mehrheit (66 Prozent) der Befragten betrachtet sich selbst, nicht das Unternehmen, verantwortlich für die Sicherheit ihrer eigenen Geräte. Dies sind drei Mal soviele wie die, die glauben, dass die Verantwortung schlussendlich bei ihren Arbeitgebern liegt (22 Prozent). In Deutschland sind sogar 79 Prozent der Meinung, dass die Verantwortung in Bezug auf Sicherheit bei ihnen liegt und nur 14 Prozent sehen diese beim Unternehmen.


„Die Umfrage zeigt deutlich, welcher großen Herausforderung sich Unternehmen stellen müssen, um Datensicherheit und BYOD aufeinander abzustimmen“, sagt Christian Vogt, Regional Director Germany und Netherlands bei Fortinet. „Während Anwender ihre eigenen Geräte oft aufgrund persönlicher Annehmlichkeiten bei der Arbeit verwenden möchten und dies auch erwarten, wollen sie die Verantwortung hinsichtlich der Sicherheit ihrer Geräte nicht an das Unternehmen übertragen. Innerhalb eines solchen Umfelds müssen Organisationen die Kontrolle über ihre IT-Infrastruktur wiedererlangen, in dem sie alle Datenverbindungen umfassend über das Unternehmensnetzwerk sichern und nicht nur Mobile Device Management (MDM) implementieren. Unternehmen können sich nicht auf eine einzige Technologie verlassen, um die Security-Herausforderungen, die durch BYOD entstehen, zu lösen. Die effektivste Netzwerk-Security-Strategie erfordert eine detaillierte Kontrolle über die Nutzer und ihre Applikationen, nicht nur über Geräte.“


 

Share on facebook
Facebook
Share on twitter
Twitter
Share on linkedin
LinkedIn
Share on xing
XING
Share on whatsapp
WhatsApp
Share on email
E-Mail
Share on print
Drucken

Ihre Meinung zum Artikel

Abonnieren
Benachrichtige mich bei
guest
0 Comments
Inline Feedbacks
View all comments

Andere Leser haben sich auch für die folgenden Artikel interessiert

Wenn IT-Systeme nicht mehr funktionieren, kommen wichtige Geschäftsprozesse zum Erliegen. Die Kosten für Betriebsausfälle gehen schnell in die Millionen. Mit dem neuen Service „Email Continuity“ des Cloud-Dienstleisters Retarus bleiben Mitarbeiter auch dann produktiv, wenn die E-Mail-Infrastruktur mal kurzzeitig ausfällt.
In der Corona-Pandemie haben einige Berufsbilder und Wirtschaftsbereiche an Bedeutung gewonnen. Insbesondere die Logistik bekommt neue Aufmerksamkeit, das gilt sowohl für die Kraftfahrerinnen und Kraftfahrer auf der Straße als auch für die Lieferketten, die den Nachschub an Lebensmitteln und Gütern des täglichen Bedarfs im Handel sicherstellen.

Redaktionsbrief

Tragen Sie sich zu unserem Redaktionsbrief ein, um auf dem Laufenden zu bleiben.

Wir wollen immer besser werden!

Deshalb fragen wir SIE, was Sie wollen!

Nehmen Sie an unserer Umfrage teil, und helfen Sie uns noch besser zu werden!

zur Umfrage

Aktuelle Ausgabe

Topthema: Fashion commerce

Wann jetzt handeln gefragt ist

Mehr erfahren

Tragen Sie sich jetzt kostenlos und unverbindlich ein, um keinen Artikel mehr zu verpassen!

    * Jederzeit kündbar

    Entdecken Sie weitere Magazine

    Schön, dass Sie sich auch für weitere Fachmagazine unseres Verlages interessieren.

    Unsere Fachtitel beleuchten viele Aspekte der Digitalen Transformation entlang der Wertschöpfungskette und sprechen damit unterschiedliche Leserzielgruppen an.