05.05.2021 – Kategorie: Handel

Unified Commerce – Was Onlinehändler von YouTube und Netflix lernen können

Unified CommerceQuelle: Katya Havok/shutterstock

Der Kunde als König wird 2021 die Hauptrolle spielen und im Regiestuhl platz nehmen – mit Unified Commerce als „the new normal“. Ein Prinzip, das heute auf YouTube und Netflix fast jeder U40er aktiv nutzt, wird auch im Handel als Trend den Ton angeben.

Das neue Jahr wirft seine Schatten voraus. Den Weg in eine positive Zukunft können Händler nur gemeinsam mit kauflustigen, und treuen Kunden gehen. Daher gilt es, den engsten Begleiter der Kunden mit einzubeziehen: Das Smartphone. Im Alltag der Konsumenten sind die Grenzen zwischen real und digital längst verwischt. Beim Einkaufen wollen Kunden entscheiden, wie sie sich wann auf welchen Kanälen bewegen – sie wechseln in Sekundenschnelle, so wie man eine Überholspur nutzt.

Hautnah am Nutzer – YouTube und Netflix leben es vor

Die Tücke lauert für diese selbstbewussten Kunden im gewaltigen Fluss an Informationen. Aus diesem Grund gilt, ihnen den passenden Rettungsring zu reichen und dann das Surfbrett für die grenzenlose Einkaufstour. Der Händler muss das Passende in der Hinterhand haben. Das heißt, es reicht nicht, diese Angebote irgendwo im Lager vorzuhalten. Wie es besser geht, wissen wir alle: YouTube oder Netflix leben vor, wie individuell eine Millionen-Plattform sein kann. Per Algorithmen und KIs wissen diese Anbieter, was wen wann begeistert. Auch der Einzelhandel muss dieses Prinzip übernehmen. Echte Bindung schafft nur, wer seine Kunden kennt und den Liebhaber von Produkt A nicht mit irrelevanter Werbung zu Produkt Z zuschüttet.

Alles mobile oder was? – POS, Payment und Webshop

Hier reicht die Vielfalt von mobilen Displays für Verkäufer über Mobile Payment bis zu smarten Onlinefrontends, die Kunden analysieren, um sie wiederzuerkennen. Services wie Click & Collect sind eine Win-Win-Aktion: Den Kunden verschafft das Angebot die Bequemlichkeit, den Einkauf dem eigenen Terminkalender anzupassen. Darüber hinaus freuen sich Händler, wenn kein anonymer Käufer ins Geschäft spaziert, sondern der Abholer begrüßt und Angebote auf sein Kaufverhalten abgestimmt werden können.

Unified Commerce: Ein Fall für KI und BI

An dieser Stelle übernehmen entweder die künstlichen Intelligenzen oder der kleine Bruder Business Intelligence. Diese Tools aus der Big-Data-Großfamilie werten bis ins kleinste Detail aus, was der Einkauf über das Profil des Kunden, aber auch über bisherige Kaufmuster aussagt. So können zukünftige Handlungen relativ genau prognostiziert werden. Dieser Weitblick macht den Händler wieder ein Stück attraktiver. Alles was in Filialen offline passiert, muss durch passende Onlinedienste wie Mobile POS oder die Mobile App für den Kunden begleitet werden. Anders als mit digitaler Flanke ist Unified Commerce nicht denkbar. Zudem haben sich Online- und Versandhandel schon jetzt als klare Gewinner der Corona-Krise herauskristallisiert. Wer Sieger in 2021 werden will, sollte auf Unified Commerce setzen.

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Unified Commerce: Alexandra Sliwinski
Bild: Comarch

Über die Autorin: Alexandra Sliwinski ist Digitalization Manager bei Comarch. Die Expertin für CRM & Loyalty gewährt in ihrem Podcast Customer Experience & Technology Einblicke in den digitalen Wandel im Retail.


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