Unternehmen setzen 2015 auf neue Funktionen in der Führungsebene

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Chef-Digitalisierer, Cyber-Security-Experten, Innovations-Anführer, Wachstumsmanager und Top-Kräfte für die Steuerung der Abläufe und des Tagesgeschäfts von produzierenden Unternehmen: Diese fünf Funktionen sind es, die deutsche Unternehmen im Jahr 2015 im Top-Management verankern wollen. Das hat eine aktuelle Auswertung von Kunden- und Marktgesprächen der Executive-Search- und Talent-Beratung Korn Ferry ergeben.
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Chef-Digitalisierer, Cyber-Security-Experten, Innovations-Anführer, Wachstumsmanager und Top-Kräfte für die Steuerung der Abläufe und des Tagesgeschäfts von produzierenden Unternehmen: Diese fünf Funktionen sind es, die deutsche Unternehmen im Jahr 2015 im Top-Management verankern wollen. Das hat eine aktuelle Auswertung von Kunden- und Marktgesprächen der Executive-Search- und Talent-Beratung Korn Ferry ergeben.

„Unsere Partner haben ihre Kunden in den vergangenen Wochen immer wieder gezielt befragt, welche Unternehmensbereiche für ihr Geschäft immer wichtiger werden und welche personalstrategischen Lösungen sie dafür anstreben“, sagt Hubertus Graf Douglas (im Bild), Geschäftsführer von Korn Ferry in Deutschland. „Dabei haben sich vor allem fünf neue Funktionen herauskristallisiert, die als entscheidend beschrieben wurden, für die es aber häufig noch keine Verankerung auf der ersten und zweiten Führungsebene mit einem eigenen > Chief Officer < gibt. Diese Lücke wollen viele deutsche Unternehmen jetzt schließen.“

1. Chief Commercial Officer

Die letzten fünf Jahre waren geprägt von Prozessoptimierungen, Einsparungen und Konsolidierung. Viele Unternehmen haben heute die einst angepeilte Größe und Organisationsform erreicht, um nachhaltig profitabel zu wirtschaften. Das führt viele zu der Frage: Wie kann nun wieder geschäftliches Wachstum in den Fokus gerückt werden? Was sind die Produkte, die unsere Konsumenten, morgen und übermorgen verstärkt nachfragen werden? Welche Märkte sind noch nicht ausreichend oder gar nicht erschlossen? Über welche Wege lassen sich welche Kunden- und Zielgruppe erreichen? Gibt es potenzielle  Kundengruppen, die bisher gar nicht als solche erkannt wurden? Die Antworten darauf wird künftig der „Chief Commercial Officer“ geben, der die bisher häufig autonom agierenden Abteilungen wie Vertrieb, Marketing, Produktentwicklung und Kundenservice stärker integriert und mit ganzheitlichem Blick führt. Der Chief Commercial Offier wird nicht nur an aktuellen Verkaufszahlen gemessen. Er ist der wichtigste Kundenversteher des Unternehmens, der weit über kurzfristige Sales-Ziele hinaus denkt und langfristig neue Absatzmärkte entwickelt.

2. Chief Cyber Security Officer

Das Thema „Cyber Sicherheit“ ist durch die intensive mediale Berichterstattung ins öffentliche Bewusst getreten – für die Wirtschaft insbesondere durch den bisher größten bekannten „Hack“ bei einem der bekanntesten Unterhaltungskonzerne der Welt Ende 2014. Drehbücher von Hollywood-Blockbustern sind nach Außen gedrungen, interne Daten wurden gelöscht, Landesgesellschaften wurden infiltriert. Experten sind sich sicher: Angriffe durch das Internet werden weiter zunehmen, Unternehmen werden künftig noch öfter Ziele von Cyber-Dieben und -Terroristen sein. Um sich für dieses Bedrohungsszenario zu rüsten, besetzen heute viele Unternehmen einen eigenen „Chief Cyber Security Officer“. Eine Funktion, die in der Vergangenheit immer wieder vom „Chief Information Officer“ (CIO) oder Chef der allgemeinen Unternehmenssicherheit miterledigt wurde. Noch gibt es in Deutschland nur wenige Experten, die sich auf Prävention, Detektion von Cyber-Angriffen und eine angemessene Reaktion spezialisiert haben. Ein dementsprechend hoher Wettbewerb um die Talente in diesem Bereich ist zu erwarten.

3. Chief Digital Officer

Ob „Internet der Dinge“, Industrie 4.0 oder digitale Dienstleistungen: Die Digitalisierung hat alle Branchen erfasst. Sowohl was ihre Produkte als auch die Produktion dieser angeht. Aktuell kümmern sich in deutschen Unternehmen Manager aus ganz unterschiedlichen Funktionen um Digitalisierungsthemen: Aus dem Marketing, dem Supply-Chain-Management oder – offensichtlich naheliegend – dem IT-Bereich. Allerdings bearbeiten diese Führungskräfte häufig nur einen kleinen Ausschnitt. Nämlich genau den, der ihnen bei der Erfüllung ihrer strategischen und operativen Tätigkeiten hilft, für die sie ursprünglich verantwortlich sind. Die Digitalisierung von Produkten und Prozessen ist jedoch so entscheidend für Unternehmen, dass sie künftig mit einem „Chief Digital Officer“ eine Funktion schaffen werden, die den gesamten Prozess übersieht. Eine große Chance liegt hier vor allem für den bisherigen „Chief Information Officer“ (CIO), der in vielen Unternehmen nach wie vor ausschließlich für ein Funktionieren der IT-Systemlandschaft verantwortlich ist. Aufgrund seiner Technik-Expertise und dem Know-how um die Möglichkeiten der Firmen-IT ist er ein idealer Entwicklungskandidat, insofern er Bereitschaft signalisiert, notwendige Zusatzkompetenzen aufzubauen.

4. Chief Innovation Officer

Analog dem Thema Digitalisierung ist Innovation bis heute etwas, für das Führungskräfte in ihren unterschiedlichen Fachbereichen Verantwortung übernehmen – oder eben nicht. So kann es passieren, dass innovative Produkte auf eine veraltete Produktionslinie treffen, die eine optimale Produktion nicht garantieren kann. Oder dass innovative Service-Inhalte für Produkte entwickelt werden, die der Markt schon längst nicht mehr nachfragt. All das kann für Unternehmen im schlimmsten Fall zu hohen Verlusten führen. Da sich Märkte, Kundennachfrage und technische Möglichkeiten heute immer schneller verändern, versuchen Unternehmen heute das Thema Innovation ganzheitlich zu betrachten und Steuerungsmöglichkeiten seitens der obersten Führungsebene zu entwickeln. Eine Antwort auf segmentierte Innovation ist der „Chief Innovation Officer“, der Innovation in allen Unternehmensbereichen übersieht und pro-aktiv fördert. Er ist wichtiger Sparrings-Partner vor allem auch für den „Chief Commercial Officer“ und den „Chief Digital Officer“.

5. Chief Operating Officer im produzierenden Gewerbe

Sich ständig ändernde technische Anforderungen seitens der Kunden, weltweite Einkaufs- und Absatzmärkte, eine dadurch den Globus umfassende Logistik, dauerhafte Innovationen in Produktionsprozessen und eine zu den Arbeitsprozessen passende IT-Systemlandschaft sind nur einige Herausforderungen, die das Management produzierender Unternehmen heute viel komplexer machen als jemals zuvor. Der notwendige Anteil an dem Verständnis und der Steuerung operativer Prozesse an das Management steigt damit deutlich an. Und das gleichzeitig mit der Zunahme an strategische Fragestellungen zum Beispiel im Bereich Talententwicklung oder internationaler Markenführung. Um sowohl strategischen wie operativen Notwendigkeiten gerecht zu werden, werden künftig besondere produzierende Unternehmen die beiden Bereiche trennen und dezidiert Spezialisten zu „Chief Operating Officers“ benennen. Eine attraktive neue Funktion, bei der Spitzenmanager in der Werkhalle beweisen können, dass sie – bei vorhandener strategischer Kompetenz – auch noch für höhere Weihen geeignet sind.

Korn Ferry ist eine Beratung für Executive Search und Talent Management. Korn Ferry-Berater identifizieren, entwickeln, binden und rekrutieren Talente auf allen Hierarchieebenen für Konzerne und mittelständische Unternehmen seit 1969 – und das weltweit mit über 80 Niederlassungen in 40 Ländern. Schwerpunkte der Beratungstätigkeit sind Executive Search, Board Services, Leadership & Talent Consulting und Recruitment Process Outsourcing (Futurestep). Niederlassungen in Deutschland sind Frankfurt am Main, Düsseldorf und Hamburg.                                

 

 

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