User suchen auf Snapchat keine Nachrichten – Google-Suche ist News-Lieferant Nr. 1

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Umfrage von nextMedia.Hamburg zur drohenden Abkehr von der Medien-Homepage als Nachrichtenquelle
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Wie finden Internet-User Inhalte? Diese Fragen stellen sich derzeit vor allem Medien- und Digitalunternehmen. Eine neue Untersuchung zeigt: Die Google-Suche ist noch vor den Homepages der Medienhäuser der wichtigste Zugriffsort, wenn es um Nachrichteninhalte geht – und das in allen Altersgruppen gleichermaßen. 60 Prozent setzen auf Google, auf die News-Websites geht durchschnittlich gut jeder zweite Deutsche (48 Prozent). Mithilfe von Social Media-Angeboten der Medienhäuser gelangen allerdings auch schon 28 Prozent an Nachrichten; aber gerade die Trend-App Snapchat spielt als News-Lieferant gar keine Rolle. Das geht aus einer repräsentativen Umfrage hervor, die nextMedia.Hamburg, die Standortinitiative für die Medien- und Digitalwirtschaft, veröffentlicht hat.

Auch junge User finden Nachrichten vor allem über Google-Suche

Auf den weiteren Plätzen folgen Hinweise von Freunden und Bekannten auf Social Media-Plattformen (23 Prozent), Messenger-Dienste von Medien (18 Prozent) und Messenger-Nachrichten von Freunden und Bekannten (14 Prozent).

Besonders auffällig mit Blick auf die Altersgruppen: Die Google-Suche ist bei allen beliebt, auch wenn die Ü50-User noch stärker darauf setzen als jene unter 30 Jahren (66 Prozent zu 54 Prozent). Deutlich stärker ist der Unterschied bei den sozialen Netzwerken: Während immerhin 48 Prozent der jungen User (18 bis 29 Jahre) in sozialen Netzwerken auf Nachrichteninhalte von Medien stoßen, sind es unter den 50- bis 60-jährigen gerade mal 18 Prozent.

In sozialen Netzwerken hat Facebook das Nachrichtenmonopol

Danach gefragt, wo User im Social Network vor allem auf Nachrichteninhalte stoßen, nennt fast jeder Zweite Facebook (45 Prozent). YouTube, Google+ und Twitter folgen abgeschlagen mit jeweils unter 10 Prozent. Kaum von Bedeutung sind Instagram und Pinterest mit jeweils einem Prozent. Und Snapchat? Trotz des Discovery-Tools und der verstärkten Aktivitäten, auch deutscher Medien, verbindet niemand die Trend-App mit Nachrichten. Interessante Randnotiz: Bei den 50- bis 60-jährigen wird Google+ mit 14 Prozent noch verhältnismäßig newsaffin wahrgenommen, während bei den jungen 18- bis 29-jährigen nur ein Prozent Google+ nennt.

Gut ein Viertel kennt Instant Articles nicht

Gerade mit Instant Articles will Facebook den mobilen Konsum von Inhalten vereinfachen. Dabei kennen das Angebot 28 Prozent der Befragten, die soziale Medien nutzen, gar nicht; 38 Prozent haben es noch nicht genutzt und nur rund jeder Dritte (34 Prozent) hat schon einmal Instant Articles gelesen – bei den Jüngeren ist es immerhin schon fast jeder Zweite (48 Prozent).

Immerhin 41 Prozent der Befragten, die soziale Medien nutzen, finden es sehr wichtig oder wichtig, dass Nachrichteninhalte plattformspezifisch aufbereitet werden – wie eben mit Instant Articles. Bei den 18- bis 29-jährigen sind es sogar mehr als die Hälfte (52 Prozent).

Durchschnittlich 27 Prozent wünschen sich, dass Medienhäuser den Kontaktweg über Social Media auch weiter ausbauen, um die User zukünftig besser mit Nachrichten zu versorgen. Ähnlich beliebt sind Newsletter per Mail (26 Prozent) und Messenger-Dienste, etwa über WhatsApp (21 Prozent). Spitzenreiter sind jedoch Push-Benachrichtigungen wie Eilmeldungen, bei denen sich knapp ein Drittel (32 Prozent) sogar noch mehr Aktivitäten wünscht.

Der Anbieter von Nachrichten bleibt wichtig

Die Umfrage zeigt zudem, dass Inhalteanbieter wichtig bleiben: Für 63 Prozent der Befragten spielt der Anbieter von Nachrichten eine große oder sehr große Rolle, nur für neun Prozent ist dieser irrelevant.

Klar wird jedoch auch, dass selbst bei den jungen Usern digitale Medieninhalte sowohl stationär als auch mobil rezipiert (43 Prozent) werden, in der Gesamtbevölkerung sind es gar 47 Prozent. Primär mobil nutzt News und Co. bisher nur gut jeder Fünfte.

Zur Umfrage

Statista befragte im Auftrag von nextMedia.Hamburg in einer repräsentativen Online-Befragung im Zeitraum vom 29. März bis 4. April 2016 insgesamt 1000 Internetnutzer zwischen 18 bis 60 Jahren in Deutschland.

(jm)

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