Versicherungsbranche: Chancen und Herausforderungen im Smart-Home-Markt

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on xing
Share on whatsapp
Share on email
Share on print
Smart Home Infografik

Smart Home ist seit Jahren eine Technik, deren Durchbruch für die nahe Zukunft vorausgesagt wird. Durch den Eintritt von internationalen Anbietern im Bereich Internet der Dinge hat der Markt jetzt ein stärkeres Momentum erreicht. Diese Entwicklung stellt ein großes Potenzial für alle Marktteilnehmer dar. Anbieter müssen auf die steigenden und sich wandelnden Anforderungen der Kunden reagieren, die eigene Position bestimmen und die Chancen der Digitalisierung nutzen. In einer Infografik fasst die Managementberatung Mücke, Sturm & Company wichtige Erkenntnisse zum Smart-Home-Markt zusammen und erläutert, welche Chancen und Herausforderungen bestehen.

Starkes Marktwachstum trotz existierender Marktbarrieren

Der Markt für Smart-Home-Lösungen wird in den kommenden Jahren stark wachsen. Mücke, Sturm & Company erwartet, dass bis zum Jahr 2020 ungefähr 5,1 Millionen Haushalte in Deutschland mit einem Smart-Home-System vernetzt sein werden. Treiber für den Markt sind:

  1. eine stärkere Kundenorientierung (Usability; Customer Journey), sodass die Kundenerwartungen und -anforderungen und nicht technische Gestaltungsmöglichkeiten im Zentrum der Produktdefinition stehen;
  2. ein Preisverfall bei den Lösungen, die dadurch für weitere Kundengruppen interessant werden;
  3. die Bereitstellung von Anwendungen, die im täglichen Leben dem Kunden relevant sind und ihm einen hohen Nutzen bringen. Dieses wird durch die Partnerschaften mit innovativen Anbietern aus verschiedenen Branchen (z. B. Weiße Ware, Versicherungen, Heizungen) erreicht.

Obwohl das Interesse an Smart Home groß ist, verhindern die mangelnde Kundenorientierung der Produkte, Bedenken wegen der Sicherheit und der noch hohe Beschaffungspreis den endgültigen Marktdurchbruch. 

 MS&C Smart Home Ecosystem Framework erlaubt Positionierung von Marktteilnehmern

Um die Positionierung von Anbietern und Ökosystemen analysieren und bewerten zu können, hat Mücke, Sturm & Company das Smart Home Ecosystem Framework entwickelt. Auf Basis dieses Modells unterscheidet MS&C zwischen Aggregatoren, die verschiedene Lösungen und Funktionen integrieren, und Anwendungsspezialisten, die einen Anwendungsbereich abdecken und oftmals in die Lösungen von Aggregatoren integriert werden. Abhängig von dieser Positionierung ergeben sich verschiedene Chancen und Herausforderungen für die Marktteilnehmer. Die Wertschöpfung wird hauptsächlich bei den Anwendungsspezialisten liegen, während die Aggregatoren über ein geeignetes Partnermanagement und der Integration von Anwendungsspezialisten eine hohe Innovationskraft aufbauen und erhalten können.

 Trends 

Fast wöchentlich kommen innovative Produkte auf den Smart-Home-Markt – primär durch Anwendungsspezialisten. Um auf die sich ändernden Kundenanforderungen reagieren zu können, stehen Anbieter vor drei Herausforderungen:

  1. Sie müssen sich eindeutig als Aggregator oder Anwendungsspezialist positionieren. Aus der Positionierung ergeben sich Anforderungen an eigene Kompetenzen, wie technische oder fachliche Expertise, Partnermanagement, etc.
  2. Software ist die Basis der Wertschöpfung und der Differenzierung. Hardware (Gateways, Aktoren und Sensoren) sind zunehmend ausschließlich ein Mittel zur Bereitstellung von Funktionen, die durch Software definiert werden.
  3. Nur über Partnerschaften können Anbieter die erforderliche Flexibilität aufbauen und erhalten. Die Anforderungen der Kunden ändern sich im wachsenden und reifenden Markt; die Anbieter müssen darauf reagieren können.

 Insbesondere die Versicherungsbranche kann von Smart Home  profitieren

Smart Home wird zunehmend für die Versicherungsbranche interessant. Die Technik kann dazu beitragen, die Kosten für Hausrat- und Gebäudeversicherungen zu reduzieren,  neue Kommunikations- und Vertriebskanäle zu etablieren und innovative Versicherungsprodukte ermöglichen. Insgesamt rechnet MS&C im Jahr 2020 mit einem potenziellen monetären Vorteil von 340 Millionen Euro für die deutsche Versicherungsbranche. Etwa 80 Millionen Euro können voraussichtlich durch Smart-Home-Systeme vermiedene Schadensfälle eingespart werden. Der größte Vorteil für Versicherungen ergibt sich allerdings durch die Nutzung von Smart Home als zusätzlichen Vertriebskanal. So kann beispielsweise während der Urlaubszeit in Verbindung mit speziellen Smart-Home-Einrichtungen direkt eine Kurzzeitversicherung für die Urlaubszeit abgeschlossen werden.

 Fazit 

Um diese Positionierung zu implementieren und die Digitalisierung wertsteigernd für das eigene Unternehmen einzusetzen, bedarf es einer umfassenden digitalen Strategie, welche den Aufbau sowohl externer als auch interner digitaler Fähigkeiten beinhaltet. Mücke, Sturm & Company verfügt über tiefgreifende Expertise beim Thema „Digitale Transformation“ und begleitet Unternehmen auf ihrem Weg hin zu einem „Digital Master“ mit Hilfe eines wissenschaftlich basierten und praxiserprobten Ansatzes zur digitalen Transformation.

Share on facebook
Facebook
Share on twitter
Twitter
Share on linkedin
LinkedIn
Share on xing
XING
Share on whatsapp
WhatsApp
Share on email
E-Mail
Share on print
Drucken
Werbung

Entdecken Sie weitere Magazine

Schön, dass Sie sich auch für weitere Fachmagazine unseres Verlages interessieren.

Unsere Fachtitel beleuchten viele Aspekte der Digitalen Transformation entlang der Wertschöpfungskette und sprechen damit unterschiedliche Leserzielgruppen an.