Viel Onlineshop, wenig Geld? Das muss ein Shopsystem wirklich können

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Viel Onlineshop, wenig Geld? Das muss ein Shopsystem wirklich können

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Viele Shopsysteme suggerieren den schnellen Erfolg. Einmal aufgesetzt und schon läuft der Laden. Aber ist dem auch wirklich so? Was muss ein Shopsystem eigentlich können? Welche E-Commerce-Software bietet das beste Setup? Fertige Cloud-Lösung oder Individuallösung? Von Stephan Engau
Shopsystem

Quelle: Campaign Creators/Unsplash

Der »Digitalisierungs-Beschleuniger« Corona hat mittlerweile viele stationäre Händler bewegt sich konkret mit dem E-Commerce und einem Shopsystem auseinander zu setzen. Auch, weil Existenzen durch Lockdown & Kontaktbeschränkungen auf dem Spiel standen. Aber auch etablierte E-Marketer arbeiten ständig an der Optimierung ihres Business oder planen neue Shopprojekte. Dabei fällt vielen immer wieder auf: Einen funktionierenden Onlineshop setzt man nicht mal so einfach auf.

Ein Shopsystem muss genau geplant werden

Eine gute Planung ist nämlich ein wichtiger Bestandteil des Projekts Onlineshop, wenn nicht sogar bereits die halbe Miete. Was will ich? Was brauche ich? Welche Ressourcen und Manpower kann ich aufwenden? Was kann ich in Eigenregie leisten und was sollte man vielleicht besser an Profis outsourcen? Eine Idee soll das ganze vereinfachen und den Prozess beschleunigen: Das MVP.

Was ist eigentlich ein »Minimum Viable Product«?

Hinter dem Prinzip MVP steht die Idee, ein Produkt möglichst und ausschließlich mit essentiellen Features zu erstellen. Das Produkt kann dann schnell der Öffentlichkeit (Time-to-Market) bereitgestellt werden. Das Ziel: Die Optimierung des Produkts auf Basis von praktischem Feedback der potentiellen Zielgruppe.

Allerdings darf man das MVP im Fall Onlinehandel nicht mit der Beta-Version eines Webshops oder als kostengünstige Lösung verwechseln. Ein »Minimum Viable Product« weist genau jenen erforderlichen Mindestwert auf, um »lebensfähig« zu sein. So ein Onlineshop muss also erstmal nur die wichtigsten Funktionen erfüllen. Newsletter oder die Integration von weiteren Marketing-Tools sind hierfür nicht zwingend notwendig – und müssen ergo in einer MVP-Version nicht enthalten sein.

Das bedeutet den Onlineshop nur mit den absolut nötigsten Kernfunktionen auszustatten, um kurzfristig Märkte zu erschließen und unter realen Bedingungen zu testen. Ein Minimum-Viable-Product soll hier in der Regel vor allem einfach und schnell aufgesetzt werden. Das minimiert Komplexität sowie die nicht ganz unwichtigen Faktoren Arbeit und Zeit. Potentielle Kunden können so bereits in frühen Phasen der Business-Entwicklung grundlegende Funktionen testen und so die Erfolgschancen der Unternehmung verbessern. Im frühen Stadium kann so rasch und effizient ein wertvolles Feedback der betroffenen Zielgruppe gesammelt werden. Die Insights dienen dann der eigentlichen (Weiter-)Entwicklung der E-Commerce Plattform.

Kein E-Commerce ohne Shopsystem

Das Shopsystem als Basis eines Shops will gut gewählt sein. Im Internet werben viele Anbieter häufig mit den idealen Features für E-Commerce-Einsteiger. Die gestiegenen Anforderungen an Infrastruktur, Leistungsumfang und -fähigkeit sowie die Usability von Webshops erfordern heute allerdings permanente Optimierung. Dabei hängen die Anforderungen an ein Shopsystem von den individuellen Voraussetzungen und Notwendigkeiten des Business-Konzepts ab. Und die verschiedenen Shopsysteme unterscheiden sich in Sachen Features, Interfaces, Applikationen, APIs und Services zum Teil gravierend.

Entscheidend ist für viele dabei – egal ob Einsteiger oder Profi – der Funktionsumfang eines Shopsystems. Also die Bedienbarkeit von Front- und Backend, Produktdarstellung, Mehrsprachigkeit, intelligente Suche, redaktionelle Freiheitsgrade, die SEO-Funktionen, aber auch Punkte wie Personalisierung und Skalierbarkeit.

Welches Shop-Modell darf’s denn nun also sein? Ein einfaches Baukastensystem »Software as a Service« (SaaS) oder doch eher eine »On-Premise« E-Commerce-Komplettlösung? Allein schon die Suche nach dem Richtigen System kann schon überfordern. Auch weil heute unzählige Anbieter auf dem Markt sind. Und die Meisten versprechen totale Kontrolle, flexible Anpassungsmöglichkeiten und nicht zuletzt Erfolg im Onlinehandel. Wichtig ist dabei auch: Einmal ausgewählt, lässt sich das Shopsystem gar nicht mehr so leicht wechseln. Ein Grund mehr, die Planung des Shops neu zu denken.

Warum dann also MVP?

(Online-)Händler und Unternehmen entscheiden sich häufig gleich aus mehreren Gründen für die Implementierung einer MVP-Version.

Schnellere Markteinführung und Kapitalrendite

Das Go-live des Onlineshops kann deutlich schneller realisiert (Vertrieb) und relevante Daten zu Informationen konvertiert werden.

Ideen entwickeln und reflektieren

Ideen, Konzepte, Visionen und Strategien lassen sich noch in der Früh- beziehungsweise Entstehungs- und Entwicklungsphase überprüfen, optimieren oder verwerfen.

Feedback

Kunden können ihre Meinung äußern und Feedback geben. Händler erhalten so wertvolle Informationen zum Shop, Sortiment, zur Entwicklung des E-Commerce-Konzepts und nützlichen Features. Allesamt entscheidende Touchpoints für eine emotionale Customer-Journey und nachhaltige User-Experience.

Kostenoptimierung und reduzierte Implementierungszeit

Anstatt blind zu investieren, skizzieren Feedback und erste Erfahrungen das finale Setup des Shops. So kann durch die Datenanalyse sowie Auswertung des Feedbacks auch die Implementierungszeit möglicherweise verkürzt werden.

Planungsphase entscheidend für den Projekterfolg

Habe ich bereits Manpower in den Bereichen Online Marketing und Entwicklung oder bin ich auf professionelle Unterstützung angewiesen? Die Planungsphase sollte immer mit einem konzentrierten Faktencheck beginnen. Was kann ich in Eigenregie leisten und was sollte man vielleicht besser an eine erfahrene Experten outsourcen?

Die Analyse des Ist-Zustandes ist enorm wichtig. Mit ihr steht und fällt das Projekt. Dieser Prozess stellt die Weichen für die Zukunft des Webshops. Was hier versäumt wird, muss später umständlich und mit viel unnötiger Energie sowie zusätzlichen Kosten aus- und nachgebessert werden. Hier eine kurze Checkliste für den Start:

  • Wie hoch ist das Budget?
  • Wie bin ich als Unternehmen grundsätzlich aufgestellt?
  • Müssen Prozesse gänzlich neu geplant und konzeptioniert werden oder reicht es womöglich schon bereits vorhandene Strukturen und Workflows zu optimieren?
  • Branchen-Expertise: Welches System wird bereits erfolgreich in welcher Branche eingesetzt?

Fazit zum erfolgreichen Shopsystem

Ein erfolgreiches und nachhaltiges Shop-Projekt stampft man nicht über ein Wochenende aus dem Boden. Da braucht es Planung, Zeit, Expertise, Flexibilität und Fehlerkultur. Aber all diese Attribute in einer weltweiten Krise zu entwickeln erscheint unmöglich. Denn die Zeit haben viele Unternehmer nicht. Und vermutlich auch nicht das nötige Kleingeld. Was bleibt also noch übrig vom Versprechen des schnellen Erfolgs?

ShopsystemQuelle: Kosmonaut
Stephan Engau ist einer der beiden Geschäftsführer der E-Commerce-Agentur Kosmonaut.

MVP-Shop-Projekte punkten tatsächlich mit geringen Time-to-Market-Zeiten und sind für viele krisengeschüttelte Unternehmer eine Art digitale Starthilfe: Vergleichsweise überschaubare Kosten und dennoch alle relevante Basisfunktionen für den erfolgreichen Start in den E-Commerce im Angebot. Also viel Shop für wenig Geld. Und das Momentum ist derzeit alles was zählt.

Stephan Engau ist einer der beiden Geschäftsführer der E-Commerce-Agentur Kosmonaut.

Lesen Sie auch: Wie sich das Online-Konsumverhalten in der Covid-19-Pandemie verändert hat

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