Von kostenlos zu kostenpflichtig – eine besonders dreiste Abofalle

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Von kostenlos zu kostenpflichtig – eine besonders dreiste Abofalle

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Opfer einer besonders dreisten Abofalle wurden in diesem Monat User der Online-Plattform fabriken.de.

Wie mehrere betroffene Nutzer OpSec (vormals P4M- Die InternetAgenten) mitteilten, wandelte der Betreiber einst kostenlose Mitgliedschaften für die Nutzung der Seite in kostenpflichtige um, wobei er die Mitglieder lediglich in einem Newsletter darüber informierte. Dies ist jedoch nicht ausreichend, da es für eine Änderung von Teilnahmebedingungen der ausdrücklichen Zustimmung des Kunden bedarf. Daher verliehen die Mitarbeiter von OpSec dem Betreiber der Seite den Negativ-Preis „Das Schwarze Schaf“ für den Monat Mai.

Fabriken.de ist eine Informations- Download- und Kommunikationsplattform rund um die Themen Fabrikverkauf und Outlets. Um die Angebote und Informationen der Seite nutzen zu können, muss man sich jedoch erst einmal anmelden. Bis zum 01.02.2009 war die Mitgliedschaft noch kostenlos, womit die Betreiberfirma auch noch bis Mitte Januar warb. Dann jedoch wandelte sie die kostenlose Mitgliedschaft in eine kostenpflichtige um und gab dies lediglich in einem Newsletter am 14. Januar 2009 (Ausg. 3) bekannt. In diesem wurde den Mitgliedern mitgeteilt, dass die Teilnahmebedingungen geändert würden und sie ab dem ersten Februar sieben Euro pro Monat im Voraus für ein Jahr bei einer Mindestvertragslaufzeit von 24 Monaten zahlen müssten. Sofern man seine Mitgliedschaft nach Erhalt dieser Mitteilung nicht innerhalb von 14 Tagen kündige, werde sie automatisch in eine kostenpflichtige umgewandelt.

Es ist jedoch nicht zulässig, eine kostenlose Mitgliedschaft ohne die ausdrückliche Zustimmung des Kunden in eine kostenpflichtige umzuwandeln. Auch eine nachträgliche Änderung der Allgemeinen Geschäftsbedingungen bedarf einer expliziten Zustimmung des Nutzers. Wie verärgerte User, die nicht gekündigt und nicht bezahlt haben, OpSec mitteilten, erhielten sie mehrere Zahlungsaufforderungen und Drohungen, dass der Betreiber gerichtliche Schritte gegen sie einleiten würde, wenn sie nicht zahlten. Besonders dreist ist, dass ein betroffener Nutzer lediglich den Newsletter abonniert hatte und nun dafür zur Kasse gebeten wird. Da die Mitglieder über die neuen Kosten nur über den Newsletter informiert wurden, liegt der Verdacht nahe, dass der Betreiber die Mitglieder bewusst täuschen wollte, da man davon ausgehen muss, dass nicht alle Nutzer den Newsletter lesen.

„Wir vermuten, dass der Betreiber der Seite fabriken.de User mit einer kostenlosen Mitgliedschaft geködert hat, um sie dann mit einem kostenpflichtigen Abo abzuzocken“, sagt Hubert Neuner, einer der Geschäftsführer von OpSec Security. „Hintergrundinformationen und Ratschläge zu diesem Schwarzen Schaf finden betroffene und interessierte User in verschiedenen Internetforen.“

Um auf unlauteren Handel im Internet und die kriminellen Methoden von Internetbetrügern aufmerksam zu machen und Verbraucher vor den dreistesten Betrügern und Betrugsmaschen im Internet zu warnen, haben die Mitarbeiter von OpSec Security (vormals P4M – Die InternetAgenten) im April 2006 die Initiative „Das Schwarze Schaf“ ins Leben gerufen. Seitdem zeichnen sie monatlich die dreistesten Rechtsverletzungen im Internet mit dem Negativ-Preis „Das Schwarze Schaf“ aus. Dazu wählt OpSec aus allen gemeldeten Fällen von Verbrauchern und Firmen den frechsten Fall aus und ernennt ihn zum „Monatsschaf“. Einmal jährlich ernennt dann eine Jury namhafter Vertreter aus Politik und Wirtschaft aus allen „Monatsschafen“ ein „Jahresschaf“.

Info: http://www.das-schwarze-schaf.com/

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