Warum Logistikimmobilien so wichtig sind

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Zu Recht ist die Systemrelevanz ausgewählter Branchen Gegenstand der öffentlichen Diskussion. Auch Logistikimmobilien nehmen diesen Status ein. Allerdings leidet die Branche derzeit unter Mangel an geeigneten Flächen.
Logistikimmobilien

Quelle: NetVideo/Shutterstock

Normalerweise werden sie kaum wahrgenommen: Logistikimmobilien. Wie ein Uhrwerk funktionieren sie im Hintergrund des Onlineshoppings. Der boomende E-Commerce ist wichtigster Treiber der Logistikbranche. Aber erst ein engmaschiges Netz von Umschlag- und Verteilzentren ermöglicht E-Commerce-Anbietern, ihren Kunden die gewünschte Servicequalität zu bieten.

Logistikimmobilien: Systemrelevant oder nicht?

In der Pandemie wird deutlich, dass unterbrechungsfreie Lieferketten auf der Basis von Logistikzentren noch viel mehr sind als Garanten unseres digitalen Lifestyles. „Logistikimmobilien sind systemrelevant, davon bin ich überzeugt. In der aktuellen Diskussion über die Lehren aus der Krise bleibt ihre Bedeutung jedoch unerwähnt“, erklärt Ingo Steves, Managing Director Nordeuropa von GLP (vormals Gazeley), einem europäischen Entwickler und Investor für Logistikimmobilien. Der akute Flächenmangel für die Errichtung metropolnaher Logistikimmobilien ist aus seiner Sicht besonders problematisch, auch aus kommunaler Perspektive. Doch wie können Kommunen von Logistikansiedlungen profitieren?

Nachhaltiges Wachstum der Logistikbranche

Die Logistikbranche, der drittgrößte Wirtschaftszweig in Deutschland, schafft viele hochwertige Arbeitsplätze, vom Management und Marketing über Robotik und IT bis zu manuellen Tätigkeiten. Anbieter wie GLP (vormals Gazeley) bieten den Entscheidern in Kommunen schlüsselfertige Komplettlösungen, um Logistik­immobilien für ausgewählte Branchen anzusiedeln, darunter E-Commerce, Pharma, Automotive und Kontraktlogistik.

Mit ihren Angeboten tragen die Entwickler dazu bei, den angesichts der Digitalisierung sinnvollen und mancherorts auch drängenden Strukturwandel zu gestalten. Ein neuer Branchenmix entsteht, mit dem Kommunen unabhängiger von neuen Marktanforderungen und Konjunkturschwankungen werden. So kann die Entscheidung für die Ansiedlung einer Logistikimmobilie zur Entscheidung für den zukünftigen Wohlstand der Gemeinde werden – und für nachhaltige Steuereinnahmen. Doch Nachhaltigkeit spielt noch in anderer Hinsicht eine Rolle.

Nachhaltiger Lebensstil

Logistikimmobilien können einen Beitrag zum Klimaschutz ermöglichen, stellt der „Rat der Immobilienweisen“ in seinem „Frühjahrsgutachten Immobilienwirtschaft 2020“ (S. 108). fest. Manche in der Branche möchten weitergehen und die Wirkung der Logistik auf die Umwelt nicht nur reduzieren, sondern sogar umkehren. Dabei setzen sie auf zwei sich ergänzende Faktoren.

Erstens spricht einiges dafür, dass Onlineshopping unter günstigen Bedingungen je nach Konsumententypen und -verhalten einen niedrigeren CO2-Fußabdruck erzeugt, als Einkäufe im Laden. Eine endgültige Bewertung steht noch aus und lässt sich wegen der komplexen Fragestellung vielleicht erst einmal nicht erbringen. Manche Studien der vergangenen Jahre weisen jedoch prinzipiell auf diese Möglichkeit hin.

So etwa Ergebnisse einer Masterarbeit von 2013 mit dem Titel „Environmental Analysis of US Online Shopping“, von der Ecole Polytechnique Fédérale de Lausanne (EPFL) und MIT Center for Transportation & Logistics, Cambridge, USA. Aber auch das Deutsches Clean Tech Institut (DCTI) kommt in der Studie „Klimafreundlich einkaufen – eine vergleichende Betrachtung von Onlinehandel und stationärem Einzelhandel“, von 2015 kommt zu einem ähnlichen Schluss.

Logistikimmobilien für effiziente Lieferketten

Voraussetzung dafür sind jedoch effiziente Lieferketten auf Basis gut positionierter Logistikimmobilien. Je effizienter die Supply Chain, desto umweltfreundlicher der E-Commerce. Außerdem setzen die Entwickler auf grüne Immobilien. Sie reduzieren den Verbrauch von Energie und Wasser in Gebäuden, nutzen natürliches Licht, statten Dächer mit Photovoltaikanlagen aus, verwenden recycelte und recycelbare Baumaterialien, begrünen Flächen mit heimischen Pflanzen oder siedeln Bienenvölker an Logistikimmobilien an.

Neue Maßstäbe setzt beispielsweise ein Logistikpark in Lutterworth im britischen Leicestershire. Hier ist geplant, einen öffentlichen Park von mehr als 70 Hektar anzulegen. Im Herzen dieses Landschaftsparks befindet sich ein verlassenes, denkmalgeschütztes, mittelalterliches Dorf. Es gehört zu einem Waldgebiet, in dem mehr als eine Million Bäume gepflanzt wurden. Trotz aller Vorteile kämpft die Branche weiterhin mit einem überkommenen Image- und akutem Flächenmangel. Doch das könnte sich nun ändern. Die Krise und der Digitalisierungsschub zeigen: Logistikimmobilien stehen für Versorgungssicherheit und leisten einen Beitrag für den nachhaltigen Lebensstil der Zukunft.

Kommentar zu Logistik: Überholspur oder Warteschlange?

Logistikimmobilien GLP
Ingo Steves ist Managing Director Nordeuropa bei GLP.

Wie kein anderes Ereignis wirft die Pandemie ein Schlaglicht auf die Wechselwirkungen in unserer vernetzten Welt. In dieser Welt sind Logistik­immobilien die Eckpfeiler einer systemrelevanten In­frastruktur ebenso wie Straßen oder Flughäfen. Umso unverständlicher ist es, dass die Rolle der Logistik bisher kaum diskutiert wird. Dringend wäre es geboten, das Image von Logistikimmobilien der Wirklichkeit von heute anzupassen. Diskutiert werden müsste vor allem die nachrangige Behandlung von Entwicklern für Logistikimmobilien bei der Zuteilung von Grund­stücken und bei Genehmigungsprozessen.

Wie sollen Online-Händler Versorgungssicherheit gewährleisten und Verbrauchern exzellenten Service bieten, wenn metropolnahe Logistikimmobilien nur mit Zeitverzögerung errichtet werden können, wenn überhaupt?

Die Logistikimmobilienbranche wirkt bereits seit Jahren darauf hin, die akute Flächenknappheit abzumildern. Die Maßnahmen reichen vom intensiven Dialog über weitgefassten Klimaschutz bis zu baulichen Innovationen, etwa der Errichtung doppelstöckiger Gebäude und urbanen Hubs. Hoffen wir, dass unser Wissen um den Wert des E-Commerce seit Pandemie-Beginn das seine tut, um die Flächenknappheit zu verringern.

Lesen Sie auch: Logistikbranche: Zeit für den Imagewechsel

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