Webseitenbetreiber: Wie sie sich vor Cyberangriffen und Malware schützen

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Webseitenbetreiber: Wie sie sich vor Cyberangriffen und Malware schützen

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Dass die Gefahren durch Cyberangriffe, Schadsoftware und Betrugswebseiten ständig zunehmen, ist hinlänglich bekannt. Doch vielen Webseitenbetreibern und Nutzern ist nicht bewusst, dass auch fehlende SSL-Verschlüsselungen, Pflichtangaben oder unzureichender Datenschutz auf Webseiten einen erheblichen Schaden verursachen können.
Webseitenbetreiber
  • Über 1,8 Millionen Webseiten, vor allem von kleineren Betreibern, weisen Mängel bei der Sicherheit auf.
  • Fachverband deutscher Webseiten-Betreiber (FdWB) will Webseitenbetreiber beim Thema Online-Sicherheit sensibilisieren.
  • Die IWTS-Zertifizierung ist das erste umfangreiche Prüfverfahren für Webseiten.

„Dass eine mangelhaft erstellte Webseite gleich drei große Risiken beinhalten kann, war mir so nie bewusst“, erklärt Fabian Fraunhofer von der BWS Fraunhofer GmbH, Sanitär-Heizung-Meisterbetrieb aus Brunnthal bei München. Fraunhofer ergänzt: „Wir legen in allen Bereichen unseres Unternehmens großen Wert auf Sicherheit. Die Anpassung unserer Webseite an den IWTS-Standard (International Website Trust Standard) hat uns nun auch die Sicherheit gegeben, dass diese den sicherheitsrelevanten und rechtlichen Anforderungen entspricht.“

Webseitenbetreiber stehen vielfältigen Risiken gegenüber

Über 1,8 Millionen Webseiten, von zumeist kleineren Betreibern, beinhalten Mängel. Die Gefahren sind vielschichtig und betreffen sowohl Webseitenbetreiber als auch Endverbraucher. „Abmahnungen, eine Aussperrung aus dem Browser oder sogar der Verlust der ganzen Webseite sind Risiken für Webseitenbetreiber, wenn rechtliche oder sicherheitsrelevante Vorgaben nicht erfüllt werden. Endverbraucher sind ebenfalls Gefährdungen ausgesetzt und können Opfer von Datenmissbrauch, Phishing oder Betrug werden”, erklärt Michael Turko, Geschäftsführer des Fachverbands deutscher Webseiten-Betreiber (FdWB).

„Wir wollen für das Thema Webseitensicherheit intensiv sensibilisieren. Jetzt können Webseitenbetreiber mit dem IWTS-Standard selbst kontrollieren, ob wichtige Anforderungen an ihre Webseiten erfüllt werden und, falls nicht, diese anpassen”, so Turko weiter. Wer alle Anforderungen an eine Webseite erfüllen möchte sowie Nutzern mit einem Sicherheitssiegel zeigen möchte, dass die Webseite sicher ist, kann eine IWTS-Zertifizierung für Webseiten absolvieren.

„Die IWTS-Zertifizierung ist das erste umfangreiche Prüfverfahren, das von einer unabhängigen, staatlich akkreditierten Zertifizierungsstelle durchgeführt wird“, erklärt Dr. habil. Rainer Friedel, Geschäftsführer der Control Union Academy, der den neuen Standard mitentwickelt hat.

Webseitenbetreiber: kostenfreie Informationen und Beratung

Der FdWB unterstützt Webseitenbetreiber auf verständliche Weise, das moderne Internet und die Vielzahl von Anforderungen zu verstehen. Das fördert der Fachverband durch Maßnahmen wie kostenfreie Informationen, Beratung und, bei Bedarf, eine Vermittlung an geeignete IT-Dienstleister. Damit leistet der FdWB eine wichtige Hilfestellung zum Verständnis von komplexem Fachwissen für die Bereiche Internet und Webseiten.

WebseitenbetreiberQuelle: obs/FdWB
Der Fachverband deutscher Webseiten-Betreiber bietet die IWTS-Zertifizierung an.

„Wir haben über 1.000 Webseiten für statistische Erfassungen gesichtet. Die meisten Mängel mit hohem Abmahnpotential treten durch fehlerhafte SSL-Zertifikate, unzureichende Cookie-Hinweise sowie Ausführungsvorschriften in Bezug auf Inhaberschaft und DSGVO auf. Bei einem Sichtungszyklus der statistischen Erfassung im Dezember 2019 waren einmal sogar 16 von 25 Webseiten ohne ein SSL-Zertifikat“, berichtet Holger Harte, Geschäftsführer des FdWB.

Es besteht großer Handlungsbedarf, um mehr Sicherheit im Internet zu schaffen. Der FdWB hat mit dem IWTS-Standard folgendes Motto für 2020 ausgerufen: „Zeige, dass Deine Webseite sicher ist!“

Lesen Sie auch: Datenschutz: 3 IT-Sicherheits-Prognosen für das Jahr 2020

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