21.12.2022 – Kategorie: Handel

Weihnachtsfest: Krisen verstärken Wunsch nach traditionellem Fest

Quelle: NDABCREATIVITY - Adobe Stoc

Laut einer Befragung der Internationalen Hochschule (IU) ist vielen Menschen durch die aktuellen Krisen das Weihnachtsfest wichtiger als sonst. Fast die Hälfte möchte an Weihnachten mehr Zeit mit der Familie verbringen.

  • Laut einer Umfrage der IU Internationalen Hochschule ist vielen Menschen die gemeinsame Zeit an Weihnachten durch die aktuellen Krisen wichtiger als sonst.  
  • Fast die Hälfte der Befragten möchte an Weihnachten 2022 mehr Zeit mit Familie und Freunden verbringen. Besonders ausgeprägt ist dieser Wunsch unter den 16- bis 25-Jährigen.
  • Trotz des Kriegs in der Ukraine und der anderen Krisen wollen sich die meisten Verbraucher bei der Weihnachtsdekoration nicht zurückhalten.

Mehr als drei Viertel der Befragten (76,8 Prozent) ist das Weihnachtsfest wichtig. Für 89,2 Prozent der Befragten bedeutet es, Zeit mit Familie und Freunden zu verbringen.  Die aktuellen Krisen wie Corona, Inflation, Energiekrise oder der Ukraine-Krieg ändern für viele also nichts an der Weihnachtsstimmung.  Zu diesem Ergebnis kommt die aktuelle Kurzstudie der IU Internationalen Hochschule (IU) „Weihnachtsbarometer: Wie wird 2022 trotz Krisen gefeiert?“.

Für 31,2 Prozent der Befragten spielt das Weihnachtsfest in diesem Jahr sogar eine größere Rolle als sonst. Und 46,7 Prozent der Befragten möchten dieses Jahr an Weihnachten mehr Zeit im Kreise der Liebsten verbringen. Letzteres gilt vor allem für die Generation Z. Unter den Befragten in der Altersgruppe der 16- bis 25-Jährigen will mehr als die Hälfte (55 Prozent) Weihnachten vermehrt mit Familie und Freunden feiern. Ähnlich sieht es bei der Generation Y aus. Unter den 26- bis 40-Jährigen wollen dies 52 Prozent der Befragten verstärkt tun. Zum Vergleich: Von den Personen zwischen 41 und 55 Jahren (Generation X) beziehungsweise 56 und 65 Jahren (Baby-Boomer) möchten das nur 40,9 bzw. 41,9 Prozent.

Weihnachtsfest
46,7 Prozent der Befragten möchten das Weihnachtsfest 2022 mehr Zeit mit Familie und Freunden verbringen. (Grafik: IU Internationalen Hochschule)

Weihnachtsfest: Menschen wollen ihre Freiheiten zurückhaben

„Für viele Befragte ist Weihnachten in diesem Jahr aufgrund der Krisen noch wichtiger geworden. Dies lässt sich mit dem Reaktanzeffekt – einer Jetzt erst recht-Reaktion – erklären. Den Menschen wurden während der Corona-Pandemie und aktuell aufgrund der hohen Inflation viele Freiheiten genommen. Diese Freiheiten wollen sie sich zurückerobern. Das äußert sich in unserer Umfrage dadurch, dass sich viele ihr Weihnachtsfest nicht nehmen lassen wollen und das Fest zum Teil noch intensiver feiern“, sagt Professorin Dr. Julia Pitters, Leiterin des Studiengangs Wirtschaftspsychologie an der IU Internationalen Hochschule (IU).

IU Julia Pitters
Professorin Dr. Julia Pitters ist Leiterin des Studiengangs Wirtschaftspsychologie an der IU Internationalen Hochschule. (Bild: IU Internationalen Hochschule)

In einigen Bereichen wird wie üblich gefeiert, in anderen eingeschränkt

Die ungebrochene oder sogar verstärkte Feierlaune macht sich zum Teil in Bereichen bemerkbar, die mit dem Weihnachtsfest zusammenhängen. So dekorieren 73,2 Prozent der Befragten ihr Heim zu Weihnachten so wie üblich. Und 72,3 Prozent nehmen unverändert an Weihnachtsveranstaltungen mit Familie und Freunden teil. Teilweise Zurückhaltung macht sich im Krisenjahr 2022 bei der Weihnachtsbeleuchtung bemerkbar: 36 Prozent der Befragten beleuchten weniger als üblich ihr Heim, Garten oder Balkon zu Weihnachten. 26,0 Prozent besuchen Weihnachtsmärkte weniger als üblich und 26,5 kaufen weniger Weihnachtsgeschenke. Nachhaltigkeit spielt für einige ebenfalls eine Rolle: 18,8 Prozent der Befragten setzen bei dem diesjährigen Weihnachtsfest mehr als sonst auf selbst gemachte Weihnachtsgeschenke.

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Diese Einschränkungen planen Befragte zum Weihnachtsfest 2022. (Grafik: IU Internationalen Hochschule)

Jedem sechsten Verbraucher ist 2022 nicht zum Feiern zumute

Wenn sich eingeschränkt wird, geht es bei der Frage nach den Gründen hierfür für deutlich mehr als die Hälfte um die Finanzen. 58,4 Prozent müssen an Weihnachten auf das Geld achten. Etwas mehr als ein Drittel (34,4 Prozent) möchte außerdem Geld zurücklegen. Weniger Konsum und mehr Nachhaltigkeit werden von einem Drittel (35,5 Prozent) bzw. einem Viertel (25,5 Prozent) als Gründe genannt, weshalb man sich einschränke.  Jedem sechsten Befragten (16,9) Prozent ist aufgrund der aktuellen Krisen und des Krieges nicht zu Feiern zumute.

Für die Studie „Weihnachtsbarometer: Wie wird 2022 trotz Krisen gefeiert?“ der IU Internationalen Hochschule wurden im Zeitraum vom 11. bis 14. November 2022 insgesamt 1.204 Befragte zwischen 16 und 65 Jahren, repräsentativ nach Alter und Geschlecht befragt. Mit über 100.000 Studierenden ist die IU Internationale Hochschule (IU) die größte Hochschule in Deutschland. Die private und staatlich anerkannte Bildungseinrichtung mit Hauptsitz in Erfurt versammelt unter ihrem Dach mehr als 200 Studienprogramme im Bachelor- und Masterbereich, die in deutscher oder englischer Sprache angeboten werden. Studierende können zwischen dualem Studium, Fernstudium und myStudium wählen. (sg)

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