06.10.2021 – Kategorie: eCommerce

Weihnachtsgeschäft 2021: So bereiten sich Onlinehändler optimal darauf vor

Weihnachtsgeschäft GutscheinkartenQuelle: iravgustin/Shutterstock

Der Onlinehandel bricht derzeit alle Rekorde. Für das Jahr 2021 erwartet der Handelsverband Deutschland (HDE) einen Gesamtumsatz in Höhe von 85 Milliarden Euro – rund 17 Prozent Zuwachs im Vergleich zum Vorjahr. Wie sich Online-Händler auf das kommende Weihnachtsgeschäft vorbereiten, zeigt ein Whitepaper von Smarketer.

  • Angesichts des aktuellen Booms im Onlinehandel bleibt Suchmaschinenwerbung ein Schlüsselelement, um Kaufentscheidungen zu beeinflussen.
  • Neben dem Black Friday wird der Singles Day zum wichtigen Shopping-Event in diesem Jahr. Dabei sind Kunden affin für Aktionen rund um Nachhaltigkeit und bewussten Konsum.
  • Smarketer zeigt in einem neuen Whitepaper, wie sich Händler optimal auf das Geschäft im vierten Quartal vorbereiten können. 

Ob es E-Commerce-Playern gelingt, überdurchschnittlich zu wachsen, hängt davon ab, wie gut es die Händler schaffen, ihre Marketingstrategie an das sich wandelnde Kaufverhalten der Kunden anzupassen. Auch wenn Suchmaschinenwerbung hier ein Schlüsselfaktor bleibt: Um die Aufmerksamkeit der Kunden zu erzielen und deren Kaufentscheidungen zu beeinflussen, profitieren die verschiedenen Branchen in unterschiedlichem Maß von dem Weihnachtsgeschäft.

Die Google-Ads-Spezialisten von Smarketer haben jetzt als größte Google-Ads Agentur in der DACH-Region einen umfangreichen Guide mit den wichtigsten Fakten und Zahlen zum Thema herausgebracht. Dieser zeigt unter dem Titel „Endspurt 2021 – So bereiten Sie sich auf das stärkste Quartal vor“ Händlern auf, wie sie das spezielle Momentum, das der Onlinehandel aktuell bietet, für sich optimal nutzen können.

Weihnachtsgeschäft Smarketer
70 Prozent der Online-Shopper entdecken neue Marken und Produkte in Suchmaschinen. (Grafik: Smarketer)

Weihnachtsgeschäft beginnt bereits vor dem Black Friday

Bedenken sollten Händler beispielsweise, dass das vierte Quartal weit mehr ist als das traditionelle Vorweihnachtsgeschäft. Dass der Black Friday und die Cyber Week rund um das US-amerikanische Thanksgiving inzwischen auch im deutschen E-Commerce einen wichtigen Stellenwert haben, dürfte sich herumgesprochen haben. Doch die Online Marketing-Experten von Smarketer haben außerdem analysiert, dass sich der aus China stammende Singles Day am 11. November hervorragend als Generalprobe für Marketingkampagnen eignet. Händler können diesen Umsatz-Boost mitnehmen und dabei Erfahrungswerte für die folgenden Wochen sammeln. 

Auch hat sich gezeigt, dass Kunden nicht erst am Black Friday selbst, sondern bereits in der Woche davor vermehrt auf der Suche nach Schnäppchen und Sonderangeboten sind. 83 Prozent Umsatzwachstum im Vergleich zum Vorjahr beobachteten Marketingexperten hier 2020. „Wir raten daher unseren Kunden, schon im Vorfeld mit einem Countdown auf ihre eigentliche Black-Friday-Aktion aufmerksam zu machen oder den Aktionszeitraum schon einige Tage früher zu starten“, erklärt Eric Hinzpeter, Content-Marketing-Experte von Smarketer. Onlinehändler sollten ihre Peak-Strategie sorgsam planen und auf datenbasierte Smart-Bidding-Strategien setzen. 

Weihnachtsgeschäft: Gezielte Ansprache von Omnichannel-Käufern

Unabhängig von Timing führt die gezielte Ansprache von Omnichannel-Käufern zu  höheren Erträgen, da diese mehr einkaufen und ausgeben. Kunden, die mehr als fünf  Kanäle nutzen, kaufen im Schnitt 3,4 Mal so oft und geben dabei das 1,6-Fache dessen aus, was Verbraucher, die nur ein oder zwei Kanäle verwenden, konsumieren. Dabei wird der mobile Kanal für die Werbung und Kaufvorgänge immer wichtiger. 55 Prozent der Online-Einkäufe werden über ein Smartphone getätigt und 40 Prozent der mobilen Käufe per App durchgeführt. Rund jede(r) Dritte (32 Prozent) sieht dabei die Möglichkeit zum Einkaufe per Mobilgerät als sehr wichtig an.

„Der erste Eindruck zählt hier. Eine Geschwindigkeitsoptimierung Ihrer mobilen Website trägt ebenso zum guten Einkaufserlebnis bei wie Verbesserungen in der User Experience. Nutzer können so nahtlos navigieren und alle relevanten Aktionen ausführen“, erläutert Eric Hinzpeter. Zudem sollten Online-Händler die Individualität ihrer Kunden berücksichtigen und ein personalisiertes Erlebnis mit Hilfe von App Deep Linking schaffen. 

Verändertes Kaufverhalten: Fokus auf Nachhaltigkeit

Gerade durch die allgemeine Diskussion um den Klimawandel spielen für immer mehr Menschen Nachhaltigkeit und bewussterer Konsum eine entscheidende Rolle. Sechs von zehn Kund:innen achten bei der Auswahl von Produkten auf umweltrelevante und gesellschaftliche Kriterien, 41 Prozent wünschen sich mehr CO2-Vermeidung und 56 Prozent der Verbraucher:innen wissen eine umweltfreundliche Verpackung zu schätzen.

„Online-Händler, denen oftmals ja selbst Umweltthemen am Herzen liegen, können ihr Engagement dokumentieren, indem sie zum Beispiel den Black Friday oder einen anderen Tag zum Green oder Fair Friday erklären. Und einen vorgegebenen Prozentsatz des Umsatzes an eine entsprechende Organisation spenden oder pro ausgelieferte Bestellung einen Baum pflanzen“, erklärt Eric Hinzpeter. Unter dem Motto „Reuse, reduce, recycle“ findet zudem seit 2017 am Montag vor Black Friday der „Circular Monday“ statt. Dies ist ein Aktionstag, an dem viele Onlinehändler auf die Vorteile der Kreislaufwirtschaft aufmerksam machen. Zudem bieten sie beispielsweise einen Discount auf Retourenware oder Second-Hand-Produkte an.

Weihnachtsgeschäft Smarketer
Erkenntnisse aus dem Weihnachtsgeschäft 2020. (Grafik: Smarketer)

Mit CRM-Daten Wirkung von Onlinemedien bewerten

Insgesamt hat die besondere Situation der Pandemie dazu beigetragen, dass die verschiedenen Verkaufskanäle weiter verschmelzen. So werden 54 Prozent der Offline-Käufe in Geschäften bereits von Online-Aktivitäten beeinflusst. Zum einen verbringen 75 Prozent der Kunden weniger Zeit, um sich vor Ort im Laden umzuschauen und immerhin 30 Prozent planen ihre Ladenbesuche intensiver. Händler können dem begegnen, indem sie mit Hilfe von Local Ads-Formaten Klarheit über die Verfügbarkeit von Produkten schaffen. 

Außerdem lassen sich CRM-Daten verwenden, um die Wirkung von Onlinemedien (Suche, Shopping und YouTube) zu bewerten. Dadurch werden Google-Ads-Klicks mit Offline-Kaufverhalten abgeglichen. „Marketer:innen können ihren ROI über sämtliche Touchpoints der Customer Journey optimieren und die Anzahl der Filialbesuche steigern“, erklärt Experte Hinzpeter. Insbesondere Smart Bidding nutzt auf Basis von Machine Learning sämtliche relevanten Schlüsselsignale. Hierzu gehören Gerät, Standort und Tageszeit, um die Leistung für jede einzelne Auktion vorherzusagen. Marketingverantwortliche sparen so Zeit und nutzen ihre Media-Budgets optimal aus.“

Das 30-seitige Whitepaper kann hier kostenlos heruntergeladen werden. Die 2011 gegründete Google Ads-Agentur Smarketer unterstützt mit 200 Mitarbeitern rund 900 Kunden aus verschiedenen Branchen beim digitalen Wachstum. Die Agentur zählt zu den wichtigsten Partnern von Google und Microsoft in Europa und pflegt mit beiden Unternehmen engen Austausch.

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