Wenn Datendiebe Bots auf Onlineshops hetzen

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Wenn Datendiebe Bots auf Onlineshops hetzen

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In der Corona-Pandemie kaufen viele Menschen verstärkt online ein. Das ist eine Chance für Onlineshop-Betreiber, neue Kunden anzuziehen. Vielleicht auch solche, die bisher nicht zu den typischen Online-Shoppern gehörten. Der Onlineshopping-Boom bringt aber auch Datendiebe auf den Plan.

Quelle: Pexels

Aufgrund der Corona-Pandemie kaufen viele Menschen verstärkt online ein. Das ist eine Chance für Onlineshop-Betreiber, neue Kunden zu gewinnen. Vielleicht auch solche, die bisher nicht zu den typischen Online-Shoppern gehörten. Der Onlineshopping-Boom bringt aber auch Datendiebe auf den Plan. Was Webshop-Betreiber dagegen tun können.

Diese Betrugstaktiken, schädigen Online-Shops

Datendiebe sind raffiniert. Sie nutzen schädliche Bots, die mit einer Vielzahl an Methoden Web-Shops attackieren. Dabei haben sie unterschiedliche Bereiche in der E-Commerce-Experience im Visier. Jede dieser Betrugstaktiken ist für Online-Händler bedrohlich. Vor allem, wenn sie in verkaufsstarken Zeiträumen wie etwa dem Jahresendgeschäfts stattfinden.

Die Angriffe der Datendiebe zielen grob auf diese drei Bereiche ab:

  • Lagerbestand und Logistik
  • Webanwendungen, Benutzerkonten und E-Commerce-Module
  • Retail-Marketers und Marketing-Technology-Stack

Die Schäden, die Datendiebe mit Bots verursachen, hängen stark von der Art des Angriffs ab. Manche Attacken zielen hauptsächlich auf das Budget einer Organisation ab. Sie schaden dem Händler finanziell. Andere Bots verursachen nachhaltige Reputationsschäden.

Datendiebe sind kreativ

Um an Daten herauszukommen, wenden Hacker eine Vielzahl von Methoden an. Eine besonders heimtückische Vorgehensweise ist, falsche Kundenkunden von bösartigen Bots eröffnen zu lassen. Dabei sieht es so aus, als hätte der Käufer selbst beim Händler den Account eröffnet. Deshalb ist es immer wieder wichtig, auch Kunden auf Datenschutz aufmerksam zu machen. Denn nach wie vor befolgen viele User die Empfehlungen nicht und bieten Datendieben und Betrügern ein ideales Umfeld.

Der Begriff “Account-Übernahme” beschreibt verschiedene Angriffsmethoden, die alle das gleiche Ziel verfolgen: den vollständigen Zugriff auf das Konto des Kunden. Alle vorhandenen Daten – einschließlich Kreditkarten und anderer Zahlungsinformationen werden für betrügerische Aktivitäten genutzt. Anschließend verkaufen Cyberkriminelle die Daten im Darknet. Selbst, wenn Kunden nachlässig in puncto Datensicherheit agiert haben. Der Händler muss in der Regel für den Schaden gerade stehen. Datenhygiene beeinflusst die Reputation eines Händlers entscheidend.

Eine andere Taktik ist, Fake-Konten automatisiert durch bösartige Bots anzulegen. Allein der Vorteil, den sich Cyberkriminelle bei limitierten Angeboten durch Tausende gefälschter Konten verschaffen können, ist enorm. Werden Weiterempfehlungen mit Preisnachlass durch Gutscheincodes belohnt, geht Marge verloren.

Risken für Lagerbestand und Logistik

Jeder kennt den Ansturm bei einem Verkaufsstart. Oder hat das Gerangel um Tickets, limitierte Merchandise-Artikel erlebt – besonders an Aktionstagen wie etwa Black Friday. Bevor echte Käufer überhaupt zum Zug kommen, schlagen Bots zu. Dadurch reduzieren sie den Lagerbestand. Im Anschluss sind die Artikel zu einem erheblich höheren Preis auf den Verkaufsseiten von Drittanbietern erhältlich.

Das Frustrierende bei Inventarbetrug ist. Nicht Datendiebe und Betrüger werden für diese Situation verantwortlich gemacht – sondern der Online-Händler. So kann eine positive Stimmung bei Kunden schnell kippen und ins Negative umschlagen. Vor allem dann, dann ein Käufer den gewünschten Artikel nicht mehr kaufen kann.

In solchen Situationen ist es für Online-Händler schwierig auf Kundenanfragen nach Verfügbarkeit und Lagerbestand zeitnah zu reagieren. Der Grund: Die Bot-Einkäufen lasten Logistik und Supply Chain Management komplett aus.

Risiken für Marketers

Im Einzelhandel bildet E-Mail-Marketing das Herzstück der Kundenkommunikation. Newsletter, Sonderangebote, Prämienprogramme – die Liste ist lang. E-Mail-Marketing ist nach wie vor die effektivste und kostengünstigste Werbeform für den Einzelhandel. Aber auch hier treiben Datendiebe ihr Unwesen.

Bots finden ihren Weg in die Marketing- und Werbedatenbanken, indem sie selbsttätig Web-Formulare ausfüllen. Datenmüll im E-Mail-Marketing-System ist nicht nur lästig. Sondern eine echte Gefahr. Dabei ist es für Werbetreibende wichtig, dass die E-Mails zustellbar sind und die E-Mail-Adressen echten Personen gehören. Ist das nicht der Fall, fressen Bots das Anzeigenbudget auf. Die Auswirkungen: Die Leistungsmetriken des Retargetings werden verfälscht.

Bots bekommen menschliche Eigenschaften

Durch die mobilen Geräte, die jeder von uns tagtäglich nutzt, können Bots immer mehr typisch menschliche Eigenschaften übernehmen. Dadurch werden sie immer raffinierter und gefährlicher.

Noch lässt sich der Kampf gegen bösartige Bots und ihre Angriffsmethoden gewinnen. Dafür braucht es eine Technologie, die den Blick auf verhaltens- und kontextbezogene Signale richtet. Bots senden sie von den Geräten aus, auf denen sie sich befinden und verraten sich damit. Oft sind die Signale zwar sehr subtil. Aber sie ermöglichen zwischen Bot or Not zu unterscheiden.

Über den Autor: Adam Sell ist Director of Digital Marketing bei White Ops.

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Larissa
Larissa
22. Februar 2021 12:59

Im Endeffekt schadet das nicht nur den Shops sondern auch allen anderen Partnern wie z.B. seriösen Anbietern von Gutscheinen, Affiliate Netzwerken und co.

Last edited 2 Monate zuvor by Larissa

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