Re-Commerce: Wie der Handel mit Restposten den Trend zur Nachhaltigkeit unterstützt

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Re-Commerce – der Handel mit Restposten – erlebt derzeit einen Boom. Was vormals eher mit Discountern und Ein-Euro-Shops assoziiert wurde, findet sich heute bei großen E-Commerce-Plattformen und Start-up-Portalen. Welche Herausforderungen Unternehmer in der aktuellen Marktsituation beachten sollten.
Re-Commerce Beluga

Quelle: BuyBay

Der Handel mit Rest- und Sonderposten sowie Retouren, auch Re-Commerce genannt, verzeichnet derzeit ein starkes Wachstum. Die Endkunden profitieren nicht nur von günstigen Preisen, sondern suchen laut einer aktuellen Studie von BuyBay sogar immer öfter gezielt nach Produkten, die der „Wegwerfgesellschaft“ entgegenwirken und für mehr Nachhaltigkeit stehen. Durch die neue Marktsituation ergeben sich aber auch neue Herausforderungen für Unternehmer in diesem Bereich. Spezialisierte B2B-Auktionsplattformen für den Verkauf von Restbeständen und Retouren eröffnen neue Möglichkeiten für die Suche nach Waren und den Ankauf von Waren. Welche Kriterien Unternehmen und Händler bei der Plattformwahl beachten sollten.

Re-Commerce: Ohne Startkapital zum Geschäftserfolg

Mit Restposten zum Erfolg? Für den Geschäftsansatz Re-Commerce gibt es immer mehr Beispiele. Einige der erfolgreichen Start-ups wurden bereits als Gegenentwurf zum Investoren-Ansatz wie „Höhle der Löwen“ vorgestellt. Denn der Handel mit Retouren, Überproduktionen, Rest- und Sonderposten ermöglicht es Unternehmern, auch ohne großes Startkapital ein erfolgreiches Geschäft aufzubauen. Das Geschäftsmodell liegt dabei voll im Trend zu mehr Nachhaltigkeit.

Das Markt- und Meinungsforschungsinstitut YouGov berichtete kürzlich, dass knapp 20 Millionen deutsche Konsumenten angeben, lieber Second-Hand-Ware als Neues zu kaufen. Was als Bewegung gegen „Fast Fashion“ in der Textilindustrie anfing, hat mittlerweile viele weitere Marktsegmente erreicht. B-Waren wie Möbel, Haushalts- oder Elektrogeräte ermöglichen sehr gute Gewinnspannen für Händler und attraktive Preisvorteile für Konsumenten.

Starker Wettbewerb stellt Händler vor neue Herausforderungen

Ging es früher beim Sonder- und Restpostenhandel vor allem um den Preis und um Stückzahlen, so gewinnt heute die Art der angebotenen Artikel immer stärker an Bedeutung. Die Nachfrage nach Qualität und Markennamen steigt, und die zunehmende Wettbewerbssituation stellt sowohl etablierte als auch neue Händler vor neue Herausforderungen.

„Die größere Konkurrenz, ein schneller Wertverfall vieler Warengruppen, Kostendruck und kleinere Margen sorgen dafür, dass die Händler ihr Einkaufsverhalten verändern und keine so hohe Risikobereitschaft wie früher haben. Viele Händler suchen daher nach neuen Wegen, um die passenden Waren zum richtigen Zeitpunkt, in der richtigen Menge und Qualität ohne hohen Aufwand aufkaufen zu können“, erklärt Sara de Haan, Business Innovation Manager bei BuyBay.

Re-Commerce mit Auktionsplattformen: Wichtige Auswahlkriterien

War bisher ein eigenes Netzwerk mit Kontakten zu Firmen, die Restposten abgeben, das wichtigste Kriterium in diesem Geschäft, ist der Markt heute so schnelllebig, dass es selbst etablierten Händlern oft nicht möglich ist, nur über persönliche Kontakte schnell genug geeignete Ware zu akquirieren. Für Neueinsteiger im Re-Commerce ist dies natürlich noch schwieriger.

Re-Commerce BuyBay
Re-Commerce bietet Unternehmern eine Monedarisierung durch Zweitverwertung an. (Grafik: BuyBay)

Ein besonders wichtiger Beitrag, den sogenannte Re-Commerce Broker hier leisten können, ist der Zugang zu bekannten Marken oder Großhändlern, die nicht auf individuelle Anfragen Tausender großer und kleiner Käufer reagieren können. Auktionsplattformen, die sich auf den Verkauf von Restbeständen und zurückgegebenen Produkten von großen Onlinehändlern und Webshops konzentrieren, bieten hier eine zeitgemäße Ergänzung. Unternehmer sollten bei der Wahl der Plattform folgende Kriterien beachten:

  • Das Sortiment: Einer der ersten Schritte bei der Plattformwahl ist das passende Sortiment. Neben spezialisierten Anbietern bieten große Auktionsplattformen ein umfangreiches Angebot unterschiedlicher Warengruppen – von Elektronik über Haushaltsgegenstände bis hin zu Spielzeug und Büromaterial.
  • Abgabemengen: Es empfiehlt sich außerdem zu prüfen, in welchen Mengen Waren abgegeben werden. Nicht für jeden Käufer ist das früher übliche „je größer die Menge, desto besser der Preis“ der passende Weg.
  • Loszusammenstellung: Neben Paletten mit großen Restbestandmengen eines Produkts bieten moderne Portale auch Paletten mit gemischten Produkten an, die sich optimal für Einzelhändler, Onlinehändler und B2B-Unternehmen eignen.
  • Matching von Produkten und Käufern: Einige Plattformen stellen auch gezielt Paletten mit Produkten oder Produktkombinationen zusammen, die den Profilen ihrer Käufer entsprechen. Der Vorteil: Käufer müssen nicht wie in bisher vielen Fällen Mischpaletten kaufen, bei denen sie 40 Prozent der Waren nicht gebrauchen können und diese sogar wegwerfen.
  • Zustand der Waren: Neben neuwertigen Waren sind in einigen Artikelsegmenten auch Produkte mit Mängeln von großem Interesse. Haushaltgeräte oder Elektronik mit leichten Schäden, die die Funktion nicht beeinträchtigen, versprechen beispielsweise eine besonders gute Kosten-Nutzen-Ratio.
  • Detaillierte Warenspezifikationen: Eine transparente Beschreibung der Artikel ist ohnehin ein wichtiges Kriterium für Käufer. Bei B-Waren ist es umso wichtiger, dass alle Mängel und Produktspezifikationen transparent dokumentiert werden. Idealerweise sollte diese Beschreibung Bilder enthalten, die die Mängel genau zeigen.
  • Zusätzliche Intelligenz zur Artikelbewertung: Es ist für Wiederverkäufer äußerst wichtig, einen Artikel richtig einzuschätzen. Neben Erfahrung im Umgang mit Aktionsartikeln können auch die in Auktionsportalen zur Verfügung gestellten Informationen dabei helfen, Artikel richtig zu bewerten.
  • 24/7 Verfügbarkeit: Idealerweise sollte die Plattform rund um die Uhr Einblick in die verfügbaren Lagerbestände bieten.
  • Transparente Geschäftsbedingungen und persönlicher Support: ein wichtiger Aspekt für viele Käufer sind auch die genauen Bedingungen für jeden Warenkauf. Gerade Markenhersteller belegen ihre Retouren, Restposten und B-Waren häufig mit speziellen Bedingungen, wie und wo diese Produkte erneut in den Verkauf gebracht werden dürfen, beispielsweis nur außerhalb eines bestimmten Landes oder einer Region. Verstöße gegen diese Auflagen, können in empfindlichen Strafen resultieren. Neben der transparenten Darstellung dieser Geschäftsbedingungen sollte auch ein Service Team für individuelle Nachfragen zur Verfügung stehen.
BuyBay Sara de Haan
Sara de Haan ist Business Innovation Manager bei BuyBay.

„Als Spezialist für das Retourenmanagement haben wir seit Jahren ein offenes Ohr für die Anforderungen und Herausforderungen beider Seiten – für die Unternehmen, die Retouren und Überbestände verkaufen wollen, sowie für die Aufkäufer. Um Verkäufer und Käufer intelligenter zusammenzubringen, haben wir Anfang 2021 die auf Re-Commerce spezialisierte Auktionsplattform Beluga Auctions gestartet. Das Feedback war sehr positiv, und wir freuen uns darauf, noch mehr Produkten eine zweite Chance zu geben, glückliche neue Besitzer zu finden“, so das Fazit von Sara de Haan. (sg)

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