Wie drei Google-Analytics-Funktionen Ihr Online-Business steigern können

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Für den E-Commerce ist Google Analytics wie geschaffen. Leider wird es meist viel zu spärlich eingesetzt. Tobias Looschelders, Experte für Website-Optimierung, verrät, auf welche drei Analytics-Funktionen Sie nicht verzichten sollten.

Tobias Looschelders, Inhaber von Digital Insight erklärt, wie sich Ihr E-Commerce mithilfe von Daten gezielt optimieren lässt.

Für den E-Commerce ist Google Analytics wie geschaffen. Leider wird es meist viel zu spärlich eingesetzt. Tobias Looschelders, Experte für Website-Optimierung, verrät, auf welche drei Analytics-Funktionen Sie nicht verzichten sollten.

Mit Google Analytics bietet der Webgigant Google ein Programm an, mit dem sich die Website besonders umfangreich und präzise beobachten und auswerten lässt. Doch: Obwohl Google Analytics laut W3Techs weltweit auf mehr als 83 Prozent aller Websites installiert ist, wird es erfahrungsgemäß in neun von zehn Fällen nur unzureichend genutzt. Überlassen Sie die Gewinne nicht Ihrem Konkurrenten. Mit diesen drei Tipps für Google Analytics verbessern Sie Ihren E-Commerce.

Tipp 1: Mit Kampagnen-Tracking den Werbeerfolg messen

„Die Hälfte meiner Werbung ist hinausgeworfenes Geld“, gestand einst Henry Ford, „ich weiß nur nicht, welche Hälfte.“ Doch mit Kampagnen-Tracking lässt sich das heutzutage exakt herausfinden. Zu erkennen ist dieses Tracking anhand der Parameter, die – mit dem charakteristischen „?“ versehen – an einem Landingpage-Link hängen.

Wozu das gut ist: Dass ein Kunde über Facebook oder eine andere Quelle auf Ihre Website kommt, ist in Google Analytics leicht zu ermitteln. Aber was ist, wenn Sie den Link zur Landingpage mehrfach und zudem in verschiedener Art und Weise bei Facebook und Co. platziert haben? Anhand der Kampagnen-Parameter im Link können Sie dann zum Beispiel genau erkennen, ob ein Besucher über einen Post oder eine Werbung auf Ihre Website gestoßen ist. Mehr noch: Testen Sie verschiedene Varianten und Werbemittel. Funktioniert Ihre Werbung bei Facebook am besten über eine Slideshow oder über die Karussell-Ansicht? Welches Motiv wird bei Banner-Werbung am liebsten angeklickt? Und bevorzugen die Leser Ihres Newsletters eher Textlinks oder knallige Buttons, um auf Ihre Landingpage zu gelangen?

Kampagnen-Tracking ist sehr einfach und schnell umzusetzen. Wichtig ist vor allem, bei der Erstellung und Nutzung der Links gut organisiert vorzugehen. Zur perfekten Analyse ist dieselbe Schreibweise der Parameter wichtig. Erstellen lassen sich die Parameter über ein Tool zur URL-Erstellung. Auswerten lassen sich die Kampagnen im Bereich „Akquisition“ in Google Analytics.

Tipp 2: Individuelle Daten definieren und analysieren

Google Analytics bietet viele Möglichkeiten, Daten Ihrer Website auszulesen. Auch wenn das Angebot an Messwerten groß ist, können und sollten Sie auch selbst solche Einheiten definieren. Solche „benutzerdefinierte Daten“ sind meist Informationen, die speziell in Ihrem Webangebot vorkommen. Betreiben Sie z. B. einen Onlineshop für Reiseangebote, können Sie Werte wie Reiseziele, Reisedauer, Personenanzahl oder andere spezielle Daten in Google Analytics anzeigen lassen. 

Benutzerdefinierte Daten lassen sich zum einen in einem sogenannten Datalayer im Code der Webseite definieren und somit in Ihr Analytics-Tool integrieren. Die andere Variante ist, den Tracking-Code so zu belassen, wie er ist, und die Daten in mittels eines Tag Management Tools entsprechend zu extrahieren. Hierfür ist der Google Tag Manager zu empfehlen, da dieser für die Einrichtung von Google Analytics E-Commerce-Tracking bereits über viele vorkonfigurierte Einstellungen verfügt (siehe folgenden Tipp).

Tipp 3: Den Kaufprozess genau beobachten

Speziell zum Thema E-Commerce bietet Google Analytics ein eigenes Tracking-Feature an. Ziel ist es, im Onlineshop den kompletten Einkaufsprozess zu überwachen und zu analysieren. Dank des E-Commerce-Trackings können Sie herausfinden, wie viele Websitebesucher am Ende auch etwas gekauft haben.

Es gibt zwei Varianten von Googles E-Commerce-Tracking, wobei die Basis-Variante am einfachsten einzurichten ist. Hierbei wird vor allem der Bezahlvorgang eines Einkaufprozess unter die Lupe genommen. Hier können Sie mithilfe des Google Tag Managers (siehe Tipp 2) genau auswerten, was welcher Kunde gekauft hat, wie viele Stückzahlen am liebsten genommen werden und welche Bezahlmethode in welchem Land am meisten verwendet wird.

 

Mit dem Enhanced E-Commerce-Tracking von Google Analytics lässt sich das Kaufverhalten den Kunden genau darstellen und auswerten.

 

Umfangreicher ist das sogenannte Enhanced E-Commerce-Tracking, das nicht nur den Bezahlvorgang, sondern den kompletten Websitebesuch des Käufers beobachtet. Es lässt sich beispielsweise genau analysieren, in welchem Schritt die meisten Absprünge stattfinden. Ist die Absprungrate im Checkout-Vorgang kurz vor dem Abschluss der Transaktion am höchsten? Dann könnte dies eventuell ein Hinweis dafür sein, dass der Kunde mit irgendwelchen Vorgaben hinsichtlich der Bezahlmöglichkeiten oder der Liefermöglichkeiten unzufrieden ist. Auch können Sie herausfinden, welche Produkte der Kunde auf dem Weg zum Kaufprozess angesehen hat und welche Produkte wo genau auf den einzelnen Unterseiten vorgestellt wurde.

Einrichten lässt sich die E-Commerce-Funktion in den Einstellungen von Google Analytics und Ihrem Shopsystem. Mithilfe des Google Tag Managers lässt sich dann in Analytics der Checkout-Prozess auswerten. Beim pflegebedürftigeren, dafür überaus umfangreicheren Enhanced E-Commerce-Tracking ist etwas mehr IT-Aufwand nötig. Für viele Shopsysteme wie etwa Magento, Woocommerce, Shopify oder Shopware gibt es inzwischen schnell installierbare Plugins.

 

Über den Autor: Tobias Looschelders ist Inhaber des Düsseldorfer Unternehmens Digital Insight und Dozent an der HMKW in Köln.

 

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