Wird Cyberkriminalität gesellschaftsfähig?

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on xing
Share on whatsapp
Share on email
Share on print

Wird Cyberkriminalität gesellschaftsfähig?

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on xing
Share on whatsapp
Share on email
Share on print

Sophos Umfrage enthüllt: fast zwei Drittel der Befragten akzeptieren Landesspionage via Internet – Sophos Threat Report bestätigt weiter ungebrochenen Trend zunehmender krimineller Angriffe auf Social Networks.

 

Eine weltweite Umfrage des IT- und Datensicherheitsunternehmens Sophos enthüllt, dass 63 Prozent der Teilnehmer den Einsatz cyberkrimineller Aktivitäten als für ihr Land vertretbare Methode der Spionage erachten. Rund ein Drittel teilte die Meinung, dass Länder die Erlaubnis haben sollten, private ausländische Unternehmen via Hacking und Malware ausspionieren zu dürfen.

Die Halbjahresbilanz des aktuellen Sophos Threat Reports bestätigt zudem den anhaltenden Trend der Zunahme von Cyberattacken auf Mitglieder sozialer Netzwerke in Form von Schadprogrammen. Überraschenderweise sind mehr europäische Länder wie Frankreich, Italien und Holland in den Top-Ten der Länder, die die meisten Webseiten mit Schadprogrammen hosten; Deutschland steht auf Platz Vier.

Graham Cluley, Senior Technology Consultant von Sophos und Co-Autor des Threat Reports, erläutert: „Es ist überraschend, dass so viele Befragte es akzeptieren, dass das Internet zu Spionagezwecken oder gar als Waffe genutzt wird. Doch grünes Licht für derartige Web-Aktivitäten zu geben, bedeutet auch, dass man selbst eines Tages Opfer eines Spionageangriffs werden könnte. Die Frage, die sich stellt, lautet also: Wird mein Unternehmen das nächste sein, dass durch eine ausländische Macht ausspioniert wird?“

Über 1077 Unternehmen nahmen an einer aktuellen Online-Umfrage von Sophos teil. Dabei ermittelte Sophos, dass 63 Prozent es für akzeptabel halten, andere Nationen durch Hacking oder per Malware auszuspionieren. Einer von 14 Befragten vertritt die Auffassung, dass Denial-of-Service Attacken gegen die Kommunikation anderer Länder oder Finanzwebseiten vertretbar sind. Zudem sind 32 Prozent der Meinung, dass es Ländern erlaubt sein sollte, Schadprogramme und Hacking gegen private ausländische Unternehmen mit dem Ziel einzusetzen, wirtschaftliches Know-how abzugreifen.

Graham Cluley kommentiert: „Hacking und die Entwicklung von Virenprogrammen waren früher oft ’nur‘ ein Hobby, mit dem Ziel, die Intelligenz der Programmierer auf den Prüfstand zu stellen und nicht, um dauerhaften Schaden anzurichten. Doch langsam entwickelte sich daraus eine organisierte Kriminalität, bei der es um viel Geld geht. Aktuell könnte man eine dritte Motivation in den Raum stellen: Cyberkriminelle setzen Malware ein, um einen wirtschaftlichen, politischen und auch militärischen Vorteil über andere Länder oder Personen zu gewinnen.“

Bis auf weiteres halten die USA die Spitzenposition der Länder, die die meisten Webseiten mit Schadprogrammen hosten. Dabei handelt es sich entweder um Internetseiten deren einziger Zweck es ist, PCs der Besucher zu infizieren oder um offizielle Websites, die von Kriminellen infiziert wurden. Häufig werden aggressive Techniken der Suchmaschinenoptimierung eingesetzt, um infizierte Seiten an die Spitze der Suchergebnisse zu bringen. Der Traffic auf diese infizierten Seiten wird damit erhöht und weitere Internet-Nutzer werden infiziert.

Graham Cluley, Senior Technology Consultant von Sophos, erläutert: „Obwohl die USA die Rangliste mit großen Abstand anführen, befinden sich auch seit Anfang des Jahres mehr europäische Länder wie Frankreich, Italien und Holland in den Top-Ten – damit sind infizierte Webseiten kein isoliertes, sondern ein internationales Phänomen. Das größte Problem dabei sind die von Hackern geknackten und mit Malware hinterlegten seriösen Angebote im Internet. Das Geschäft der Betreiber einer dieser Webseiten könnte damit enden, dass sie ihre Kunden infizieren und den Betrügern damit Tür und Tor öffnen.“

Der zum Halbjahr 2010 aktualisierte Sophos Security Threat Report mit weiteren Informationen sowie eine Analyse der IT- und Datensicherheitsbedrohungen der letzten sechs Monate steht zum Download bereit: http://www.sophos.com/security/topic/security-threat-report-mid2010/index.html

Share on facebook
Facebook
Share on twitter
Twitter
Share on linkedin
LinkedIn
Share on xing
XING
Share on whatsapp
WhatsApp
Share on email
E-Mail
Share on print
Drucken

Ihre Meinung zum Artikel

Abonnieren
Benachrichtige mich bei
guest
0 Comments
Inline Feedbacks
View all comments

Andere Leser haben sich auch für die folgenden Artikel interessiert

Nicht nur die reale Wirtschaft befindet sich inmitten der digitalen Transformation. Auch die Cyberkriminalität erlebt gerade einen Goldrausch. Während seitens der Unternehmen hohe Summen in die Eroberung des digitalen Universums investiert werden, versuchen Cyberkriminelle einen Teil des Kuchens zu ergattern.

Redaktionsbrief

Tragen Sie sich zu unserem Redaktionsbrief ein, um auf dem Laufenden zu bleiben.

Wir wollen immer besser werden!

Deshalb fragen wir SIE, was Sie wollen!

Nehmen Sie an unserer Umfrage teil, und helfen Sie uns noch besser zu werden!

zur Umfrage

Aktuelle Ausgabe

Topthema: Fashion commerce

Wann jetzt handeln gefragt ist

Mehr erfahren

Tragen Sie sich jetzt kostenlos und unverbindlich ein, um keinen Artikel mehr zu verpassen!

    * Jederzeit kündbar

    Entdecken Sie weitere Magazine

    Schön, dass Sie sich auch für weitere Fachmagazine unseres Verlages interessieren.

    Unsere Fachtitel beleuchten viele Aspekte der Digitalen Transformation entlang der Wertschöpfungskette und sprechen damit unterschiedliche Leserzielgruppen an.