Worauf Unternehmen beim „Going Global“ achten sollten

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on xing
Share on whatsapp
Share on email
Share on print

Worauf Unternehmen beim „Going Global“ achten sollten

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on xing
Share on whatsapp
Share on email
Share on print

Das Jahr 2009 ist ein gutes Jahr! Diese Aussage mag in Zeiten der Wirtschaftskrise provokant klingen. Doch muss die Krise Unternehmen nicht daran hindern, schwarze Zahlen zu schreiben. Vor allem das Internet bietet ungeahnte Möglichkeiten für große Erfolge, zum Beispiel wenn es darum geht, vergleichsweise kostengünstig in neue Märkte zu expandieren.

Viele Firmen, wie eBay, Amazon, Microsoft und Google, haben bereits eindrucksvoll gezeigt, dass es sich lohnt, mithilfe des Internets international aktiv zu werden! Für Unternehmen, die sich auch vor dem Hintergrund der aktuellen Finanzkrise nicht scheuen, diesen Schritt zu wagen, stellt sich vor allem eine Frage: Was genau gilt es beim „Going Global“ zu beachten?

Lokalisierung: der Schlüssel zum internationalen Erfolg!

Firmen, die ihre Lösungen, Produkte und Dienstleistungen global über das Internet anbieten möchten, müssen sich auf die Sprache der Verbraucher in den jeweiligen Ländern einstellen. Das ist der Grundstein für Erfolg! Eine Reihe aktueller Zahlen untermauert diese Notwendigkeit: Common Sense Advisory, das amerikanische Marktforschungs- und Beratungsunternehmen mit dem Ziel, Qualität und Effizienz internationaler On- und Offline-Geschäfte zu verbessern, hat bereits 2006 herausgefunden, dass über 50 Prozent aller Internetnutzer nur auf Websites einkaufen, die in ihrer Muttersprache verfasst sind.

In Frankreich und Japan liegt dieser Anteil sogar bei über 60 Prozent. Seitdem haben Unternehmen weltweit dazugelernt und ihre Webseiten oft auch in andere Sprachen übersetzt. Jedoch werden Lokalisierungen in die üblichen Sprachen bald nicht mehr ausreichen. Die Ergebnisse einer aktuellen Studie vom Marktforschungsinstitut Jupiter Research zeigen beispielsweise, dass im Jahr 2011 ca. 42 Prozent der Internetnutzer aus Asien kommen werden und die Zahl der Surfer aus Indien die der europäischen Nutzer deutlich übersteigen wird!

Viele Unternehmen haben den Wert, den eine lokale Kundenkommunikation mit sich bringt, inzwischen erkannt – das lässt sich schon am Wachstum der Lokalisierungs- und Sprachdienstleistungsbranche ablesen: Laut Common Sense Advisory ist sie in den vergangenen Jahren beständig um 7,5 Prozent gewachsen. Die Finanzkrise hat diese Branche also weitestgehend unberührt gelassen.

Was leisten Lokalisierungs- und Sprachdienstleister?

Trotz allem existiert noch eine Vielzahl an Unternehmen, die dem Lokalisieren von Inhalten – angefangen von Marketinginfos, Webseiten über Bedienungsanleitungen hin zu Zertifizierungen und Software – nach wie vor nur geringe Bedeutung beimessen. Dabei handelt es sich um einen hochkomplexen und unter Umständen sehr zeitintensiven Prozess. Häufig wird erst nach Abschluss aller anderen Vorbereitungen mit der Übersetzung der Inhalte begonnen, die für eine Expansion ins Ausland notwendig sind.

Vielen Unternehmen ist dabei zudem nicht bewusst, dass die reine Übersetzung der Inhalte nicht ausreicht. Denn die Texte müssen nicht nur an die sprachlichen, sondern auch die kulturellen Gegebenheiten angepasst werden. Die Arbeit von Sprachdienstleistern lässt sich in diesem Zusammenhang in etwa mit der von Logistikunternehmen vergleichen. Während Logistikdienstleister über die notwendige Expertise verfügen, Güter zügig und unbeschadet über Kontinente und Meere zum jeweiligen Zielmarkt zu transportieren, bieten Lokalisierungsexperten das notwendige Know-how, um die Kommunikationsstrategie von Unternehmen möglichst einheitlich und konsistent in die Zielmärkte zu übertragen und dabei sprachliche wie kulturelle Barrieren zu überwinden.

Werden Inhalte nicht korrekt lokalisiert, können peinliche oder sogar geschäftsschädigende Situationen entstehen. Beispielsweise ist die Zahl „Vier“ im Chinesischen eine Unglückszahl. So sind fast alle Gebäude eine Etage kürzer, als es die Zahlen im Aufzug auf den ersten Blick vermuten lassen. Denn fast immer fehlt die Nummer 14. Eins bedeutet soviel wie „müssen“ und vier steht für „Sterben, Tod“. Dieses Beispiel zeigt eindrucksvoll, welch gravierende Fehler mit schwerwiegenden Folgen aus Unwissenheit erwachsen können.

Unternehmen, die ihre Produkte und Dienstleistungen in verschiedenen Ländern anbieten wollen, sind daher gut beraten, sich der Frage der Lokalisierung ihrer Inhalte rechtzeitig zu stellen. Denn nur so können sie ihren potentiellen Kunden in den unterschiedlichen Ländern bestmöglichen Service bieten.

(Autor: Matthias Caesar, Board Director bei GALA)

Info: www.gala-global.org/vendor-database.html

Share on facebook
Facebook
Share on twitter
Twitter
Share on linkedin
LinkedIn
Share on xing
XING
Share on whatsapp
WhatsApp
Share on email
E-Mail
Share on print
Drucken

Ihre Meinung zum Artikel

Abonnieren
Benachrichtige mich bei
guest
0 Comments
Inline Feedbacks
View all comments

Andere Leser haben sich auch für die folgenden Artikel interessiert

Stationäre Händler, die von der Corona-Krise besonders betroffen sind, können jetzt mit einem Sofortpaket der Novalnet AG, einem Zahlungsabwicklungs-Provider, ihren Verkauf fortführen. Der Cloud dabei: Die ansonsten berechneten Transaktions- und Disagiogebühren entfallen.
Werbung
Werbung

Redaktionsbrief

Tragen Sie sich zu unserem Redaktionsbrief ein, um auf dem Laufenden zu bleiben.

Wir wollen immer besser werden!

Deshalb fragen wir SIE, was Sie wollen!

Nehmen Sie an unserer Umfrage teil, und helfen Sie uns noch besser zu werden!

zur Umfrage
Werbung

Aktuelle Ausgabe

Topthema: „Die Maschine ist in keinster Form intelligent“

Interview mit Prof. Dr. Katharina Zweig

Mehr erfahren

Tragen Sie sich jetzt kostenlos und unverbindlich ein, um keinen Artikel mehr zu verpassen!

* Jederzeit kündbar

Entdecken Sie weitere Magazine

Schön, dass Sie sich auch für weitere Fachmagazine unseres Verlages interessieren.

Unsere Fachtitel beleuchten viele Aspekte der Digitalen Transformation entlang der Wertschöpfungskette und sprechen damit unterschiedliche Leserzielgruppen an.