.xxx – bereits 80.000 Domains vergeben

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.xxx – bereits 80.000 Domains vergeben

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Die Porno-Endung .xxx hat die Sunrise-Period mit über 80.000 Bestellungen und rund US$ 13.000.000,- Umsatz bestens hinter sich gebracht. Fragt sich, ob sie Vorbild für andere Endungen sein kann, oder zumindest Wegbereiter für die neuen Endungen.


ICM Registry, die Unternehmung, die hinter .xxx steht, verlautbarte in einer aktuellen Pressemeldung den Erfolg der Sunrise Period, nachdem sie diese kurzfristig am 28. Oktober 2011 aufgrund der großen Nachfrage um drei Tage verlängert hatte: insgesamt 78.938 Markennamen wurden als Domains vorbestellt, und weitere 1.524 Domains beruhen auf dem Gründerprogramm, bei dem Investoren ICM Registry bei der Finanzierung unterstützt haben und zugleich Domains vormerken konnten. Das ergibt zusammen 80.462 Domains. Bei Kosten von, wie domainnamewire.com berichtet, US$ 162,- pro Domain, die ICM Registry verlangte, kommen so etwa US$ 13 Mio. zusammen. Damit stellt ICM nach langen Jahren des Wartens schon jetzt eine Erfolgsgeschichte dar, die aber noch durch zwei weitere Registrierungsphasen weiter geschrieben werden wird. Kommende Woche, am 08. November 2011, beginnt die Landrush Period, bei der allerdings nur Erotik-Anbieter (Adult Sponsored Community) teilnehmen dürfen, um ihre Premium-Domains zu sichern oder in Kleinstauktionen um sie zu bieten. Am 06. Dezember 2011 steht dann die Endung allen offen: jeder, der im Erotik-Bereich tätig ist, kann dann eine .xxx-Domain registrieren, jeder andere durch Registrierung die Domain blockieren und so gegen Missbrauch schützen.


Ob .xxx damit Vorbild für neue Domain-Endungen ist, lässt sich nur schwer sagen. Die Bedingungen für .xxx sind denkbar verschieden von denen kommender Endungen. Sie steht für eine Industrie, die im Internet sehr aktiv ist, aber bisher kein Zuhause hatte. ICM Registry hat lange Jahre darum gekämpft, den Zuschlag für diese Endung zu erhalten, und hatte daher bereits Aufmerksamkeit aus der Internetszene. Glücklicherweise konnte .xxx jetzt, ein gutes Jahr vor den ersten neuen Endungen, starten, womit sich das Augenmerk ganz auf sie legte. Ende 2012, Anfang 2013 werden zig Endungen um Aufmerksamkeit kämpfen. Als Vorbild vermag .xxx vielleicht aber im Bereich PR und Marketing taugen, wie .co vor ihr. Ohne Investitionen in die Verbreitung der guten Nachricht werden nachfolgende Endungen es schwer haben. Doch zugleich liefert .xxx vielleicht auch eine andere Hilfestellung: Elliot Silver stellt auf elliotsblog.com


Überlegungen über die Nachhaltigkeit und Veränderungen des Onlinenutzerverhaltens an. Die Pornoindustrie war in vielen Bereichen der Vorreiter, sei es Video, Internet oder Kreditkartennutzung im Internet: ohne die Porno-Industrie hätten sich die unterschiedlichen Kanäle nicht so schnell etablieren können. Schaut man nun auf das Nutzerverhalten, so kann man spekulieren, dass mehr Menschen direkt auf .xxx-Seiten gehen, als woanders im Netz nach einschlägigen Seiten zu suchen.


In der Folge könnte das der Etablierung neuer Domain-Endungen Vorschub leisten, da die Menschen sich daran gewöhnen, spezielle Endungen anzulaufen, um die gewünschten Informationen zu finden. Es ist dies keine Sache, die über Nacht kommt, aber die neuen Endungen kamen ja auch nicht über Nacht.


Autoren:


Daniel Dingeldey, Rechtsanwalt Berlin


Florian Hitzelberger, Rechtsanwalt Holzkirchen


Florian Huber, Wirtschaftsjurist (Univ. Bayreuth)


 


 

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