YouTube und Universal planen Musikportal

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Das Videoportal YouTube verhandelt mit dem Musiklabel Universal Music Group über die Gründung einer neuen Online-Musikplattform.Wie das Wall Street Journal unter Berufung auf anonyme Insiderquellen berichtet, haben die Gespräche für den unter dem Arbeitstitel „Vevo“ geführten Service bereits ein „fortgeschrittenes Stadium“ erreicht. Längerfristiges Ziel der beiden Partner ist die Etablierung eines Konkurrenzprodukts zu Webangeboten wie dem des Musiksenders MTV, das neben Videoclips von Künstlern aus dem Universal-Repertoire auch Musik von anderen Labels wie Sony Music, EMI und Warner Music enthält. Finanzielle Details der geplanten Kooperation stehen allerdings noch nicht fest, heiß;t es aus den Insiderkreisen.

Experten gehen davon aus, dass eine derartige Partnerschaft für beide Seiten von Vorteil sein könnte. Google würde durch die intensivierte Kooperation mit der Musikindustrie in seiner Strategie, YouTube zunehmend mit Premium-Inhalten zu füllen, einen deutlichen Schritt nach vorne machen. Hochqualitative Inhalte der Labels böten zudem gleichzeitig die Möglichkeit, einen höheren Preis für Werbeanzeigen verlangen zu können. Auf diese Weise käme Google seinem Ziel, die potenziell vielversprechende Videoplattform profitabler zu machen, um ein gutes Stück näher.

Auch für Universal liegt die Motivation für die neue Partnerschaft mit dem Videoportal sicherlich in finanziellen Aspekten begründet. Videos von Künstlern des Labels gehören schon jetzt zu den populärsten Inhalten auf YouTube. Durch den Start eines Premium-Dienstes ließ;e sich die Attraktivität der Beiträge für Werbetreibende sicherlich noch weiter steigern, erläutern Insider gegenüber dem Wall Street Journal.

Aus Sicht des Labels ist YouTube vor allem aufgrund seines enormen Werbepotenzials interessant. Laut der jüngsten Erhebung des US-Marktforschungsinstituts comScore verzeichnet die Seite inzwischen mehr als 100 Millionen Einzelbesuche pro Monat. „Bewegtbild im Internet ist heute eines der Trendthemen schlechthin. Viele Unternehmen haben das Potenzial von YouTube für Werbezwecke bereits erkannt. Über das Portal kommen sie an Zielgruppen heran, die ansonsten nur sehr schwer erreichbar wären“, stellt Google-Sprecher Stefan Keuchel fest. Zu dem geplanten Musikportal gebe es aber gegenwärtig noch keinerlei Informationen. Die anonymen Quellen gehen davon aus, dass sich Vevo nicht nur durch Online-Werbung, sondern auch durch den Verkauf von Konzert-Tickets und Merchandise-Produkten finanzieren wird.

Info: www.youtube.com

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