25.09.2023 – Kategorie: Handel, eCommerce

Zahlungsmethoden: Sicherheit zuerst, aber bitte mit Komfort

Deutsche Händler sollten Sicherheit und Wahlfreiheit bei den integrierten Zahlungsmethoden bieten. Laut einer Studie des Zahlungsdienstleisters Planet rangieren Online-Bezahldienste noch vor Debit- und Kreditkarte. Außerdem werden Smartphones seltener zum Shopping eingesetzt als in anderen Ländern.

Ob im Einzelhandel oder unterwegs: Bargeld genießt in Deutschland hohes Vertrauen. Digitale Bezahlmethoden holen allerdings auch bei den generell eher sicherheitsbewussten Deutschen auf. Neue Daten zum Bezahlverhalten liefert eine aktuelle Umfrage von Planet, Anbieter von integrierten Software und Services für Zahlungsmethoden. Die Umfrage unter Verbrauchern in 16 Ländern zeigt, dass deutsche Konsumenten häufig einen bestimmten Zahlungsdienst bevorzugen, außerhalb des Euroraums eher ungern in Euro bezahlen. Und im Geschäft seltener ihre Girocard oder Debit-/Kreditkarte nutzen als viele andere Nationalitäten.

Wer im In-, vor allem aber im Ausland shoppen möchte, hat viele Möglichkeiten zum Bezahlen. Das Spektrum reicht von Bargeld über Karten bis hin zum Smartphone, es können Bezahldienste oder eine Digital Wallet genutzt werden. Thomas Haarmann, Senior Vice President Retail bei Planet, erklärt: „Die Umfrage zeigt, dass US- und Lateinamerikaner ebenso wie die Menschen in Nahost und Europa zur Kredit- oder Debitkarte neigen. Kunden aus ostasiatischen Ländern bevorzugen hingegen Alipay oder Alipay+. Die deutschen Befragten schätzen hingegen andere Methoden zur Online-Bezahlung.“

Zahlungsmethoden: Ein Drittel der Verbraucher nutzt die Kreditkarte

Diese Vorliebe zeigt sich eindrücklich in der Umfrage: Nur 32 Prozent nutzen eine Debit- oder Kreditkarte für Online-Einkäufe – weltweit sind es 71 Prozent. Ebenfalls auffällig: Auch Digital Wallets wie Google Pay, Apple Pay, WeChat Pay oder Alipay+ erfreuen sich weltweit größerer Beliebtheit als in Deutschland. Während die Nutzungsraten international zwischen rund 30 bis 40 Prozent liegen, ist diese Bezahloption nur für ein Viertel der deutschen Befragten sehr wichtig. Insgesamt ist die digitale Geldbörse außerhalb Europas, insbesondere aber in Fernost und Nordamerika, erheblich populärer. Ähnlich sieht es bei den bevorzugten Zahlungsmethoden aus: Außerhalb Europas nutzen mehr Menschen das Smartphone zum Bezahlen als in den europäischen Ländern. Insgesamt sind Mobile Devices aber überall auf der Welt das gängigste Mittel, wenn beim Shopping ein Bezahldienst genutzt wird.

Zahlungsmethoden
Laut einer Umfrage von Statista verliert das Bargeld an Beliebheit bei den deutschen Verbrauchern. (Grafik: Statista)

Skepsis gegenüber der Sicherheit von Websites

Vorsicht ist besser als Nachsicht – das ist auch ein Leitmotiv der deutschen Befragten. Besonders sicher fühlen sich 38 Prozent, wenn sie beim Bezahlvorgang von ihrer Bank zur Authentifizierung der Transaktion aufgefordert werden. Damit liegen sie aber noch deutlich unter dem internationalen Durchschnitt. Hier sind es ganze 58 Prozent, die besonderen Wert auf eine solche Absicherung beim Bezahlen legen. Noch beruhigender wirkt es auf die Kundschaft, wenn auf der betreffenden Website ausdrücklich die Sicherheit aller Zahlungsmethoden zugesichert wird. Und vor allem keine Drittpartei in den Vorgang involviert ist. Trotzdem stehen deutsche Kunden dem Kauf über Onlineshops bzw. Websites skeptisch gegenüber: 44 Prozent der deutschen Befragten würden im Zweifel von einem Kauf absehen, wenn die Angst vor Cyberbetrug zu groß ist.

Beliebte Zahlungsmethoden anbieten

Was zeichnet ein perfektes online Einkaufserlebnis aus? Wie die Umfrage zeigt, steht die Akzeptanz der von den Käufern bevorzugten Zahlungsmethode mit 48 Prozent der Nennungen am höchsten auf der Prioritätenliste. Gefolgt von einem guten Umtausch- oder Rücknahmeservice (46 Prozent). Auf Platz drei liegt die Ausweisung der Produktpreise in der Heimatwährung des Kunden. In Deutschland führen einfache Rückgabe- und Umtauschoptionen die Rangliste mit knapp 50 Prozent an. Auf Platz zwei steht die Akzeptanz der bevorzugten Zahlungsmethoden. Platz drei geht – trotz der Zurückhaltung im Vergleich zum internationalen Durchschnitt – mit 37 Prozent ebenfalls an die Warenauszeichnung in der Heimatwährung. Auf Platz vier bei den Prioritäten liegt die Angabe der vorhandenen Warenbestände auf der Website (28 Prozent).

Zur Methodik der Umfrage: Die Umfrage wurde von Censuswide im Auftrag von Planet durchgeführt. 7.707 Verbraucher in Großbritannien, Frankreich, Deutschland, Österreich, der Schweiz, Italien, Spanien, den nordischen Ländern, Saudi-Arabien, den Vereinigten Arabischen Emiraten, den USA, Kanada, Mexiko, Brasilien, China und Singapur, die mindestens einmal im Jahr reisen (und dabei mindestens 500 GBP ausgeben) und online einkaufen, wurden zwischen dem 3. und 9. Mai 2023 über einen Online-Link befragt zu ihren Einkaufsgewohnheiten, Taxfree-Nutzung und Zahlungspräferenzen gestellt.
Planet bietet den Kunden integrierte Software-, Zahlungs- und Technologie-Lösungen für Einzelhandel und Hotellerie. Ein globales Netzwerk an Financial Service Partners sorgt dafür, dass die Angebote von Planet verfügbar sind. Planet hat seit Gründung vor 35 Jahren die Serviceangebote kontinuierlich ausgebaut zu einer innovativen Commerce-Plattform.

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