Zahlungsmoral verbessert sich leicht

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Die Zahlungsmoral deutscher Unternehmen hat sich einer Studie des Informationsdienstleisters D&B zufolge im März nach zuletzt deutlichen Anstiegen nur noch leicht verbessert.

Der im Auftrag der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX erstellte D&B-Zahlungsindex stieg im März allerdings zum neunten Mal in Folge. D&B-Geschäftsführer Thomas Dold sagte am Freitag, dass die seit Monaten positive Entwicklung der Zahlungsmoral Ausdruck für ein Anziehen der Wirtschaft sei. „Die Erholung bleibt jedoch anfällig. Ein zu frühes Auslaufen der staatlichen Maßnahmenpakete könnte die Konjunkturentwicklung bremsen, andererseits muss jedoch die Regierung das Fortschreiten der Staatsverschuldung massiv begrenzen.“

Der D&B-Zahlungsindex stieg im März auf 80,79 (Februar: 80,78) Punkte. Höher stand der Indikator zuletzt Anfang 2008. Seit dem Tiefpunkt des Zahlungsindex im Mai verbesserte sich die Lage deutlich. Von den in Deutschland rund 4,5 Millionen aktiven Unternehmen zahlten im März fast 125.000 mehr ihre Rechnungen wie vereinbart als noch im Mai 2009. Der Index sagt aus, dass im Februar knapp 81 Prozent der Unternehmen ihre Rechnungen pünktlich bezahlten. Der Indikator wird seit Anfang des Jahres 2009 auf Monatsbasis veröffentlicht und fiel von Januar bis Mai deutlich – seit Juni erholt er sich allerdings wieder.

Die durchschnittliche Verzugszeit lag im März bei 9,38 Tagen und damit wieder etwas höher als im Februar. Dold wertete dies als Zeichen dafür, dass die Erholung noch auf wackligen Füßen stehe. Die durchschnittliche Verzugszeit habe sich seit Mai 2009 kaum verbessert und ist nach wie vor schlechter als vor der Krise. Dies deute darauf hin, dass es finanziell stark angeschlagenen Unternehmen, richtig schlecht geht.

Info: www.dnbgermany.de

 

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