26.04.2022 – Kategorie: Handel

Zahlungssysteme: Mangelnde Optimierung führt zu Umsatzverlusten bei Händlern

Eine neue Umfrage von emerchantpay zeigt, dass Händler aus zahlreichen Branchen aufgrund von nicht optimierten Zahlungssystemen erhebliche Verluste beim Umsatz hinnehmen müssen.

  • 91 Prozent der deutschen und britischen Unternehmen gaben in der Umfrage von emerchantpay an, dass sie bis zu 25 Prozent ihres Umsatzes aufgrund von Schwachstellen in den Zahlungs-Gateways verlieren könnten.
  • 2022 könnte ein entscheidendes Jahr für Zahlungsstrategien werden: 40 Prozent der Teilnehmer geben an, bis Ende des Jahres Verbesserungen bei ihren Zahlungssysteme vornehmen zu müssen. 23 Prozent wollen dies bis Ende des ersten Halbjahres 2022 tun, um weitere Verluste zu vermeiden.
  • Die Nutzung von Daten wird als Schlüssel zur Optimierung des Zahlungsverkehrs gesehen. Aber 37 Prozent räumten ein, dass die Nutzung von Daten als Grundlage für die Strategie noch verbesserungswürdig ist.
  • Fehlende interne Ressourcen und Kenntnisse sowie fehlende Budgets oder Kosten (jeweils 34 Prozent) hemmen die Investitionen in die Optimierung von Zahlungssystemen.

In der neuen Studie „Great Payments Transformation“ des Zahlungsdienstleisters emerchantpay gaben 91 Prozent der 954 befragten Experten für Zahlungsverkehr in Deutschland und Großbritannien an, dass sie Umsatzeinbußen erleiden würden, da ihre Zahlungssysteme nicht optimiert seien. 36 Prozent der Befragten gaben an, dass 11 bis 25 Prozent ihres Umsatzes aufgrund von Defiziten in ihren Zahlungs-Gateways verloren gehen. Und mehr als die Hälfte (55 Prozent) rechnete mit Umsatzeinbußen von bis zu zehn Prozent.

Optimierter Zahlungssysteme verhindern Umsatzverluste

Betrachtet man die Auswirkungen auf die Rentabilität eines Unternehmens, so ergab die Umfrage, dass 39 Prozent der größten Unternehmen (über 120 Millionen Euro Umsatz) von 11 bis 25 Prozent Umsatzeinbußen ausgehen. 54 Prozent sagen, dass sie bis zu zehn Prozent ihres Umsatzes aufgrund mangelnder Optimierung der Zahlungssysteme verlieren. Das bedeutet, dass 54 Prozent mindestens 1,2 Million Euro (1 Prozent Umsatzverlust) pro Jahr erleiden. 39 Prozent erwarten mindestens 13 Millionen Euro (11 Prozent Umsatzverlust). 23 Prozent geben an, dass sie ihre Zahlungsstrategie bis zum Ende des ersten Halbjahres 2022 verbessern müssen. Und 40 Prozent sagten, dass dies bis zum Ende des Jahres geschehen muss, um Kunden- und Umsatzverluste zu vermeiden.

Weitere 29 Prozent gaben an, dass sie in den nächsten 13 bis 23 Monaten ähnliche Maßnahmen ergreifen müssen. Fast ein Viertel (23 Prozent) will dies in den nächsten sechs Monaten tun. Somit ist offensichtlich, dass die Unternehmen die Notwendigkeit von Veränderungen erkennen, um mit der Nachfrage Schritt zu halten. Sowohl von Seiten der Verbraucher als auch durch Druck innerhalb der jeweiligen Branche. Eine weitere Erkenntnis: Die Zahlungsperformance steht bei den Händlern an erster Stelle. 80 Prozent der Befragten gaben an, dass regelmäßige Auswertungen durch ihren Zahlungsdienstleister ein wichtiger Pfeiler der Kundenbetreuung sind.

Hindernisse für Investitionen in optimierte Zahlungssysteme

Auf die Frage nach den drei größten Hindernissen für Investitionen in die Optimierung der Zahlungssysteme nannten die Teilnehmer mehrere Hindernisse. So gaben 38 Prozent der Befragten an, dass Regulierungs- und Compliance-Auflagen ihnen Zeit und Fokus rauben. Darüber hinaus gab mehr als ein Drittel (36 Prozent) der Teilnehmer an, dass ein Mangel an Daten oder schlechte Datenqualität ein Problem darstelle. 34 Prozent der Befragten glauben, dass ein Mangel an internen Ressourcen und Kenntnissen den Wandel behindert. Vor allem die Daten geben Anlass zur Sorge. So meinten 37 Prozent der Teilnehmer, dass die Nutzung von Daten als Grundlage für ihre Zahlungsstrategien verbessert werden könnte.

Alexander Berrai, Country Manager Deutschland bei emerchantpay, erläutert die Ergebnisse der Studie: „Optimierte Zahlungsstrategien kann Unternehmen enorme wirtschaftliche Vorteile bringen und zur Steigerung der Gewinnspannen beitragen. Unsere Umfrage zeigt, dass gerade deutschen Unternehmen sich nach neuen Lösungen umschauen. So sind 63 Prozent der Befragten deutschen Unternehmen bereit, ihren Zahlungsdienstleister zu wechseln. Das Thema ist weit oben auf der Agenda: Denn 53 Prozent streben bis Ende 2022 an, ihre bisherigen Zahlungslösungen zu verbessern. Entsprechend viel Bewegung ist derzeit im deutschen Markt.“

Vielfältige Anforderungen an Zahlungsdienstleister

Was die Anforderungen an einen Zahlungsdienstleister, auch Payment Service Provider genannt, betrifft, so wird ein Anbieter bevorzugt, der sich mit spezifischen Problemen befassen kann. Knapp ein Drittel der Befragten (32 Prozent) nannten das Angebot einer Reihe von globalen Zahlungsoptionen als Priorität. Weitere 32 Prozent wünschten sich Funktionen für das Zahlungsrouting. Weitere 30 Prozent suchten nach Integrationsmöglichkeiten und 29 Prozent wünschten sich von ihrem Zahlungsdienstleister Lösungen zur Betrugsbekämpfung. Interessanterweise waren niedrige Gebühren die am wenigsten genannte Antwort (22 Prozent). Dies deutet darauf hin, dass die Händler bereit sind, in einen Zahlungsdienstleister zu investieren, der ihnen hilft, die anstehenden Probleme zu lösen. 

Zur Methodik der Studie: Die Umfrage zur Studie „Great Payments Transformation“  wurde von Censuswide durchgeführt. Teilgenommen haben 954 Entscheider wie Geschäftsführern, Payment Managern, Finanzdirektoren und Abteilungsleitern für Zahlungsabwicklung. Sie stammen aus Unternehmen mit einem Umsatz von 1 bis 12 Millionen Euro (25 Prozent der Stichprobe), 12 bis 60 Millionen Euro (25 Prozent der Stichprobe), 60 bis 120 Millionen Euro (25 Prozent der Stichprobe) und 120 Millionen Euro oder mehr (25 Prozent der Stichprobe). Zu den Branchen gehören Reisen, Fluggesellschaften, Online-Handel, Gastgewerbe und Glücksspiel in Deutschland und im Vereinigten Königreich. Die Umfrage fand zwischen dem 30.12.2021 und 07.02.2022 statt.

emerchantpay ist ein globaler Zahlungsdienstleister für Online-, Mobile-, POS/In-Store- und telefonische Zahlungen. Die Zahlungslösung von emerchantpay ist über eine einfache Integration verfügbar und bietet eine Fülle von Funktionen, darunter globales Acquiring, alternative Zahlungsmethoden, fortschrittliches Betrugsmanagement und Leistungsoptimierung. Das Unternehmen entwickelt Lösungen und Strategien die Unternehmen dabei helfen, die Effizienz und Rentabilität ihrer Zahlungssysteme zu steigern. (sg)

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Aufmacherbild: ra2 studio – Adobe Stock


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