Zanox reagiert auf BGH-Urteil

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Zanox, Anbieter für erfolgsbasiertes Online-Marketing, reagiert nach eigenen Angaben als erstes Affiliate-Netzwerk mit einer technischen Lösung auf das so genannte Preissuchmaschinen-Urteil des Bundesgerichtshof (BGH-Urteil vom 11. März 2010 – I ZR 123/08).

Darin hatte das oberste deutsche Gericht letztinstanzlich entschieden, dass Online-Händler Produktpreisänderungen zuerst auf von ihnen genutzten Preissuchmaschinen aktualisieren lassen müssen, bevor sie auf der eigenen Webseite bekannt gegeben werden dürfen. Händler, die für ihre Angebote über eine Preissuchmaschine werben, können bei einer verspätet vorgenommenen Preiserhöhung sogar wegen Irreführung belangt werden.

Um dem vorzubeugen, erhalten Advertiser des Zanox-Netzwerks ab sofort die Möglichkeit, die Preise in ihren Produktdaten mehrmals täglich anzugleichen. Dies geschieht entweder durch eine Aktualisierung der bestehenden Produktdaten-Feeds oder durch die Bereitstellung gesonderter „Additional Price-Feeds“.

Das Urteil des BGH bezieht sich auf einen Fall aus dem Jahr 2006, bei dem ein Online-Händler eine Espressomaschine über eine Preissuchmaschine angeboten hatte. Mit einem Preisangebot von 550 Euro war sein Angebot das günstigste und stand an erster Stelle in einer Liste von insgesamt 45 Anbietern. Dieser günstige Preis stand auch noch um 20.00 Uhr in der Preissuchmaschine, obwohl der Händler den Preis mehrere Stunden zuvor auf 587 Euro erhöht hatte. Auf seiner Shop-Seite war der Preis bereits aktualisiert worden, in der Suchmaschine allerdings noch nicht. Das Gericht stufte das Vorgehen des Händlers nun letztinstanzlich als „Irreführung“ ein, da der Verbraucher mit dem Internet „höchstmögliche Aktualität“ verbinde.

 

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