Zukunftsphilosophie: Die Digitalisierung bietet viele neue Beschäftigungsmöglichkeiten

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Die Diskussionen rund um die Arbeitswelt 4.0 und die fortschreitende Digitalisierung unseres beruflichen Umfeldes weckt bei manchen Menschen Sorgen um persönliche Berufsaussichten. Harald Neubauer (im Bild), Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit München, erläutert seine Gedanken.

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Tatsache ist, dass einige Tätigkeiten, die derzeit noch von Menschenhand ausgeführt werden, demnächst von  intelligenten Robotern und Computern übernommen werden. Diese neue Form der Digitalisierung der Arbeitswelt wird – darin sind sich Forscher einig–nach der Erfindung der Dampfmaschine und der nachfolgenden Industrialisierung die größten Veränderungen mit sich bringen und unsere Gesellschaft vor große Herausforderung stellen.

Im Kern birgt sie jedoch auch große Chancen- nicht zuletzt auch für eine Fülle neuer Beschäftigungsmöglichkeiten. Wir alle sind aufgefordert, diese Chancen zu erkennen und rasch bestmögliche Strategien zur Nutzung und Umsetzung aufzugreifen und zu begleiten.

Offen ist derzeit, wo genau und bei welchen Tätigkeiten konkret der Roboter den heutigen Mitarbeiter ersetzen wird, bzw. an die Berufsinhalte neue Anforderungen stellt.

Werden eher die einfachen Hilfstätigkeiten oder primär – wie manche prophezeien – die einfacheren Facharbeiterebenen durch Roboter tangiert? Sicherlich werden Bereiche wie beispielsweise in der Fertigung oder der Logistik für eine Beschäftigung an Bedeutung verlieren und manche Arbeitsplätze werden wegfallen. Im Gegenzug wird dafür die Nachfrage nach anders, ggf. auch höher qualifizierten Beschäftigten zunehmen. Es werden also auch viele neue Arbeitsplätze entstehen. Daneben wird es Bereiche geben, wie z.B. Pflegeberufe, die noch über längere Sicht kaum verändert werden dürften.

Wichtig ist, dass wir die Digitalisierung bewusst akzeptieren und sinnstiftend nutzen. Stichpunkt zukunftsorientierte  und auch individuelle Qualifizierung. Dazu gehören auch Training-on-the-Job, sehr hohe fachliche Flexibilität und lebenslanges Lernen, als Schlüssel für die persönliche Karriere und einen funktionierenden Arbeitsmarkt. Bereits in der Schule müssen m.E. künftig die Voraussetzungen dafür geschaffen werden, dass Digitalisierung ein grundlegendes Wissensgebiet wird und bewusst, aber auch kontrolliert eingesetzt wird. Berufsausbildungen müssen so gestaltet werden, dass alle Auszubildenden mit den neuesten technologischen Innovationen in ihrem Beruf vertraut gemacht werden.

Eine breite Offensive für Qualifizierung für Beschäftigte wie auch für Menschen auf Jobsuche ermöglicht uns mit den digitalen Anforderungen Schritt halten zu können.

Autor: Harald Neubauer ist Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit München.

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