Zukunftsphilosophie: Die Digitalisierung bietet viele neue Beschäftigungsmöglichkeiten

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on xing
Share on whatsapp
Share on email
Share on print

Die Diskussionen rund um die Arbeitswelt 4.0 und die fortschreitende Digitalisierung unseres beruflichen Umfeldes weckt bei manchen Menschen Sorgen um persönliche Berufsaussichten. Harald Neubauer (im Bild), Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit München, erläutert seine Gedanken.

neubaer_harald

Tatsache ist, dass einige Tätigkeiten, die derzeit noch von Menschenhand ausgeführt werden, demnächst von  intelligenten Robotern und Computern übernommen werden. Diese neue Form der Digitalisierung der Arbeitswelt wird – darin sind sich Forscher einig–nach der Erfindung der Dampfmaschine und der nachfolgenden Industrialisierung die größten Veränderungen mit sich bringen und unsere Gesellschaft vor große Herausforderung stellen.

Im Kern birgt sie jedoch auch große Chancen- nicht zuletzt auch für eine Fülle neuer Beschäftigungsmöglichkeiten. Wir alle sind aufgefordert, diese Chancen zu erkennen und rasch bestmögliche Strategien zur Nutzung und Umsetzung aufzugreifen und zu begleiten.

Offen ist derzeit, wo genau und bei welchen Tätigkeiten konkret der Roboter den heutigen Mitarbeiter ersetzen wird, bzw. an die Berufsinhalte neue Anforderungen stellt.

Werden eher die einfachen Hilfstätigkeiten oder primär – wie manche prophezeien – die einfacheren Facharbeiterebenen durch Roboter tangiert? Sicherlich werden Bereiche wie beispielsweise in der Fertigung oder der Logistik für eine Beschäftigung an Bedeutung verlieren und manche Arbeitsplätze werden wegfallen. Im Gegenzug wird dafür die Nachfrage nach anders, ggf. auch höher qualifizierten Beschäftigten zunehmen. Es werden also auch viele neue Arbeitsplätze entstehen. Daneben wird es Bereiche geben, wie z.B. Pflegeberufe, die noch über längere Sicht kaum verändert werden dürften.

Wichtig ist, dass wir die Digitalisierung bewusst akzeptieren und sinnstiftend nutzen. Stichpunkt zukunftsorientierte  und auch individuelle Qualifizierung. Dazu gehören auch Training-on-the-Job, sehr hohe fachliche Flexibilität und lebenslanges Lernen, als Schlüssel für die persönliche Karriere und einen funktionierenden Arbeitsmarkt. Bereits in der Schule müssen m.E. künftig die Voraussetzungen dafür geschaffen werden, dass Digitalisierung ein grundlegendes Wissensgebiet wird und bewusst, aber auch kontrolliert eingesetzt wird. Berufsausbildungen müssen so gestaltet werden, dass alle Auszubildenden mit den neuesten technologischen Innovationen in ihrem Beruf vertraut gemacht werden.

Eine breite Offensive für Qualifizierung für Beschäftigte wie auch für Menschen auf Jobsuche ermöglicht uns mit den digitalen Anforderungen Schritt halten zu können.

Autor: Harald Neubauer ist Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit München.

Networking mit hochkarätigen Experten wie Harald Neubauer? Auf den MPE Special Events treffen sich  Vorstände, Firmeninhaber und sonstige Entscheider – am 6. April 2016

Share on facebook
Facebook
Share on twitter
Twitter
Share on linkedin
LinkedIn
Share on xing
XING
Share on whatsapp
WhatsApp
Share on email
E-Mail
Share on print
Drucken

Ihre Meinung zum Artikel

Andere Leser haben sich auch für die folgenden Artikel interessiert

ParcelLock, ein Gemeinschaftsunternehmen der Paketdienste DPD, GLS und Hermes, setzt mit einem universell nutzbaren Schließsystem für Paketkästen und Pakettaschen einen neuen Standard im deutschen Paketmarkt. Paketkästen und Pakettaschen mit ParcelLock System stehen allen Paket- und Lieferdiensten offen – nicht nur den drei Gesellschaftern. Die Zustellung von Paketen ist auch dann möglich, wenn der Empfänger nicht zu Hause ist. BURG-WÄCHTER, international führender Hersteller von Briefkästen, Tresoren und Sicherungssystemen, wird als erster Hersteller im Sommer 2016 einen Paketkasten und eine Pakettasche mit ParcelLock System auf den Markt bringen. Weitere Hersteller sollen folgen.

Das neue Buch der Unternehmerin und zweifachen Innovationspreisträgerin Melanie Vogel widmet sich der Frage, warum in Zeiten agiler Unternehmensführung das Kontrollverhalten vieler Führungskräfte und Unternehmenslenker ZU- statt ABnimmt. Melanie Vogel zeigt, dass die „Renaissance des tayloristischen Leaderships“ massive Auswirkungen auf Motivation und Produktivität der Unternehmen hat und bietet gleichzeitig Lösungen an, um das „Alles-über- meinen-Schreibtisch-Prinzip“ zu vermeiden.https://mikro.management/

Werbung

Nichts mehr verpassen!

Tragen Sie sich zu unserem Redaktionsbrief ein, um auf dem Laufenden zu bleiben.

Entdecken Sie weitere Magazine

Schön, dass Sie sich auch für weitere Fachmagazine unseres Verlages interessieren.

Unsere Fachtitel beleuchten viele Aspekte der Digitalen Transformation entlang der Wertschöpfungskette und sprechen damit unterschiedliche Leserzielgruppen an.