CBD-Produkte erleben einen kometenhaften Aufstieg: Der Gesetzgeber erkennt sie als Heilmittel an und immer mehr Konsumenten schwören auf Cannabis-Produkte aus Hanfextrakt. Das Werben für CBD-Produkte hat jedoch seine Tücken. Wie es trotzdem gelingt.
(Quelle: freepik.com)
Lange Zeit wurdenCBD-Produkte nur als Hype betrachtet. Auch die unklare Rechtslage führte dazu, dass es nicht wenige Skeptiker gab, die dem CBD-Trend und somit auch dem Affiliate-Marketing ein jähes Ende prognostizierten. Mittlerweile hat der Europäische Gerichtshof (EuGH) allerdings entschieden, dass es sich bei dem Hanfextrakt CBD nicht um eine Droge handelt.
Hanfextrakt: Rechtlich immer noch unklar
Auch die Vereinten Nationen haben Cannabis von der Liste der gefährlichen Drogen genommen. Diese Entscheidungen dürfen als positive Signale gewertet werden, dass sich der CBD-Marktlangfristig etablieren wird. Allerdings bestehen dennoch viele rechtliche Unklarheiten, vor allem in Deutschland, wo Online-Werbung für CBD-Produkte eine große Herausforderung darstellt.
Vor dieser Aufgabe, Werbung für CBD zu schalten, stand auch Lars Müller, CEO und Gründer von SynBiotic SE, dem ersten börsengelisteten Cannabis-Unternehmen Deutschlands. Die Plattformen der Tech-Riesen Google und Facebook blocken bislang nämlich Werbung für CBD-Produkte. Welche Möglichkeiten bestehen also, um die eigene Marke bekannter zu machen?
Affiliate-Marketing: Millionenumsätze auch ohne klassische Werbung
Neben SEO bestand nur im Affiliate-Marketing eine lukrative Möglichkeit, CBD-Produkte großflächig zu vermarkten. Lars Müller entschied sich, in das Affiliate-Marketing „All-In“ zu gehen und entwickelte eines der größten deutschen Affiliate-Programme, die exklusiv über Adcell vertrieben werden. Dort sind mehr als 100 CBD-Marken angemeldet. Eine davon ist Müllers Marke Hempamed, die sich mit ihrem Affiliate-Marketing-Ansatz absetzen konnte und so zu einer der Top-CBD-Brands in Deutschland herangewachsen ist.
Beim Affiliate-Marketing sucht ein Unternehmen Partner, die seine Produkte aus Hanfextrakt bewerben. Das wird garniert mit Affiliate-Links. Wenn dann jemand über den Link ein Produkt kauft, erhält der Affiliate-Partner eine Provision. Der Affiliate ist also eine Art externer, selbstständiger Verkäufer für das Unternehmen, das den erfolgreichen Verkauf in Form von Provisionen belohnt. Ein Unterfangen, von dem alle Seite profitieren.
„Es gibt keine komplizierten Hacks, um erfolgreiches Affiliate-Marketing zu betreiben“
Lars Müller hat es mithilfe langfristig ausgelegter Affiliate-Kooperationen geschafft, ganz ohne andere Online-Werbemaßnahmen mit Hempamed einen Millionenumsatz zu erzielen. Wie ist das gelungen – gibt es vielleicht geheime Tricks, mit denen man Affiliate-Programme besonders erfolgreich gestalten kann? „Es gibt keine komplizierten Hacks, um erfolgreiches Affiliate-Marketing zu betreiben. Unser Erfolgsrezept: Sei eine coole Marke, zahle ordentlich und behandle deine Affiliate-Partner eben wie echte Partner. Schließlich verfolgt ihr ein gemeinsames Ziel. Wenn man das über einen konstanten Zeitraum beherzigt, schafft man bei allen Beteiligten - vom Partner bis zum Endkunden - eine große Glaubwürdigkeit, die sich auszahlt und zum Erfolg führt,“ erklärt Müller sein Erfolgsrezept.
Beständigkeit sei ohnehin der beste Weg, Vertrauen in das eigene Unternehmen und die eigenen Produkte zu schaffen, führt Müller weiter aus: „Ich denke, jeder hat seine zwei bis drei Lieblingsmarken, auf die er schwört, einfach weil sie einem vielleicht seit Kindheitstagen oder der Jugend bekannt sind und sich bewährt haben. Diese Produkte müssen qualitativ hochwertig sein und über einen langen Zeitraum ihre Zuverlässigkeit unter Beweis stellen. Marken, denen es gelingt, zur Love Brand zu werden, müssen dann zunächst nicht viel weiter tun, als ihre Qualität aufrecht zu erhalten. Dann werden sie von ihren Kunden gerne weiterempfohlen und den Partnern mit voller Überzeugung und Herzblut vertrieben.“
CBD-Marken müssen Seriösität in Sachen Hanfextrakt vermitteln
Ein erfolgreiches Affiliate-Programm kann also nur funktionieren, wenn das Produkt stimmt. Und das „lebt“ auf vielen Plattformen. Von der Website über die Social-Media-Auftritte: gerade bei einem manchmal heiklen Thema wie Cannabis-Produkten ist Seriosität gefragt. Vertrauensaufbau in die Marke und Produkte muss an erster Stelle stehen. Schließlich will niemand in die „Kiffer-Ecke“ gestellt werden – ein Vorurteil, das den CBD-Unternehmen traditionell anhaftet.
Unternehmen, die solche Vorurteile bestärken, indem sie sich nicht genug davon distanzieren, anstatt klar herauszustellen, dass Produkte aus Hanfextrakt als seriöses, nach hohen Qualitätsstandards zertifiziertes Heilmittel verwendet werden können, dürften langfristig der Branche einen Bärendienst erweisen. Vor allem aber dürften sie sich selbst schaden. Vertrauen ist noch immer die wichtigste Währung und schlägt perspektivisch immer laute Werbekampagnen, bei denen nur wenig Substanz dahintersteckt.
Stand: 16.12.2025
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