Amazon Marketing Cloud Amazon Seller: Wie Händler mit Datenanalysen den Umsatz steigern

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Auf Amazon entscheidet oft die erste Seite über Umsatz, doch die stärksten Hebel verstecken sich in unscheinbaren Berichten. Viele Teams ignorieren, welche Suchanfragen tatsächlich bis in den Warenkorb tragen. Folgender Beitrag klärt über die Datenwerkzeuge von Amazon auf und zeigt konkrete Schritte, wie Performance planbar wird.

(Bild:   jcomp)
(Bild: jcomp)

Erste Entscheidungen fallen dort, wo eigene Berichte Klarheit stiften. Brand Analytics legt offen, welche Suchbegriffe real Nachfrage tragen und welche nur Lärm erzeugen. Business Reports zeigen Sessions, Buy Box Anteil und Conversion, wodurch Schwachstellen sichtbar werden. Search Query Performance verknüpft Suchpfade mit Klicks und Käufen und sortiert Prioritäten. Product Opportunity Explorer weist auf Segmente hin, in denen sich ein Einstieg lohnt. Amazon Marketing Cloud erklärt Pfade und Frequenzen und liefert verlässliche Attribution. Warenkorbanalyse enthüllt Paarungen, die sich für Bundles eignen.

Saubere Ziele, eine einheitliche Nomenklatur und ein wiederholbarer Testplan verwandeln lose Signale in belastbare Entscheidungen. Teams übersetzen Beobachtungen in Hypothesen und prüfen sie mit kleinen, klaren Experimenten. Budget wandert dorthin, wo Wirkung entsteht und nicht dorthin, wo Lautstärke herrscht. Wer zusätzliche Kapazitäten benötigt, findet gegebenenfalls in einer Full-Service-Amazon-Agentur operative Unterstützung, ohne die strategische Hoheit aus der Hand zu geben. Schließlich entsteht aus Daten, Tools und Prozessen ein Kompass, der Entscheidungen entlastet. Indessen verhindert der Blick auf die richtigen Kennzahlen kostspielige Irrtümer. Am Ende zählt, dass jede Maßnahme überprüfbar, vergleichbar und skalierbar bleibt.

Praxisnaher Ablauf für Teams

Zunächst bündelt ein kurzes Konto-Audit alle relevanten Datenspuren in einem einfachen Dashboard. Danach definiert das Team drei geschäftsnahe Ziele, etwa Deckungsbeitrag, Neukundenanteil und Lagerumschlag, und verknüpft sie mit messbaren Kennzahlen. Anschließend ordnen Namenskonventionen Kampagnen, Anzeigengruppen und Placements, damit Auswertungen konsistent bleiben. Im Anschluss folgt ein Plan mit klaren Hypothesen, die jeweils nur eine Variable verändern. Parallel prüft ein wöchentlicher Rhythmus Conversion, Klickanteil und Verfügbarkeit, um Ausreißer früh zu erkennen. Zusätzlich dokumentiert ein kurzes Protokoll Beobachtungen, Entscheidungen und nächste Schritte, damit Wissen im Team bleibt.

Ebenfalls wichtig ist die saubere Trennung zwischen Test und Skalierung, denn wild gemischte Maßnahmen verwischen Signale. Weiter fließen Erkenntnisse aus Search Query Performance in Texte, Bilder und Attribute und sichern die Passung zur Suchintention. Zudem wird eine Warenkorbliste Cross Selling Ideen mit konkreten Platzierungen auf der Produktseite verknüpfen. Außerdem schließt ein monatlicher Review den Kreislauf, verschiebt Budgets nach Wirkung und benennt Verantwortliche. Schließlich wird Taktik zu System und Tagesgeschäft zu planbarem Fortschritt.

Datenquellen orchestrieren: Jede Rolle hat klare Aufgaben

Klare Rollen verhindern doppelte Arbeit und schaffen verlässliche Orientierung. Brand Analytics beantwortet, welche Begriffe Nachfrage bündeln und welche Wettbewerber sichtbar sind. Business Reports liefern den täglichen Gesundheitscheck mit Sessions, Conversion und Einheiten pro Bestellung. Search Query Performance verbindet Suchintention mit Klickpfaden und Käufen und priorisiert Keywords nach Wirkung. Product Opportunity Explorer macht Segmente sichtbar, in denen Preisniveau, Nachfrage und Top Produkte eine realistische Lücke zeigen.

Die Amazon Marketing Cloud ergänzt die Perspektive mit Pfadanalyse, Frequenz und Tagesmustern und macht Attribution nachvollziehbar. Keepa dokumentiert Preisverläufe, Verfügbarkeiten und Buy Box Dynamiken und schärft die Außenansicht. Zudem gehört die rechtliche Lage ins Monitoring, etwa das Amazon-Urteil zur Preisangabenverordnung, das die Grenzen bei Rabattangaben markiert und Handlungspflichten für Händler verdeutlicht.

Helium 10 und Jungle Scout liefern zusätzliche Volumenschätzungen, Listing Checks und Konkurrenz Einblicke, die operative Entscheidungen vorbereiten. Ein Data Dictionary definiert dafür Begriffe und Messpunkte, damit Teams dieselbe Sprache sprechen. Eine Zugriffsstruktur regelt, wer Änderungen vornimmt und wer Auswertungen verantwortet. Ein Kanban Board verbindet Erkenntnisse mit Aufgaben, Terminen und Zuständigkeiten. Regelmäßige Reviews sichern Qualität und verhindern schleichende Definitionstreue.

Amazon: Verbindliche Prozesse für Klarheit

Zuerst bekommt jede Datenquelle eine Aufgabe, damit Verantwortung klar bleibt. Danach beschreibt ein Leitfaden, welche Fragen welche Quelle beantwortet. Anschließend erhalten Kampagnen Pflichtfelder für Suchintention, Platzierung und Zielseite. Parallel liegen Exportformate, Zeiträume und Filter zentral, damit Auswertungen reproduzierbar sind. Zusätzlich kontrolliert ein Vier-Augen-Prinzip die Berechnung der Metriken. Weiter arbeiten Teams im Wochentakt mit drei Prioritäten.

Zudem werden Ergebnisberichte narrativ geschrieben, damit Entscheidungen nicht in Tabellen verhallen.

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Außerdem sorgt ein Daten-Steward dafür, dass Namenskonventionen gelten und neue Felder korrekt eingeführt werden. Ebenso legt ein Eskalationspfad fest, was bei widersprüchlichen Zahlen passiert. Schließlich schließt ein Quartalsreview Lücken, benennt veraltete Felder und trainiert neue Kolleginnen und Kollegen. So entsteht aus Werkzeugen eine Orchestrierung, die schlagkräftig bleibt und ruhig funktioniert. Alle Beteiligten wissen jederzeit, was wirklich zählt.

Amazon Seller: Listings gewinnen durch Evidenz

Produktchancen entstehen dort, wo relevante Suche auf unzureichenden Inhalt trifft. Product Opportunity Explorer zeigt Nachfrage, Preisband und führende Artikel und eröffnet realistische Einstiege. Search Query Performance ordnet dazu die Suchintentionen und verknüpft sie mit Klicks, Warenkörben und Käufen. Anlässlich des 30-jährigen Amazon-Jubiläums wird deutlich, wie stark die Plattform Mechaniken und Erwartungen im Handel geprägt hat, weshalb präzise, datenbasierte Listing-Arbeit heute zum Pflichtprogramm gehört.

Business-Reporte liefern den direkten Blick auf Sessions und Conversion auf Artikel Ebene. Conversion Benchmarks ersetzen Bauchgefühl und prüfen, ob ein Listing im Marktvergleich besteht. Eine Warenkorbanalyse identifiziert Paare, die sich als Bundle anbieten. Bilder mit präziser Nutzenkommunikation schlagen generische Produktfotos. Texte, die reale Fragen beantworten, steigern Vertrauen und senken Absprungraten. Attribute, die zur Suche passen, sorgen für präzise Filtertreffer und bessere Sichtbarkeit. 

Variantenlogik folgt echten Nachfrageclustern und nicht interner Vorliebe. Bewertungen werden systematisch analysiert und in Verbesserungslisten übersetzt. Verfügbarkeit und Preisstabilität unterstützen jede Optimierung, weil Sichtbarkeit sonst brüchig bleibt. Ein kontinuierlicher Redaktionsplan priorisiert die sichtbarsten Seiten zuerst und baut danach Breite auf. Konsequenz im Prozess verwandelt Einzelschritte in nachhaltige Ergebnisse heute.

Amazon Seller: Konkrete Optimierung mit Plan

Als Erstes erhält jedes Kernlisting eine Hypothese auf Basis einer dominanten Suchintention. Danach folgt eine Textüberarbeitung, die die drei häufigsten Fragen der Zielgruppe beantwortet. Anschließend ergänzen ausdrucksstarke Bilder Nutzung, Größen und klare Unterschiede zum Wettbewerb. Parallel prüft eine Kontrolle Titel, Attribute und Kategorien auf Passung und Vollständigkeit. Zusätzlich werden Keywords aus Search Query Performance in Varianten für Anzeigen überführt.

Weiter testet eine Serie kleiner Gebotsanpassungen die Sichtbarkeit oben. Zudem prüfen Berichte nach Uhrzeit und Tag, wo Budget die klaren Zeitfenster trifft. Außerdem entsteht eine Bundle Idee aus der Warenkorbanalyse. Ebenfalls setzt eine Preis Leitplanke Untergrenzen, Obergrenzen und Anlässe. Schließlich fasst ein zweiwöchiger Review Ergebnisse zusammen, verschiebt Ressourcen und stärkt Relevanz, Sichtbarkeit und Vertrauen.

Amazon: Zahlen führen, Menschen entscheiden

Wer Amazon skalieren will, braucht eine Kultur, in der Daten Entscheidungen vorbereiten. Klare Ziele, verlässliche Quellen und ein wiederholbares Vorgehen geben Sicherheit. Reale Kaufpfade und Verhalten im Shop weisen die Richtung, nicht laute Meinungen. Business Reports, Brand Analytics und Search Query Performance tragen das Fundament, ergänzt durch Product Opportunity Explorer, Amazon Marketing Cloud und externe Beobachtungswerkzeuge.

Ein kompakter Plan bündelt Hypothesen, Tests und Reviews. Wirkung entsteht, wenn Content, Werbung und Verfügbarkeit gemeinsam gedacht werden. Disziplinierte Namenskonventionen, Dashboards und Zuständigkeiten beschleunigen Budgets dorthin, wo sie Ergebnisse liefern. Regelmäßige Rituale schaffen Stabilität und machen Kennzahlen nachvollziehbar. So wird Wachstum planbar und profitabel.