Schöner empfehlen Beauty-E-Commerce – So funktionieren Produktempfehlungen mit KI

Ein Gastbeitrag von Maria-Liisa Bruckert 2 min Lesedauer

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Unternehmen im Beauty-E-Commerce haben es durch niedrige Retention und hohe Acquisition Costs besonders schwer. Doch künstliche Intelligenz kann Unternehmen und Kunden helfen: Personalisierte Kaufempfehlungen geben mehr Übersicht über das Sortiment und bringen das passende Produkt in den Warenkorb.

(Bild: freepik/rawpixel.com)
(Bild: freepik/rawpixel.com)

Welches Produkt ist das richtige für mich? Diese Frage steht am Anfang jeder Kaufentscheidung. Je komplexer die Kategorie und je individueller die Anforderungen an ein Produkt, desto größer sind die Kaufhemmnisse sowie die Retourenquote. Und am Ende bleibt womöglich der Eindruck: „Die Brand/der Shop ist nichts für mich”. Vor dieser Herausforderung steht vor allem der Beauty-E-Commerce. So liegt die Retention Rate in der Branche bei lediglich 23 Prozent.

Und das bei vergleichsweise hohen Akquisi­tionskosten von durchschnittlich rund 119 Euro. Zur Einordnung: Demgegenüber steht ein Customer Lifetime Value von gerade einmal 128,75 Euro. Woran das liegen könnte, lässt eine Studie vermuten, der zufolge drei Viertel der deutschen Frauen ihren Hauttyp nicht kennen. Damit ist die Gefahr, zum falschen Produkt zu greifen, besonders hoch. Das kann langfristige Folgen für das Image einer Marke und der Qualität ihrer Produkte haben. Genau hier kann der Beauty-E-Commerce heute dank KI einfach gegensteuern.

Beauty-E-Commerce: Digitale Beratung dank KI

Ob Chatbots, Datenanalyse oder präzise Suchfunktion – Der Einsatz von KI im E-Commerce ist kein Novum. Da Produktempfehlungen im Beauty-E-Commerce aber besonders diffizil sind, ist hier ein aktiver Einsatz von KI-Anwendungen notwendig. Zu unterschiedlich sind die Hauttypen, zu individuell die Anfor­derungen an ein Haarpflegeprodukt. Die verwirrende Produkt­vielfalt im Beauty-Handel macht es immer schwieriger, die richtigen Produkte für die individuellen Hautmerkmale zu finden.

Um hier den Überblick zu behalten, bedarf es digitaler Tools, die eine individuelle Auswahl aus dem umfangreichen Sortiment treffen.

So funktionieren Empfehlungen mit KI

Jede Haut ist individuell und braucht eine auf sie zugeschnittene Pflege. Die Basis dafür ist die Bestimmung des Hauttyps: fettige, trockene, normale oder Mischhaut. Um das richtige Make-up zu finden, ist zusätzlich der Hautton entscheidend. Beides kann die KI-basierte Analyse über die Kamera, zum Beispiel des Smartphones des Kunden, bestimmen. Individuelle Hautmerkmale und die passenden Produkte können so direkt online abgestimmt werden. Ähnlich hilft die KI bei der Wahl der Haarpflege: Faktoren wie Haartyp oder Haarstruktur sind die Grundlage für die Wahl der richtigen Pflege- und Stylingmethoden. Je nachdem, ob das Haar gesund und glänzend, schnell fettend oder fein und brüchig ist, muss es unterschiedlich behandelt werden. Auch das kann künstliche Intelligenz anhand der Bilder des Kunden analysieren.

Handlungsbedarf für den Beauty-E-Commerce

Mit KI-basierten Haut- & Haaranalysen optimieren Brands und Shops die Customer Journey für die individuellen Bedürfnisse jedes einzelnen Kunden und geben personalisierte Produktempfehlungen. Für Marken und Einzelhändler bedeutet die Einführung dieser Technologie eine Chance, sich in einem gesättigten Markt als innovativer Anbieter zu positionieren. Durch die Nutzung von Fotos in Verbindung mit künstlicher Intelligenz können sie die richtigen Produkte mit den richtigen Nutzern verknüpfen, was zu größeren Warenkörben und einer gesteigerten Kundenbindung führt.

Maria-Liisa Bruckert
ist Gründerin und Geschäftsführerin von Iqonic.ai

Bildquelle: Maria-Liisa Bruckert

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