Hyperpersonalisierung Personalisierte Werbung verleitet zum Kauf

Verantwortliche:r Redakteur:in: Konstantin Pfliegl 2 min Lesedauer

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Große Teile der Online-Werbung sind heute personalisiert. Mit Erfolg: 54 Prozent der Deutschen haben mindestens einmal ein Produkt gekauft, nachdem sie personalisierte Werbung dazu erhalten haben.

(Bild:  pawimon / Adobe Stock)
(Bild: pawimon / Adobe Stock)

Ob ein Kleidungsstück in der Lieblingsfarbe oder das passende Hotelangebot nach der Buchung eines Flugs – große Teile der online gezeigten Werbung ist heutzutage hochgradig personalisiert. Und damit scheinen die Marketing-Fachleute auch richtig zu liegen: 54 Prozent der Deutschen haben mindestens einmal ein Produkt online gekauft, nachdem sie personalisierte Werbung dazu gesehen oder gehört haben. Das ist eines der Ergebnisse der Studie „Digitales Marketing in Deutschland 2025“ des Digitalverbands Bitkom.

Doch personalisierte Werbung pusht nicht nur den Umsatz in Online-Shops: 44 Prozent der Befragten gingen deshalb sogar in ein Geschäft vor Ort.

Personalisierte Werbung kommt hauptsächlich über Social Media

Dabei nimmt die Mehrheit der deutschen Internetnutzer personalisierte Anzeigen häufig auf Social Media wahr (54 Prozent). Aber auch in Online-Shops (51 Prozent), über Suchmaschinen (45 Prozent) oder E-Mail-Dienste (40 Prozent) stoßen Verbraucher oft darauf.

 Jeweils etwa ein Drittel (36 Prozent) gibt zudem an, auf die zugeschnittene Werbung häufig auf Online-Nachrichtenseiten, bei Video-Streamingdiensten (36 Prozent) oder Audio-Streamingdiensten (32 Prozent) zu begegnen.

Wie erleben Sie personalisierte Werbung für folgende Produkte beziehungsweise Dienstleistungen? Für allem für Lebensmittel und Kleidung wird diese Form der Anzeigen eher als nützlich wahrgenommen.(Bild:  Bitkom)
Wie erleben Sie personalisierte Werbung für folgende Produkte beziehungsweise Dienstleistungen? Für allem für Lebensmittel und Kleidung wird diese Form der Anzeigen eher als nützlich wahrgenommen.
(Bild: Bitkom)

Unabhängig vom Produkt, das Inhalt der Werbung ist: Ein gutes Drittel der Internetnutzer nimmt personalisierte Werbung neutral – und damit weder als besonders störend noch als besonders nützlich wahr. Im Detail gibt es aber deutliche Unterschiede: So werden persönlich zugeschnittene Anzeigen für alltägliche Produkte eher als nützlich wahrgenommen, etwa für Lebensmittel und Getränke (36 Prozent), Kleidung und Accessoires (35 Prozent) beziehungsweise Unterhaltungsangebote (33 Prozent). Bei sehr teuren oder besonders individuellen Angeboten oder Inhalten werden personalisierte Anzeigen nur noch von rund einem Fünftel als nützlich bewertet: etwa bei Immobilien (21 Prozent), Finanz- oder Versicherungsdienstleistungen (20 Prozent) und am wenigsten bei politischen Parteien (19 Prozent).  Insgesamt sind sich zwei Drittel der Internetnutzer einig, dass ohne personalisierte Online-Werbung deutlich mehr Internetseiten oder Online-Dienste kostenpflichtig wären (65 Prozent).

Künstliche Intelligenz verändert das Marketing

Auch im Marketing hält die Künstliche Intelligenz im weiter Einzug. In den alltäglichen Aufgaben des digitalen Marketings macht sich der Einfluss von KI heute bereits bemerkbar. So haben Sprachmodelle wie ChatGPT oder Gemini bei der Erstellung von Inhalten wie Texten, Bildern, Musik und Videos bereits ihren festen Platz. Außerdem können Ressourcen durch KI über alle Kanäle des digitalen Marketings hinweg gezielter eingesetzt werden. Die Möglichkeiten reichen von automatisierten Tests und Budgetanpassungen im Kampagnen-Management über eine präzisere Identifikation und automatische Segmentierung in der Zielgruppenanalyse bis hin zu prädiktiven Analysen von Kaufverhalten oder Anzeigen-Performances.

Für die personalisierte Online-Werbung bedeutet Künstliche Intelligenz zukünftig vor allem eines: Hyperpersonalisierung. Durch KI ist ein höchst präziser Zuschnitt von Anzeigen möglich.

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