Zu den großen Herausforderungen für Onlinehändler zählt ein reibungsloser Check-out-Prozess. Was bei der Gestaltung beachtet werden muss, um eine optimale Conversion-Rate zu erzielen.
(Quelle: iQoncept - Adobe Stock)
Nach wie vor ist es die größte Herausforderung für Onlinehändler, aus Shop-Besuchern echte und vor allem auch wiederkehrende Käufer zu machen. Das hat Zahlungsdienstanbieter Mollie in einer Umfrage herausgefunden. Es liegt aber nicht nur am großen Wettbewerb, der durch die Corona-Pandemie in vielen Bereichen noch weiter befeuert wurde. Einige der Hürden, die einen erfolgreichen Kaufabschluss verhindern, befinden sich im Kern eines Onlineshops: Dazu gehören beispielsweise hohe Versandkosten, die sich während des Check-out-Prozess zum Produktpreis summieren, eine schlechte User Experience auf dem Smartphone, unzureichende Zahlungsoptionen oder gar Probleme während der Zahlungen. Das betonen auch die befragten Unternehmen. Sie erklären, dass die Qualität ihrer angebotenen Payment-Services (43 Prozent), die mobile Shop-Erfahrungen für ihre Kunden (43 Prozent) und auch das Erlebnis im Check-out (39 Prozent) klare Herausforderungen sind. Aus diesen Erfahrungen lassen sich acht Tipps für einen nutzerfreundlichen Check-out-Prozess ableiten – von der Gestaltung des Warenkorbs bis zur attraktiven Zahlungsoptionen auf Raten:
1. Übersichtlicher Warenkorb
Ist der Besucher fündig geworden und hat einige Produkte in seinen Warenkorb gelegt, sollten diese mit je einem Produktbild angezeigt werden. So wird der Warenkorb für ihn übersichtlich. Zudem sollte der Käufer mit einem Klick wieder zurück zur Produktseite kommen, um sich noch einmal von den Vorzügen des Produktes überzeugen zu können.
2. Einfacher Check-out-Prozess
Stellen Sie sich vor: Sie haben genau das gefunden, was Sie suchten. Aber nun müssen Sie etliche Daten eingeben, um ein Kunden-Konto anzulegen. Für viele User ist das ein Grund, ihren Einkauf abzubrechen. Ermöglichen Sie deshalb ihrem Kunden als Gast ohne Konto zu bezahlen. Hat der Kunde bereits ein Nutzerkonto, sollten die Felder automatisch ausgefüllt werden, um ihm den Bestellvorgang möglichst einfach zu machen. Der Check-out-Prozess sollte übersichtlich sowie in mehreren Schritten angezeigt werden. Auch auffällige Call-to-Action-Buttons erleichtern dem Kunden die Orientierung.
3. Transparente Versandkosten
Überraschungen bezüglich der Versandkosten schrecken viele Kunden ab. Deshalb sollten Händler sie mit Start des Bestellprozesses, beziehungsweise der Customer Journey, kommunizieren. Anderenfalls bricht der Kunde den Kaufvorgang ab, sobald unerwartete Versandkosten angezeigt werden.
4. Ansprechende Versandoptionen
Zu lange Lieferzeiten sind ein weiterer Grund, den Bestellvorgang nicht abzuschließen. Wichtig ist es daher, mit Lieferanten und Logistikpartnern attraktive Konditionen – etwa eine One-Day-Lieferung – zu vereinbaren. Zudem verbessert ein zuverlässiges Tracking der Sendungen das Shopping-Erlebnis.
5. Gewünschte Zahlungsoptionen anbieten
Interessenten möchten stets mit der Methode ihrer Wahl bezahlen. Aus diesem Grund sollten Händler eine möglichst große Auswahl an verschiedenen Bezahlmöglichkeiten bereitstellen. Das steigert auch die Conversion Rate. Zu den Klassikern gehören Vorkasse, Nachnahme, Lastschriftverfahren und Kreditkarte. Außerdem wählen User gerne PayPal oder den Klarna-Kauf auf Rechnung. Die Kunden sollten genau jene Bezahloptionen finden, die sie suchen – inklusive internationale Zahlungsmittel in Fremdwährungen.
6. Über Ratenzahlungen informieren
Viele Kunden setzen sich beim Onlineshopping ein Preislimit. Ratenzahlungen dagegen – etwa über Klarna – ermöglichen es ihnen, sich auch Produkte leisten zu können, die nicht ihrem gesetzten Budget entsprechen. Der Kunde kann den fälligen Betrag in Raten aufteilen und ihn in drei bis maximal 36 Monaten abbezahlen. Das erweitert seinen Finanzierungs-Spielraum deutlich. Um potenzielle Käufer schon während des Kaufvorgangs über dieses Angebot zu informieren, lässt sich etwa ein maßgeschneidertes Finanzierungsangebot von Klarna mittels On-Site Messaging direkt unter dem angebotenen Produkt anzeigen. In einem Test des Computerherstellers Lenovo stieg der durchschnittliche Warenkorbwert um 25 Prozent, wenn Kunden diese Zahlungsmöglichkeit angezeigt wurde.
7. Check-out-Prozess für mobile Endgeräte optimieren
Niemand verlässt mehr ohne sein Smartphone das Haus. Jährlich wächst die Zahl der Verbraucher, die ihr Mobilgerät zum Shoppen nutzt. Deswegen sollten Händler ihren Webshop responsiv gestalten, – ganz egal, welches Gerät sie dafür verwenden. Ist der Check-out-Prozess auf dem Smartphone jedoch schwierig, führt das häufig zum Abbruch der Bestellung.
Stand: 16.12.2025
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8. Kunden zurückholen bei abgebrochenem Check-out-Prozess
Hat ein Kunde den Check-out-Prozess abgebrochen, lässt er sich häufig durch geeignete Remarketing-Maßnahmen zurückgewinnen. Händler können etwa nach einem bestimmten Zeitraum personalisierte Mails automatisch versenden. Darin erinnern sie den Kunden an seinen vollen Warenkorb und bieten Hilfe bei Bestell-Problemen an. Zudem können sie zum Beispiel mit Rabattaktionen neue Kaufanreize setzen und den Kunden mit Call-to-Action-Schaltflächen erfolgreich zurückholen.
Setzen Onlinehändler dies konsequent um, lässt sich die Conversion Rate deutlich erhöhen. Die verschiedenen Stellhebel greifen ineinander, führen insgesamt zu einem nutzerfreundlichen Check-out-Prozess und reduzieren die Anzahl der Warenkorbabbrüche.
Die Autorin Vanda Astfäller leitet das Sales Team für die DACH-Region bei Mollie. Sie unterstützt Online-Händler dabei, ihre Shops zu optimieren und mit dem richtigen Bezahl-Angebot, die Conversions zu steigern.