Contextual Audience macht Marken und Werbetreibende schon heute fit für die digitale Werbewelt von morgen.
(Bild: freepik)
Das Ende der Third-Party-Cookie-Ära soll laut einer Meldung von Business Insider auf 2025 verschoben werden. „The same procedure as every year, James“ – mit eben jener Nonchalance begegnen Marken und Werbetreibende seit Jahren dem Aufschub der cookielosen Zukunft. Manche von ihnen werden wahrscheinlich erst dann eine Alternative suchen, wenn es 5 vor 12 schlägt.
Dabei wäre der Wechsel gestern schon möglich gewesen. Datensichere, verlässliche und erprobte Methoden und Lösungen gibt es längst. Contextual Audiences etwa, also kontextbezogene Zielgruppen, ermöglichen Werbenden die präzise Ansprache von Verbrauchern – und zwar ohne Keywords, Cookies und Nutzerdaten. Statt auf Merkmale wird auf Interessen gesetzt. Und zwar basierend auf dem Content, mit dem sich die Nutzer just in diesem Moment beschäftigen. Ein Beispiel: In einem Theater sitzt an einem beliebigen Abend eine scheinbar willkürlich zusammengewürfelte Gruppe an Menschen; alt, jung, groß, klein, unterschiedliche Geschlechter, Nationalitäten, Einkommensschichten. Und dennoch verbindet sie eins: ihr gemeinsames Interesse am Schauspiel.
Contextual Audience: Content-Universum verbindet Inhalte und Kontext
Kontextuelles Targeting funktioniert ähnlich: Hierfür werden Zielgruppen basierend auf ihren Interessen zusammengesetzt, ohne dafür auf persönliche Daten zuzugreifen. Für die Zuweisung zu den kontextuellen Zielgruppen sind lediglich nicht-identifizierbare Daten der Website, des Textes, des Bildes oder der Stimmung nötig. Um auf das Theater-Beispiel zurückzukommen: Statt eines Theaterstückes haben wir es im Internet mit einer schier endlos scheinenden Fülle an Content zu tun. Im November 2022 gab es über 1.14 Milliarden Websites. Ihre Zahl dürfte sich seither nochmals erhöht haben.
Mit dem Abbilden aller Websites in einem spinnennetzähnlichen Content-Universum, dem sogenannten kontextuellen Graphen, können Verbindungen von Inhalt und Kontext hergestellt werden. Und genau hier kommen die Zielgruppen ins Spiel: Contextual Audiences. Der Contextual-Advertising-Spezialist Seedtag unterscheidet dabei zwischen „Signature Audiences“ (vordefinierte Zielgruppen), „Seasonal Audiences“ (auf ein zeitliches Ereignis wie Weihnachten begrenzt) und „Custom Audiences” (auf den Kunden zugeschnittene Zielgruppe).
Künstliche Intelligenz präzisiert Zielgruppen in Echtzeit
Nehmen wir an, eine Luxus-Modemarke möchte potenzielle Kunden ansprechen. Üblicherweise würde hierfür eine kleine Website-Liste mit ein paar hochwertigen Modemarken ausgewählt werden. Marken und Werbetreibende setzen zumeist auf persönliche Identifikationsmerkmale oder Cookies von Drittanbietern, um die gewünschten Zielgruppen zu erreichen.
Kontextbezogene Zielgruppen basieren hingegen auf den Interessen der Verbraucher und ermöglichen die Schaffung von Nischensegmenten, die mit den Zielgruppen der Luxusmarke im Verhältnis stehen. Die kontextuelle KI macht es möglich, die relevanten Zielgruppen noch spezifischer und präziser zu erreichen. Und zwar ohne, dass die Werbebotschaften, aufgrund von Desinteresse, verlorengehen. Die Zielgruppe wird nicht nur über Content erreicht, der sich mit Mode beschäftigt, sondern auch mit Content, der Affinität zur Interessenswelt der Verbrauchern aufweist.
Das könnten in unserem Beispiel neben Beiträgen über Luxusmode Beiträge über nachhaltige Kleidung sein. Es könnten aber auch Beiträge über Themen wie Reisen, Finanzen oder Investitionen sein. Das Content-Universum schafft Schnittstellen, die für die Werbekampagnen kontextuell passend sind.Durch maschinelles Lernen werden diese Contextual Audiences skalierbar und präziser. Seedtag nutzt bereits seit neun Jahren seine kontextuelle KI-Technologie Liz, deren Deep-Machine-Learning-Modell stetig lernt und sich weiterentwickelt. Dafür verarbeitet Liz täglich allein bis zu 80 Millionen Artikel von etwa 8000 Verlagspartnern.
Contextual Audience: Zielgruppenspezifische Kampagnen bei effektivem Werbebudget
In dem riesigen Content-Universum schafft kontextuelle KI-Technologie Ordnung: Sie kategorisiert Texte und visuelle Elemente automatisch und findet immer wieder zusammenpassende Inhalte. So werden die daraus definierten kontextbezogenen Zielgruppen in Echtzeit auf dem neusten Stand gehalten, verkleinert, erweitert und effektiviert.
In Verbindung mit generativer KI-Technologie kreiert die kontextuelle KI zudem Werbemittel, die zum Kontext des Contents passen. Wird beispielsweise ein neues Modell einer Automarke beworben, das unter anderem Familien zum Kauf motivieren soll, wird das Auto in der Bildwelt der Anzeige in einen familiären Kontext eingebunden - etwa vor einem Einfamilienhaus, das von der generativen KI passend zum Kontext der Bildwelt hinzugefügt wird. Mittels Contextual Advertising wird dann die KI-generierte und optimierte Anzeige im passenden Kontext diverser Webseiten ausgespielt.
Stand: 16.12.2025
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Das Resultat? Effektiv genutzte Werbebudgets der Marken und Werbetreibenden. Mit Contextual-Advertising-Kampagnen lassen sich die relevanten Zielgruppen erreichen – passgenau und datenschutzkonform.
Contextual Audiences definieren die Standards der Zukunft für Marken und Werbetreibende. Die Cookie-basierte Kundenansprache setzt(e) auf unsichere Verhaltensprognosen und Stereotypen. Kontextbezogene Zielgruppen dagegen ermöglichen ein kontextuelles Targeting, das die Zielgruppen genau dann erreicht, wenn sie für Werbung am aufmerksamsten und empfänglichsten sind.
Im relevanten Kontext, in Echtzeit und datensicher. Das Zusammenspiel von kontextueller und generativer KI holt die Contextual Audiences zuverlässig mit relevantem, spezifischem und personalisiertem Content ab. Mit Contextual Advertising sind Marken und Werbetreibende der cookielosen Zukunft um Jahre voraus.
Nicolas Poppitz Managing Director und VP Sales bei Seedtag