Beeinflusstes Verbraucherverhalten

Dark Patterns: So erkennen Sie manipulative Tricks am Black Friday

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Darf Patterns verbieten? Gar nicht so einfach...

Bereits seit August 2023 müssen sich sehr große Online-Plattformen und Suchmaschinen wie Amazon oder Google an die neuen Vorschriften des Digital Services Act (DSA) halten. Seit Februar 2024 gelten diese für alle Online-Plattformen. Die Anbieter sind damit zu mehr Transparenz und Schutz für Verbraucher verpflichtet. Eine Auswertung des Bundesverbands der Verbraucherzentralen von Ende 2023 zeigte jedoch, dass einige große Webseitenbetreiber die manipulativen Techniken immer noch benutzen.

Der DSA enthält die allgemeine Regelung, dass Anbieter von Online-Plattformen ihre Online-Schnittstellen nicht so konzipieren, organisieren oder betreiben dürfen, dass Nutzer getäuscht, manipuliert oder anderweitig in ihrer Fähigkeit freie und informierte Entscheidungen zu treffen, beeinträchtigt oder behindert werden.

Alexander Wahl, Jurist beim Europäischen Verbraucherzentrum (EVZ) Deutschland

Um Dark Patterns rechtlich zu beurteilen, erfordert es laut dem Europäischen Verbraucherzentrum Deutschland eine detaillierte Prüfung: „‚Dark Patterns‘ ist letztlich nur ein Überbegriff, der unterschiedliche Dinge umfassen kann. Der DSA enthält die allgemeine Regelung, dass Anbieter von Online-Plattformen ihre Online-Schnittstellen nicht so konzipieren, organisieren oder betreiben dürfen, dass Nutzer getäuscht, manipuliert oder anderweitig in ihrer Fähigkeit freie und informierte Entscheidungen zu treffen, beeinträchtigt oder behindert werden“, erklärt Alexander Wahl, Jurist beim EVZ Deutschland. Unter diese Definition würde etwa das oben genannte Beispiel fallen, bei dem die Beendigung eines Dienstes schwieriger gestaltet wird, als die Anmeldung, also die sogenannte Schabenfalle.

Das raten die Verbraucherschützer

Gerade weil viele Internetseiten so gestaltet sind, um Verbraucher bewusst zu einer Kaufentscheidung zu lenken, sollte man stets wachsam sein und folgende Tipps beachten:

  • Keine voreilige Kaufentscheidung treffen und alarmierende Hinweise wie „Nur noch 1 Artikel auf Lager“ ignorieren.

  • Den Warenkorb vor Abschluss der Bestellung prüfen. Wenn man automatisch hinzugefügte Produkte findet, dann löschen!

  • Nachrechnen, ob sich ein Angebot lohnt und die Preise mit denen anderer Anbieter vergleichen, zum Beispiel über Vergleichsportale. 

  • Die Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGBs) des Online-Shops sowie die Bedingungen für Zusatzangebote vor der Bestellung genau durchlesen.

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