Mit Dropshipping können Selbständige vom E-Commerce-Boom profitieren, ohne in ein eigenes Lager investieren zu müssen. In dem neuen Buch „Finanzielle Freiheit mit Dropshipping“ erklärt Fabian Siegler, wie das funktioniert.
(Quelle: Lightfield Studios - Adobe Stock)
Allein in Deutschland wuchs das Online-Geschäftsvolumen im Jahr 2020 auf beachtliche 73 Milliarden Euro und verzeichnet auch 2021 weitere Zuwachsraten. Während der stationäre Handel durch die Corona-Pandemie zusätzlich dramatische Einbußen hinnehmen musste, erhöhte sich der Umsatz im Internet im Vergleich zum Jahr 2019 um rund 15 Milliarden Euro. Rund die Hälfte davon setzen Tausende von Anbietern auf der Amazon-Plattform um. Der E-Commerce-Markt bietet also große Chancen. Doch wie kann man davon ohne Vorkenntnisse partizipieren, ohne Kredite für ein Lager mit noch nicht verkauften Produkten aufnehmen zu müssen? Wie lässt sich ein Online-Geschäft nebenberuflich schrittweise aufbauen? Das neuartige Konzept des Dropshipping bietet neue Möglichkeiten im E-Commerce.
Dropshipping: Verkauf von nicht vorhandenen Produkten
Der moderne Begriff bezeichnet eine schon 150 Jahre alte und erprobte Handelsform, nämlich das Streckengeschäft. Der Einzelhändler verfügt über ein Warenangebot, ohne die Artikel vorher einzukaufen, wodurch weder Beschaffungs- noch Lagerkosten anfallen. Im wahrsten Sinne des Wortes „handelt“ es sich um ein komfortables und finanziell risikoloses Geschäft, dass sich für jeden Onlinehändler eignet: Kunden kaufen Dropshipping-Produkte in einem Laden, den Versand übernehmen Hersteller oder Lieferanten. Das ist kein geheimnisvolles oder trickreiches oder gar unseriöses Geschäft, sondern ein Handlungsvorgang mit einer faszinierende´n Historie. Der neben- oder hauptberufliche Aufbau und Betrieb eines Dropshipping Shops ist für Jungunternehmer die perfekte „Start-up-Rampe“, um in die geschäftliche Selbstständigkeit ohne Kapitaleinsatz zu starten.
Verwendet man „Dropshipping“ als Suchbegriff, werden „Suchende“ von Beiträgen, Landingpages, Artikeln und Angeboten überrollt. Die Ergebnisliste ist überwältigend, aber die Aussagen sind verwirrend. Zumeist wird Dropshipping mit „sofortigen Geldregen“, „Wohlstand oder gar Reichtum ohne zu arbeiten“ und anderen Legenden angepriesen. Und es werden Shop-Programme angeboten, die sich bei näherer Betrachtung für den europäischen Markt gar nicht eignen. Wie auch unzählige E-Books und beratende Agenturen mit meist nur geringem Know-how. In geringerer Anzahl, jedoch mit gleicher Intensität, finden sich zu dem Konzept abwertende Berichte. Manche verbreiten die abstruse Botschaft, Dropshipping sei aufgrund überzogener Preise Kunden gegenüber unfair. Das widerspricht aber der Möglichkeit der Verbraucher, über Online-Vergleichsportale die günstigsten Angebote eines Artikels zu finden.
Praxis-Leitfaden für Dropshipping
Fabian Siegler (32) von Expertiserocks hat als anerkannter Sachverständiger den neuen Leitfaden „Finanzielle Freiheit mit Dropshipping“ veröffentlicht. Auf 356 Seiten erläutert der anerkannte Dropshipping-Sachverständige das digitale Streckengeschäft. Von der Ideenfindung über den Aufbau der Struktur bis zum Verkaufsstart ist das aufwendig gestaltete Buch eine sachlich fundierte Betriebsanleitung für Dropshipping. Doch auch für die Zeit nach der Shop-Eröffnung gibt der E-Commerce-Experte zahlreiche Ratschläge und Empfehlungen.
Marketing, kaufmännische Grundlagen und der Rechtssicherheit für einen Onlineshop in der EU widmet sich der Autor umfangreich und nachvollziehbar. Schon beim Lesen der ersten Seiten wird deutlich: Der Experte weiß, wovon er spricht. Dem Autor gelingt es, Fach-Kauderwelsch zu vermeiden, das noch unerfahrene, jedoch am Online-Markt interessierte Menschen nur mit Suchmaschinen dechiffrieren können.
(Der Leitfaden „Finanzielle Freiheit mit Dropshipping“ bietet auf 356 Seiten viele praktische Tipps. (Bild: Expertiserocks))
Auf europäische Produkte und Anbieter setzen
Als weiteres Thema erläutert Siegler auch den Umwelt- und Verbraucherschutz beim E-Commerce. Denn in Europa warten mehrere Hunderte zuverlässiger Hersteller und Lieferanten mit exzellenten Waren auf Handelspartner. Solche Kooperationen unterstützen die europäische Binnenwirtschaft ebenso wie ihre Arbeitsplätze. Damit geht auch ein hoher Standard bei Umwelt-, Natur- und Verbraucherschutz einher. In China hergestellte Dinge überstehen nur selten eine Prüfung im Rahmen des Verbraucherschutzes. Zumeist fehlen auch TÜV- und CE-Siegel oder sie werden nur vorgetäuscht. Und die Qualität der Waren lässt ebenfalls häufig zu wünschen übrig.
Selbstverständlich müssen Dropshipping-Händler für verkaufte Produkte haften und sollten sich genau informieren. Zoll- und Einfuhrbestimmungen müssen ebenfalls beachtet werden. Aber warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah, bekräftigt der Autor. Doch ist die verheißungsvolle „finanzielle Freiheit“ mit einem eigenen Onlineshop überhaupt möglich?
Mit Dropshipping unabhängig werden
Freiheit hat unterschiedliche Bedeutungen. Für Fabian Siegler bedeutet das Wort grenzenlose Unabhängigkeit, um seinen selbst gewählten Job überall dort betreiben zu können, wo man sich aufhält. WLAN vorausgesetzt ist Dropshipping an jedem Ort der Welt umsetzbar. Ohne selbst beim Wareneinkauf in Vorleistung gehen zu müssen, bietet ein strategisch durchdachtes Dropshipping-Geschäft große finanzielle Unabhängigkeit. Das jeweilige gewünschte Einkommen liegt wie die Definierung des Begriffs „Freiheit“ in den Händen des Betreibenden. Im Übrigen lassen sich Shops mit Dropshipping auch bei eBay, Amazon, Otto oder Zalando integrieren.
Stand: 16.12.2025
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Über den Autor Fabian Siegler
(Fabian Siegler ist Gründer von Expertiserocks. (Bild: Expertiserocks))
Fabian Siegler wusste schon mit 15, was er werden wollte: Verkäufer. Aber nicht irgendeiner, sondern ein Star in der Verkaufsszene. Fabians Vater führte einen kleinen Friseursalon. Seine Mutter leitete eine Agentur für Marketingkampagnen im Print- und Internetmarkt. Leistungen oder Produkte zu verkaufen war demnach kein fremdes Terrain für den Teenager aus Speyer. Die unermesslich erscheinende Internetwelt übte einen besonderen Reiz auf Fabian Siegler aus. Er ahnte, dass sich in der unendlichen Weite des digitalen Kosmos nicht nur alles verkaufen ließ, sondern auch in großen Mengen. Das war anno 2004, als sich eBay nach dem Kauf des Online-Auktionshaus Alando auch in Deutschland zum E-Commerce-Marktführer entwickelte und das Shoppingportal Amazon trotz des stetig zunehmenden Angebots als weltgrößter Online-Buchhandel galt. Der Otto Versand verlagerte seinen Versandhandel ebenfalls ins Internet.
Diese Handelsform faszinierte den jungen Pfälzer und mit 16 wurde er Powerseller bei eBay. Wenig später wechselte Fabian Siegler zu Amazon und scheiterte kurios: Trotz vieler Mitarbeiter wurde sein Onlineshop mit dem Ansturm im Weihnachtsgeschäft 2007 nicht gerecht. Schließung wegen zu hoher Umsätze und einem zu großen Bestellaufkommen erlebt man nicht oft im Handel. „Scheitern ist nicht das Gegenteil von Erfolg, sondern vielmehr ein Bestandteil davon“, meinte einst Arianne Huffington. Dieser Weisheit folgend baute Fabian Siegler neue Geschäftsbereiche auf und zählt heute zu den Top-Managern im E-Commerce. Unter anderem ist er gerichtlich zugelassener Sachverständiger für Dropshipping. (sg)