Veraltete Technik, Personalfluktuation und enttäuschte Kundenerwartungen: Wie eine neue Studie von Manhattan Associates belegt, sehen 50 Prozent der Befragten in deutschen Unternehmen Verbesserungspotenzial bei ihren Warehouse Operations.
(Bild: panuwat/Adobe Stock)
Manhattan Associates gab jetzt die Ergebnisse der gemeinsam mit Vanson Bourne durchgeführten Studie „Stand der Warehouse Operations im Jahr 2024“ bekannt, in der die aktuellen Herausforderungen und Chancen für die Branche aufgezeigt werden. Demnach sieht jedes zweite der befragten Unternehmen in Deutschland Verbesserungspotenzial bei den internen Warehouse Operations. Für die Studie befragte Vanson Bourne im Frühjahr 2024 2.000 Lieferketten-Experten in Deutschland, Australien, Belgien, Brasilien, Frankreich, Italien, den Niederlanden, Norwegen, Mexiko, Spanien, Schweden und dem Vereinigten Königreich. Zu den Befragten gehörten sowohl leitende als auch operative Mitarbeitende aus den Bereichen Fertigung und Produktion, Logistik, Pharma, Einzelhandel, Automotive und Konsumgüter.
Warehouse Operations stehen unter Transformationsdruck
Nach wie vor stehen Experten der Lieferkette vor großen Herausforderungen. Makroökonomische und geopolitische Entwicklungen halten die Weltwirtschaft weiterhin in Atem. Insbesondere Europa, so auch Deutschland, leidet unter Fachkräftemangel sowie Mitarbeiterfluktuation und steht unter hohem Transformationsdruck bei Nachhaltigkeit und Digitalisierung. Außerdem belasten Lieferengpässe und weiter steigende Erwartungen der Verbraucher über die verschiedenen Vertriebskanäle hinweg die Unternehmen.
Im Hinblick auf die drängendsten Herausforderungen sind über alle Länder hinweg fast alle Befragten (97 Prozent) der Ansicht, dass die IT-Infrastruktur ihrer Warehouse Operations zumindest teilweise modernisiert werden muss. 84 Prozent berichteten über Schwierigkeiten bei der Mitarbeiterbindung, während 73 Prozent angaben, dass das Warenvolumen, das die Lager durchläuft, in den letzten zwölf Monaten gestiegen sei, was die ohnehin schon bestehenden Herausforderungen noch verschärft hat – bei Unternehmen in Deutschland lag der Anteil sogar bei 77 Prozent.
Positive Auswirkungen durch generative KI und Robotik
Jedes zweite Unternehmen sieht Optimierungsbedarf bei den Warehouse Operations.
(Bild: Manhattan Associates)
Die Unternehmen blicken aber auch mit Zuversicht in die Zukunft: 75 Prozent beziehungsweise 72 Prozent erwarten, dass generative KI und Robotik eine positive Rolle bei der Verbesserung der Arbeitnehmerzufriedenheit und der Arbeitsabläufe spielen werden, indem sie manuelle Tätigkeiten reduzieren und die Automatisierung vorantreiben sowie Arbeitsabläufe verschlanken und den Verwaltungsaufwand verringern. Da Unternehmen nach Möglichkeiten suchen, Abläufe zu vereinfachen, die steigende Nachfrage zu befriedigen und die Erfahrungen der Mitarbeitenden zu verbessern, wird eine kontinuierliche Innovation der Lieferkette erforderlich sein, um aufkommende Risiken zu bewältigen und gleichzeitig neue Chancen in vollem Umfang zu nutzen. Die Kundennachfrage dabei optimal zu befriedigen – dies priorisieren 48 Prozent der befragten Unternehmen in Deutschland.
Herausforderungen zur Optimierung der Warehouse Operations
Drei wichtige Erkenntnisse aus dem Report sollen die Experten in der Lieferkette dabei unterstützen, den Weg zu künftigen Erfolgen zu planen:
Warehouse Operations werden für die Unternehmen zunehmend schwieriger, und es ist wichtig, dass die Mitarbeitenden sich gehört, einbezogen und wertgeschätzt fühlen. Eine beträchtliche Anzahl der Befragten gab an, dass personalbezogene Herausforderungen wie die Einstellung und Schulung von Kurzzeitarbeitern (41 Prozent) sowie die Sicherstellung der Produktivität (40 Prozent) in den letzten 12 Monaten erheblich zugenommen haben.
28 Prozent der befragten Unternehmen gaben an, dass veraltete IT-Hardware und -Software die größte Herausforderung darstellt, mit der sie derzeit konfrontiert sind. Das bedeutet für fast jedes dritte der befragten Unternehmen eine erhebliche finanzielle und technologische Belastung.
26 Prozent der Unternehmen gaben an, dass sie Schwierigkeiten haben, Bestellungen über verschiedene Kanäle zu verwalten, während für 23 Prozent das Erfüllen der gestiegenen Kundenerwartungen in Bezug auf die Durchlaufzeiten eine Herausforderung darstellt.
Henri Seroux, Senior Vice President, EMEA bei Manhattan Associates, spezialisiert auf Lösungen für Supply Chain- und Omnichannel-Handel, kommentiert: „Lagerflächen sind das Herzstück einer einheitlichen Lieferkette und der Mittelpunkt des Fulfillment. Die Bewältigung der in dem Report aufgezeigten Herausforderungen ist der Schlüssel für die langfristige Wettbewerbsfähigkeit und den Erfolg von Unternehmen. Die Ergebnisse unterstreichen, wie wichtig es ist, nach vorne zu blicken und weiterhin neue Technologien wie Microservices und generative KI zu integrieren, um die Lieferketten zukunftssicher zu machen und sie als eigenständigen Treiber für den Umsatz und den Kundenservice zu betrachten. Das kann nur von Vorteil sein, sowohl für die Gewinn- und Verlustrechnung als auch für unsere Erde.“
Stand: 16.12.2025
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