Metaverse ist eine disruptive Entwicklung in Richtung nie dagewesener, digitaler, immersiver Erfahrungen, die der Nutzer in Form seines persönlichen Avatars in einer fiktiven, dreidimensionalen Welt macht. So können sich im Metaverse zum Beispiel zwei Freunde digital in einem Café in Paris treffen, ohne das eigene Heim verlassen zu müssen, oder im Metaverse ein Autohaus besuchen und sich das gewünschte Modell in die physische Welt liefern lassen.
(Quelle: Getty Images)
Metaverse bietet völlig neue Möglichkeiten der Produktpräsentation und eine nahtlose Verknüpfung der digitalen und physischen Welt. Dafür gibt es schon jetzt technische Lösungen, die auf den Vorteilen von Virtual Reality (VR), Augmented Reality (AR), Blockchain und Nun Fungible Tokens (NFTs) beruhen und die einfache Umsetzung einer Präsenz in Metaverse ermöglichen.
Metaverse stellt technisch gesprochen eine dezentrale, interoperable Plattform für programmierbare digitale Vermögenswerte und digitale Identitäten dar. Oder anders gesagt, eine sich schnell entwickelnde digitale Umgebung, in der Menschen in einem virtuellen 3D-Raum miteinander interagieren können. Metaverse besteht aus drei Komponenten: Das Front-End stellt die Basis für das Erlebnis dar und wird durch Augmented Reality und Virtual Reality ermöglicht. Das Middle-End basiert auf der Kerntechnologie, sprich Blockchain, Künstlicher Intelligenz und Edge Computing. Zugrunde liegt dann die Technologie, sprich die bestehende Infrastruktur und das Endgerät. Auch für Metaverse gilt der Grundgedanke „mobile first“. Tatsächlich wird vor allem 5G das Rückgrat des Plattformzugangs bilden, sodass Nutzer das 3D-Metaverse-Universum in höchster Qualität erleben.
Heute befindet sich Metaverse in einem Stadium, in der sich die Social-Media-Plattformen vor etwa einem Jahrzehnt befanden. Niemand erkannte damals die Macht der nutzergenerierten Inhalte, des von der Gemeinschaft gesteuerten Handels und die Bedeutung der Online-Verbindung für die Menschen, die Wirtschaft, den Handel und für die Unterhaltung. Laut Bloomberg Intelligence könnten die weltweiten Metaverse-Umsatzchancen im Jahr 2024 bei 800 Milliarden Dollar liegen. Dabei vor allem im E-Commerce, im Gaming, Banking, im Live-Entertainment und in der Gesundheitsbranche.
Metahandel revolutioniert den Einkauf
Beim Metaverse geht es im starken Maße um den Metahandel und in dem Zug um globale Technologiedienstleister, die Lösungen hierfür anbieten. Ein Beispiel für einen Lösungsanbieter ist das indische IT-Unternehmen Tech Mahindra, das zur Mahindra Group gehört und jährlich einen Umsatz von rund 5 Mrd. Dollar generiert. Das Unternehmen wendet aktuell die Möglichkeiten des Metaverse auf verschiedene Wirtschaftsbereiche an, darunter DealerVerse (ein Metaverse-basiertes Autohaus), Middlemist (ein Marktplatz für Non-Fungible-Token), Meta Bank (eine virtuelle Bank) und ein Gaming Center.
Für einen globalen Auto- und Traktorenhersteller entsteht beispielsweise ein komplettes Metaverse-Autohaus. Dort sieht sich der Kunde das gewünschte Auto mit seinen Funktionen ansehen, erlebt in der digitalen Welt Abenteuer mit dem Fahrzeug, führt die anschließende Probefahrt in der physischen Welt durch, gibt die Bestellung und den Kauf wiederum im Metaversum auf und nimmt zuletzt den physischen Wagen beim benachbarten Autohändler in Empfang.
Für virtuelle Fahrerlebnisse werden aktuell Landschaften aufgebaut, um darauf 3D-Simulationen durchzuführen. Diese Simulationen sollen über haptische Rückmeldungen verfügen, um Straßenbedingungen, Unebenheiten und Lenkwinkel zu erkennen, wenn eine Person das Auto fährt. Und wenn der Kunde ins virtuelle Auto steigt, um das Auto aus der Nähe anzusehen, dann erhält er sofort Zugang zu umfangreichen Informationen über das Auto, seine Preise und zu allen relevanten technischen Daten. Die physische und virtuelle Welt ist hier also eng miteinander verzahnt und bieten dem Kunden werden bei seinem Autokauf im Metaverse ganz neues Shoppingerlebnis, das in der physischen Welt nahezu unmöglich realisiert werden kann.
E-Commerce und Metaverse – 7 Vorteile für Onlinehändler
Für E-Commerce-Unternehmen und Händler bietet das Metaverse erhebliche Vorteile:
Die Kunden müssen nicht auf einen Termin beim Händler warten. Das Metaverse ist immer eingeschaltet und kann jederzeit aufgerufen werden.
Im Metaverse haben Händler eine Opti-Kanal-Sicht, wenn es der Kunde erlaubt. Dadurch müssen Kunden ihre früheren Interaktionen nicht wiederholen, denn der Händler kann einen vollständigen Überblick über die Kundendaten, die früheren Transaktionen und den aktuellen Status erhalten. Dies spart Kunden und Händler Zeit.
Kunden können das Fahrzeug in den verschiedensten Konfigurationen „life“ betrachten und erleben, selbst wenn in realiter das Fahrzeug so nicht beim Händler vorhanden ist.
In der realen Welt werden Kundenreklamationen oft nicht in dem Maße nachgegangen, wie es sein sollte. Das Metaverse mit seinen Non-Playing Characters (NPCs) hilft, das Problem zu lösen, bevor ein Kunde mit einem Call-Center-Mitarbeiter spricht. NPCs haben oft eine vor allem narrative, vorgegebene automatisierte Funktion und sind keine eigenständigen Charaktere. Mit ihnen kann der Kunde beispielsweise Geschäftsgespräche führen und Geschäfte abschließen. Außerdem kann er ihnen Aufträge wie beispielweise eine Beschwerde weitergeben, um die sich der NPC anschließend kümmert.
Stand: 16.12.2025
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Im Metaverse verringern sich die Betriebskosten für die Kundenbetreuung
Die Händler haben nur einen minimalen Bedarf an virtuellen Immobilien, da das Metaverse vieles zur Verfügung stellt.
Auch ist der Net Promoter Score (NPS) deutlich verbessert.
NFTs als Zahlungsmittel
Natürlich muss auch für Dinge im Metaverse bezahlt werden. Hierfür bieten sich mehrere Möglichkeiten an. Eine Option ist, sich das Produkt im Metaverse anzuschauen, aber in der physischen Welt mit präferierter Währung zu bezahlen. Die zweite Option ist, die Zahlung über eine Kryptowährung. Die interessanteste Option besteht allerdings darin, dass Unternehmen ihren NFT-Marktplatz direkt in das Metaverse integrieren. Der Nutzer kann dann das gewünschte Produkt im Metaverse scannen und den Kauf über ein integriertes Zahlungsportal tätigen.
Ein Non-Fungible Token (NFT) ist dabei ein kryptografisch eindeutiger, unteilbarer, unersetzbarer und überprüfbarer Token, der einen bestimmten Gegenstand, ob digital oder physisch, in einer Blockchain repräsentiert. Unternehmen verwenden NFTs auch zur eindeutigen Authentifizierung von Eigentum. Das bedeutet ein Produkt, z.B. ein seltenes digitales Kunstwerk, wird mit einem Prüfsiegel versehen, das den Besitz dann eindeutig belegen kann.
Metaverse und Sicherheit – ein komplexes Thema
Wie immer beim Kontakt mit dem Internet sollten Nutzer im Metaversum vorsichtig sein und die gleichen Sicherheitsanwendungen wie zum Beispiel beim Online-Banking erwarten und einsetzen. Das heißt, gutes Passwort-Management, Zwei-Faktor- oder Drei-Faktor-Authentifizierung und hohe Sensibilität bei verdächtigen Websites und URLs. Da die meisten Angebote im Metaversum aus Unternehmenssicht über Cloud-Umgebungen bereitgestellt werden, müssen die Unternehmen auf die nativen Sicherheitskontrollen setzen, die in Clouds vorhanden sind bzw. angeboten werden.
Die Privatsphäre wird durch die zugrundeliegende Blockchain-Technologie gewährleistet, die eine souveräne digitale Identität ermöglicht. Diese digitale Identität hilft, sich zu identifizieren und dennoch gleichzeitig die Anonymität für den Rest der digitalen Welt zu wahren. Wenn ein Kunde seine Transaktion authentifiziert, muss er seine Identität beispielsweise nur dem E-Commerce-Unternehmen und nicht allen Besuchern des Metaverse offenbaren. Das heißt es ist eine Transaktion-zu-Transaktion-Identitätsoffenlegung. Zudem identifizieren sich die Besucher des Metaverse als Avatar, den sich der Besucher selbst zusammensetzt. Hier kann er entscheiden, ob der Avatar ihm vollständig ähnelt oder nicht. Aber er gibt über das Aussehen des Avatars keine persönlichen Daten preis.
Fakt ist: Für viele ist Metaverse aktuell noch absolutes Neuland. Allerdings wird es vor allem in der jüngeren Generation immer beliebter und bietet enorme Potenziale für den Handel von Morgen. Für Marken lohnt es sich also, frühzeitig eine Metaverse-Präsenz aufzubauen. Denn auch hier gilt: Haben sich erst einmal Unternehmen etabliert, dann ist für den nachziehenden Wettbewerb schwer und teuer, den Anschluss wieder herzustellen.