e-commerce Magazin Podcast

Market Intelligence: „Schneller und klüger handeln“ 

< zurück

Seite: 3/3

Anbieter zum Thema

Market Intelligence und KI

In welchen Bereichen ist der Einsatz von KI besonders wirkungsvoll?

Sebastian Klumpp: Ich kenne keinen E-Commerce-Händler, der es nicht versucht hat, seine Produkttexte oder Betreffzeilen mit KI zu automatisieren. Immer mehr zum Einsatz kommen Themen im Bereich der Bilderstellung für Produktbilder und Ambiente-Bilder, weil sie steuerbar sind. Man kann viel Zeit sparen im Kontext der Produktdatenerzeugung.

Was wir noch nicht so auf dem Schirm haben, sind Themen im Bereich der Kampagnenoptimierung, also gerade im Marketing, wenn es um Anzeigen geht. In der Kombination mit Market Intelligence und KI kann man viele Dinge automatisieren, die man heute noch manuell entscheidet. Große Händler wie Temu machen es uns seit einigen Jahren vor. Ich glaube, dass die ein anderes Verständnis vom Thema KI im E-Commerce haben, als wir heutzutage im DACH-Raum oder in der EU. Wir haben noch einiges an Aufholbedarf. Es gilt, KI nicht nur partiell einzusetzen, sondern als Fundament vom E-Commerce zu verstehen. Ich glaube, das ist das, wo wir in Zukunft hinschreiten werden.

Wenn es darum geht, E-Commerce-Händler zu befähigen, in den Dynamic-Pricing-Bereich einzusteigen, ist es durchaus machbar, dass man 30 bis 40 Prozent Umsatz-Uplift generiert.

Sebastian Klumpp, Gründer und CEO von XPLN

Eine spezielle Einsatzform von KI gegenüber Kunden sind KI-Agenten. Was können diese KI-Agenten schon alles und wie stiften sie bei Kunden von dir vielleicht auch schon einen richtig zählbaren Nutzen?

Sebastian Klumpp:  KI-Agenten sind die nächste Evolutionsstufe im Bereich der KI. Das eine sind einzelne KI-Module. Ich hatte schon bspw. das Thema Bild- und Textdatenvergleiche erwähnt, dass man ähnliche Produkte mittels KI identifiziert. Bei KI-Agenten muss man zum aktuellen Zeitpunkt erstmal Klarheit schaffen. Das Thema wird immer größer. Wenn man sich Analysten wie Gartner und Forrester anschaut, werden wir Ende des Jahres schon relativ viel Einsatz von KI-Agenten sehen. In den Folgejahren wird es unumgänglich sein. Ich glaube, das verändert maßgeblich, wie wir Software und Arbeit verstehen. KI-Agenten sind im Prinzip digitale Kollegen. Es geht darum, eigenständig Aufgaben zu erledigen.

Es geht also um die Optimierung von Workflows?

Sebastian Klumpp:  Genau, KI-Agenten gehen noch einen wesentlichen Schritt weiter als simple Workflows. Sie können autonom Entscheidungen treffen und orchestrieren dabei verschiedene KI-Komponenten. 

Nehmen wir aus Endkundensicht das Beispiel der Suche nach einem iPhone 16 Pro. Da geht ein Crawler selbstständig los und sucht nach diesem Produkt etwa auf Idealo und auf Google. In dem Moment entscheidet der KI-Agent, dass er mir noch ein Samsung-Handy vorschlägt, also ein Smartphone mit Android, und fragt, ob das nicht eine Alternative wäre, weil die Leistungsmerkmale die gleichen sind. Dann kann ich als Kunde sagen, ja, finde ich gut. Oder vielleicht entscheidet der KI-Agent sogar von sich aus selbst, weil ich ihm mitgegeben habe, dass er mir auch ein Samsung bzw. eine Alternative kaufen kann. Und es geht dann so weit, dass er selbst entscheidend das Smartphone in den Warenkorb zu legen und mir nur noch die Frage stellt, ob ich bezahlen möchte oder eben auch das nicht mehr.

Jetzt Newsletter abonnieren

Verpassen Sie nicht unsere besten Inhalte

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung