Unternehmen senden immer mehr E-Mails an Konsumenten, während diese beim Öffnen von Werbenachrichten immer wählerischer werden. Zu diesem Ergebnis kommt die neue Studie „SendGrid Email Benchmark and Engagement“ von Twilio. Der Report gibt auch Tipps, wie Unternehmen ihre E-Mail-Kampagnen optimieren können.
(Quelle: studiostock/Shutterstock)
In der zum vierten Mal jährlich veröffentlichten Studie „Twilio SendGrid Email Benchmark and Engagement“ wurden sowohl die Muster von E-Mail-Kampagnen von Unternehmen als auch die Interaktionspräferenzen von Verbrauchern analysiert, die diese E-Mails empfangen. Die Studie umfasst zudem Empfehlungen für Unternehmen zur Verbesserung ihrer E-Mail-Kampagnen. Hierbei wurden die Gründe analysiert, die ausschlaggebend dafür sind, ob Empfänger eine Nachricht öffnen und auf eingebettete Links klicken.
Für die Studie wurden Versand- und Interaktionsdaten von über 80.000 Unternehmen, die Twilio SendGrid einsetzen, analysiert, die jeden Monat mehr als 60 Milliarden E-Mails verschicken. Außerdem hat Twilio erstmals eine qualitative ethnografische Untersuchung von 40 Teilnehmern aus den USA und Großbritannien und eine quantitative Online-Umfrage von 1.600 Teilnehmern aus den USA und Großbritannien durchgeführt.
E-Mail-Kampagnen: Wichtigster Kommunikationskanal zu Kunden
97 Prozent der Befragten betrachten E-Mail und 85 Prozent Textnachrichten als wichtigsten Kanal für die Kommunikation zwischen Unternehmen und Verbrauchern. 84 Prozent der Umfrageteilnehmer rufen ihre E-Mails mindestens einmal täglich ab, und die Mehrzahl der Befragten ruft Nachrichten mehrmals am Tag ab.
Die Zahl der E-Mail-Nachrichten, die Unternehmen monatlich versenden, ist 2019 angestiegen, während die Öffnungs- und Klickraten von E-Mail-Empfängern gesunken sind – eine umgekehrte Tendenz zu den Ergebnissen der letzten Studie. Die durchschnittliche monatliche Versandrate ist von sieben E-Mails 2018 auf 8,3 E-Mails 2019 angestiegen. Gleichzeitig ist die Gesamtöffnungsrate von 18 Prozent auf 14,5 Prozent und die Gesamtklickrate von zwei Prozent auf 1,6 Prozent gesunken.
37 Prozent der befragten Konsumenten möchten täglich einen E-Mail-Newsletter erhalten.
(Quelle: Twilio SendGrid)
Wichtigste Faktoren für das Öffnen einer E-Mail
Der bedeutendste Faktor für das Öffnen einer E-Mail sind Markenbekanntheit und Markenvertrauen. Darüber hinaus haben 81 Prozent der Teilnehmer angegeben, dass diese Faktoren auch darauf Einfluss haben, ob sie auf die Links in einer E-Mail klicken. Nachrichten an Verbraucher, die mit dem Unternehmen nicht vertraut sind oder bisher nicht mit dem Unternehmen interagiert haben, werden mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit ignoriert.
Inhalt und Relevanz der Nachricht sind der zweitwichtigste Faktor, der dazu führt, dass Verbraucher per E-Mail interagieren. E-Mail-Empfänger bevorzugen eine klare anschauliche Betreffzeile, die den Inhalt der E-Mail wiedergibt, sowie personalisierte Empfehlungen. Außerdem ziehen sie Angebote auf Basis von Produkten aus ihrer Einkaufshistorie vor, anstatt von Artikeln, die sie lediglich auf der Website eines Unternehmens angesehen haben.
Durch die Personalisierung von Mails bleiben diese besser in Erinnerung.
(Quelle: Twilio SendGrid)
E-Mail-Kampagnen: Unterstützung von mobilen und stationären Geräten
Die überwiegende Mehrheit – 85 Prozent der Befragten – hat angegeben, dass sie sich Bilder in ihren E-Mails wünscht. Außerdem sind 2019 die Klicks auf mobilen Geräten im Vergleich zu Desktopgeräten von 55,6 Prozent auf 61,9 Prozent angestiegen. Aus der ethnografischen Untersuchung geht jedoch hervor, dass Empfänger häufig zwischen mobilen und nicht mobilen Geräten wechseln. Einige Nachrichten bekommen sie sogar bevorzugt auf Desktop- statt Mobilgeräten angezeigt, da sie das Einkaufserlebnis dort bevorzugen.
„Studienergebnisse von Twilio aus dem letzten Jahr zeigen, dass E-Mails und Textnachrichten trotz der Häufigkeit und Verbreitung von neuen sozialen Medien weiterhin die wichtigsten Kanäle für Unternehmen sind, um mit ihren Kunden zu interagieren und zu kommunizieren“, erläuter Len Shneyder, Vice President of Industry Relations bei Twilio SendGrid. „Die Email Engagement-Studie von 2019 zeigt im Detail, wie und warum Empfänger mit den E-Mails interagieren, die sie erhalten, und liefert Erkenntnisse, mit denen Unternehmen ihre E-Mail-Kampagnen angemessen einsetzen, skalieren und verfeinern können, um die Stabilität, die Interaktion und das Wachstum ihrer Unternehmen zu fördern.“
Tipps für die Umsetzung von E-Mail-Kampagnen
Auf Basis der Ergebnisse der Studie gibt Twilio SendGrid Unternehmen folgende Empfehlungen, um effektive E-Mail-Kampagnen mit hoher Interaktion und Wachstum umzusetzen:
Empfänger sollten die Möglichkeit bekommen, selbst zu entscheiden wie oft sie E-Mails erhalten wollen und wie oft sie eine bestimmte Art von E-Mail bekommen wollen. Wenn es unvermeidlich ist eine hohe Anzahl an E-Mails zu versenden, sollten Unternehmen gegebenenfalls kürzere E-Mails verschicken, bei denen Benutzer auf mobilen oder Desktopgeräten nur ein oder zwei Mal scrollen müssen. Längere E-Mails sind zwar in Ordnung, sollten jedoch seltener versendet werden.
Stand: 16.12.2025
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Unternehmen sollten ihre Marke in Kampagnen konsistent positionieren und repräsentieren, sodass Empfänger das Unternehmen sowohl im Posteingang als auch im Kopf einfacher wiedererkennen können. E-Mails müssen ordnungsgemäß authentifiziert werden, sodass Nachrichten nicht im Spamordner landen und Empfänger die Domain des Unternehmens erkennen können.
Unternehmen sollten ihre Kunden kennenlernen und so sicherstellen, dass die versendeten Inhalte für sie auch relevant sind. Angebote sollten an die Kaufhistorie angepasst werden. Eventuell kann anhand der bisherigen Käufe auch kalkuliert werden, was die Verbraucher in Zukunft brauchen. Eine kurze Umfrage kann dabei helfen, mehr über die Interessen der Kunden zu erfahren und so die Relevanz und Kontextualität von E-Mails zu erhöhen.
Kurze Betreffzeilen helfen dabei, die wichtigsten Inhalte der E-Mail anschaulich zu vermitteln. Unternehmen sollten zwar auf Dringlichkeiten hinweisen, allerdings nur in Maßen und nur, wenn innerhalb der nächsten 24–48 Stunden eine Handlung seitens des Verbrauchers erforderlich ist.
Bilder verleihen E-Mails mehr Farbe und können dabei helfen, lange Texte zu reduzieren, allerdings sollten nicht mehr als drei Bilder verwenden werden, sodass E-Mails nicht zu überladen wirken.
Verbraucher öffnen E-Mails auf fast allen ihren Geräten. Unternehmen sollten daher ihre Nachrichten vorab prüfen und sicherstellen, dass sie von allen E-Mail-Anbietern, in allen Browser-Programmen und auf allen Geräten richtig angezeigt werden. (sg)