Personalkosten, Lager, Onlineshop Oceansapart-Übernahme: Snocks setzt auf klare Strukturen und messbare Prozesse

Verantwortliche:r Redakteur:in: Konstantin Pfliegl 2 min Lesedauer

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Vor einem halben Jahr übernahm Snocks das Mode-Label Oceansapart. Trotz eines Umsatzrückstands von rund 10 Millionen Euro ist für Snocks-Gründer Johannes Kliesch klar: Die Übernahme war richtig.

(Bild:  Oceansapart)
(Bild: Oceansapart)

Ende vergangenes Jahr übernahm der Unterwäsche- und Sockenspezialist Snocks das angeschlagene Modelabel Oceansapart aus der Insolvenz. Nach einem halben Jahr zieht Johannes Kliesch, Mitgründer von Snocks, Bilanz. Auch wenn rund 10 Millionen Euro Umsatz gegenüber der ursprünglichen Jahresplanung fehlen, ist für den 30-Jährigen klar: „Oceansapart zu kaufen war die absolut richtige Entscheidung.“

Johannes Kliesch, Mitgründer und Geschäftsführer von Snocks.(Bild:  Snocks)
Johannes Kliesch, Mitgründer und Geschäftsführer von Snocks.
(Bild: Snocks)

Optimierung der Personalkosten

Snocks holte nach der Übernahme rund 20 von ehemals 100 Mitarbeitern von Oceansapart direkt in das Snocks-Team. Das Ziel war, Prozesse, Strukturen und Kultur frühzeitig zusammenzuführen. Hierfür wurden klare Zuständigkeiten geschaffen, wöchentliche Meetings eingeführt und gemeinsame Zielbilder definiert.

Bei den Personalkosten zeigt sich bereits ein Wandel bei Oceansapart. Sie liegen inzwischen bei 6 bis 7 Prozent des Nettoumsatzes.  – ein Wert, den Kliesch mit eigenen Benchmarks systematisch verfolgt. „Organisation ist kein Bauchgefühl – sondern ein Tool, das messbar machen muss, was funktioniert. Das verbesserte den EBITDA um bis zu 15 Prozent – ein wahnsinniger Hebel für uns“, so der Snocks-Mitgründer.

Überdimensionierter Lagerbestand und Onlineshop

Zum Zeitpunkt der Übernahme war der Lagerbestand von Oceansapart mit 9 Millionen Euro deutlich überdimensioniert. Das entsprach laut Kliesch etwa 27 Prozent des Nettoumsatzes – und überschritt damit deutlich die internen Benchmarks.

Durch gezielte Maßnahmen konnte der Bestand auf 5,5 Millionen Euro gesenkt werden. Die Zielgröße sei aber 3 Millionen Euro. Es würden jedoch noch immer zu viel von der falschen Ware im Lager liegen – und genau das sei der Hauptgrund, warum das Umsatzziel verfehlt wurde .Die klare Einschätzung von Johannes Kliesch: „Cash ist King – falscher Lagerbestand ist Grund Nummer eins, warum E-Commerce-Firmen pleitegehen.“

Cash ist King – falscher Lagerbestand ist Grund Nummer eins, warum E-Commerce-Firmen pleitegehen.

Johannes Kliesch, Mitgünder und Geschäsftführer von Snocks

Auch im Onlineshop von Oceansapart gab es einiges zu optimieren: Viele der Anpassungen konnten dank bestehender Erfahrungswerte von Snocks ohne A/B-Tests direkt live gehen – mit messbarem Effekt auf die Conversion Rate. Buttons wurden vergrößert, die Preorder-Funktion aktiviert, Sale-Badges ergänzt und der Checkout-Prozess durch vorausgewähltes PayPal beschleunigt.

Schließlich legte Snocks auch bei der Preisgestaltung Hand an: Es gibt nun keine durchgehenden Rabatte mehr, stattdessen klare Kommunikation und langfristige Profitabilität. Kliesch betont: „Früher war die Rabattquote bei über 60 Prozent – jetzt verkaufen wir profitabel ohne Dauer-Sale.“

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