Jahresendgeschäft Weihnachtsgeschäft 2024: Einzelhändler erwarten Umsatzsteigerung

Verantwortliche:r Redakteur:in: Stefan Girschner 4 min Lesedauer

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Eine neue Umfrage von Fiverr zeigt: Drei Viertel der befragten Händler in Deutschland gehen von einer Umsatzsteigerung beim Weihnachtsgeschäft 2024 aus. 90 Prozent von ihnen wollen noch höhere Rabatte gewähren als 2023. Auf Konsumentenseite will jeder Vierte in diesem Jahr mehr Geld für Weihnachtsgeschenke ausgeben.

(Bild:  Fiverr)
(Bild: Fiverr)

Fiverr hat jetzt die Ergebnisse einer Umfrage veröffentlicht, die Ende Juli 2024 in Deutschland bei mehr als 500 Unternehmensinhabern und Führungskräften aus dem Handel und E-Commerce sowie bei mehr als 500 Konsumenten durchgeführt wurde. Das Weihnachtsgeschäft ist für den Handel und E-Commerce die wichtigste Phase des Geschäftsjahres. Die Ergebnisse der Umfrage zeigen, dass Unternehmer dem vierten Quartal positiv entgegenblicken. So rechnen 75 Prozent mit einem Umsatzanstieg. Dabei sind 28 Prozent der Ansicht, dass der Umsatz im Vergleich zum Weihnachtsgeschäft 2023 sogar deutlich steigen wird. Im Durchschnitt erwarten die Befragten, dass 22 Prozent des Weihnachtsumsatzes an den Tagen wie Black Friday, Prime Day oder Cyber Monday gemacht wird. Knapp jeder Fünfte (19 Prozent) geht sogar davon aus, dass an diesen Tagen 25 Prozent bis 40 Prozent des Umsatzes generiert werden. 

Weihnachtsgeschäft: Immer höhere Rabatte für Kunden 

Schließlich setzen Händler inzwischen auch hierzulande stark auf die Promotions- und Aktionstage aus den USA. So wollen 90 Prozent der Befragten sogar höhere Rabatte geben als im letzten Jahr gewähren. Im Durchschnitt planen die Umfrageteilnehmer Vergünstigungen von 27 Prozent – im Jahr 2023 lag der durchschnittliche Rabatt noch bei 23 Prozent und 2022 noch bei 21 Prozent. Jeder fünfte Befragte beabsichtigt, den Käufern zen bis 20 Prozent Nachlass zu geben und 28 Prozent planen Rabatte von 21 bis 24 Prozent. Ermäßigungen von 25 bis zu 40 Prozent will laut Umfrage sogar mehr als jeder Vierte (29 Prozent) gewähren – letztes Jahr war es knapp jeder Fünfte (19 Prozent) und im Jahr 2022 nur zehn Prozent.

Händler setzen auf KI-Tools im Marketing 

Die große Mehrheit der Umfrageteilnehmer (81 Prozent) hat KI bereits im eigenen Unternehmen implementiert. Um Prozesse zu optimieren und die Umsätze zu steigern setzen sie die Technologie vor allem für Chatbots und Personalisierung (jeweils 31 Prozent) sowie Datenanalyse (29 Prozent), Preisoptimierung (28 Prozent) und Marketingkampagnen (27 Prozent) ein. Fast die Hälfte der Befragten (45 Prozent) investiert in der Weihnachtssaison in Tools wie ChatGPT und möchte KI in die gesamte Customer Journey einbetten (44 Prozent). Für das Weihnachtsgeschäft fahren Einzelhandel- und E-Commerce-Unternehmen ihre Marketingaktivitäten hoch. Die Top 3 Bereiche, in die die befragten Unternehmen am stärksten investieren, sind:

  • Werbung in sozialen Medien wie Facebook, Instagram und TikTok: 35 Prozent der befragten Händler 

  • Targeted Advertising unter Verwendung von Verbraucherdaten: 34 Prozent

  • E-Mail-Marketing: 34 Prozent

Florian Müller, Country Manager DACH bei Fiverr, erklärt: „Viele Händler setzen bereits KI zur Prozessoptimierung und Umsatzsteigerung ein. Sie gehen innovative Wege, um sich im Weihnachtsgeschäft vom Wettbewerb abzuheben und Konsumenten von ihrem Angebot zu überzeugen. Die Expertise von externen Talenten ist im KI-Bereich besonders gefragt. Das beobachten wir auch auf unserer Plattform. KI-Services verzeichneten laut unserem Business Trends Index ein Wachstum von bis zu 6.000 Prozent.“ 

Herausforderungen beim Weihnachtsgeschäft 2024

Trotz des positiven Ausblicks auf das umsatzstarke vierte Quartal sehen Unternehmer und Führungskräfte im Handel und E-Commerce aktuell einige Hürden, die es zu überwinden gilt. Insbesondere die Konkurrenz von größeren E-Commerce Marken wie Amazon oder Etsy (51 Prozent) macht ihnen zu schaffen. Herausforderungen sehen jeweils 43 Prozent hinsichtlich Unterbrechungen der Lieferkette oder Engpässen bei den Beständen sowie bei möglichen Auswirkungen der Inflation auf den Umsatz. Im Vergleich zum Vorjahr steigt zur Hochsaison 2024 die Sorge um fehlendes Personal um 8 Prozent. 40 Prozent der Händler befürchten, dass der Personal- und Fachkräftemangel das Weihnachtsgeschäft belastet. Hier setzen die Unternehmer zunehmend auf flexible Lösungen. Fast die Hälfte der Befragten (44 Prozent) arbeitet bereits mit Freiberufler zusammen beziehungsweise plant dies im vierten Quartal. 

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Verbraucher sind bereit für das Weihnachtsgeschäft 2024

Der Optimismus im Handel scheint berechtigt. Immerhin plant fast ein Viertel (24 Prozent) der befragten Konsumenten mehr Geld für Weihnachtsgeschenke auszugeben und fast die Hälfte (48 Prozent) genauso viel wie im letzten Jahr. Gesucht wird zwar überwiegend auf Google (55 Prozent), aber knapp die Hälfte der Kunden (49 Prozent) besucht auch den stationären Handel. Eine zunehmende Rolle spielt KI auch bei den Konsumenten. So nutzt bereits über ein Drittel (37 Prozent) KI-Tools für ihr Weihnachtsshopping, umden besten Preis für ein Produkt zu finden (15 Prozent),sich über Produkte zu informieren (13 Prozent),Geschenkideen zu finden (13 Prozent) oder selbst Weihnachtsgeschenke zu kreieren (10 Prozent).  

Dass sich eine frühzeitige Planung des Weihnachtsgeschäfts seitens der Händler auszahlt, bestätigt die Umfrage. Immerhin will fast jeder Fünfte (18 Prozent) seine Weihnachtsgeschenke bereits im Sommerschlussverkauf erwerben. Allerdings plant über die Hälfte (54 Prozent) das Weihnachtsshopping im Oktober/November und knapp ein Drittel (32 Prozent) nutzt spezielle Rabatte im Zuge von Black Friday. Bei der Geschenkewahl achten Kunden generell besonders auf gute Angebote (45 Prozent), die Qualität der Produkte (39 Prozent) sowie den kostenlosen Versand (29 Prozent). Im Holiday Hub von Fiverr finden Händler Expertentipps und Ressourcen für ihr Unternehmen, mit denen sie das Weihnachtsgeschäft erfolgreich meistern können.

Zur Methodik der Studie: Im Auftrag von Fiverr hat das unabhängige Marktforschungsunternehmen Censuswide die Befragung unter 2.508 KMU-Inhaber und Führungskräften (ab 18 Jahren) im Einzelhandel oder E-Commerce (mit Ausnahme von Einzelunternehmern und 2.539 Konsumenten im Zeitraum vom 25.07.2024 bis 05.08.2023 in Deutschland, Großbritannien, den USA, Frankreich und Australien durchgeführt. 504 Unternehmer und Führungskräfte sowie 503 Konsumenten stammen aus Deutschland. Censuswide hält sich an die ESOMAR-Grundlagen und beschäftigt Mitglieder der Market Research Society und ist Mitglied des British Polling Council.Fiverr bietet eine Plattform für digitale Services, mit der Unternehmer Zugang zu freiberuflichen Talenten erhalten. Mit der Talent-Cloud können Unternehmen Personalstrukturen ihren Bedürfnissen entsprechend flexibel, anpassungsfähig und agil gestalten.