Kommunikation unter Kollegen Einzelhandel: Für die Team-Kommunikation muss das Smartphone herhalten

Verantwortliche:r Redakteur:in: Konstantin Pfliegl 2 min Lesedauer

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Für den Austausch unter Kollegen kommt im Einzelhandel neben persönlichen Gesprächen vor allem das Smartphone zum Einsatz.

(Bild:  StockPhotoPro / Adobe Stock)
(Bild: StockPhotoPro / Adobe Stock)

Die Teams in kleineren deutschen Einzelhandels-Geschäften haben bei der Kommunikation untereinander mit zahlreichen Herausforderungen zu kämpfen. Darunter leidet nicht zuletzt ihr Sicherheitsgefühl. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie von von VoCoVo, einem Spezialist für Retail-Kommunikation.

Für die Studie befragte VoCoVo in Deutschland 100 Inhaber und leitende Angestellte von unabhängigen Geschäften und Einzelhändlern mit mehreren kleineren Läden. Der Umfrage zufolge nutzen die Teams in den Geschäften neben persönlichen Gesprächen vor allem Telefonate, um sich auszutauschen. Am häufigsten kommen dabei Mobiltelefone zum Einsatz (56 Prozent), bei denen es sich oft um die Privatgeräte der Mitarbeiter handelt. Aber auch stationäre Telefone werden rege genutzt (51 Prozent). Den dritthäufigsten Kommunikationskanal stellen Messaging-Apps wie WhatsApp mit 44 Prozent dar. 

Viele Kollegen verständigen sich zudem mit visuellen Signalen wie Winken und Gesichtsausdrücken (38 Prozent). In beinahe jedem dritten Geschäft (31 Prozent) machen die Mitarbeiter Durchsagen, um sich mit ihren Kollegen in Verbindung zu setzen.

Einzelhandel: Hohe Notwendigkeit für Kommunikation

Die Studie unterstreicht den hohen Stellenwert der Kommunikation für effiziente Abläufe in den Geschäften und die Kundenzufriedenheit. So gaben die Befragten an, dass sich ihre Teams vor allem untereinander austauschen, um die Verfügbarkeit von Waren abzufragen (64 Prozent), Unterstützung für Kunden zu erhalten (63 Prozent), Preise zu prüfen (59 Prozent) oder Kunden Auskünfte über Produkte geben zu können (56 Prozent). 

Aber auch für den Schutz der Mitarbeiter ist Kommunikation essentiell. Mit knapp 40 Prozent führte ein großer Teil der Befragten an, dass ihre Teams kommunizieren, um bei Sicherheitsproblemen Alarm zu schlagen.

Praktisch alle Befragten räumten aber ein, dass ihre Teams bei der Kommunikation vor Herausforderungen stehen. So sagten 39 Prozent der Befragten, dass ihre Mitarbeiter die Möglichkeit brauchen, diskret miteinander zu kommunizieren, ohne dass die Kunden etwas davon mitbekommen. Je nach konkreter Situation sollten sie außerdem direkt mit einem einzigen Kollegen (40 Prozent) kommunizieren oder mit einem einzigen Anruf sämtliche Kollegen erreichen können (38 Prozent). Eine große Hürde stellen auch Geschäfte mit mehreren Räumen dar. Der Umfrage zufolge benötigen viele Teams die Möglichkeit, über verschiedene Bereiche hinweg zu kommunizieren (35 Prozent).

Über ein Fünftel der Befragten gab außerdem an, dass die Kommunikationspraxis in ihren Geschäften dazu führt, dass sich ihre Mitarbeiter unsicher und ausgeliefert fühlen.  Das ist vor allem vor dem Hintergrund problematisch, dass der Einzelhandel in Deutschland immer mehr Diebstähle zu beklagen hat. Laut aktuellen Zahlen des Handelsforschungsinstituts EHI wurden 2023 von Kunden Waren im Wert von 2,8 Milliarden Euro gestohlen – 15 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Der Handelsverband Deutschland weist in diesem Zusammenhang auf die immer größere Rolle von organisierter Kriminalität hin. Viele Ladendiebstähle werden inzwischen von professionellen Banden begangen, die mit hoher krimineller Energie vorgehen. In kritischen Situationen wie einem Diebstahl, die gerade in kleinen, beengten Geschäften schnell eskalieren können, ist es unerlässlich, seine Kollegen sofort auf potenzielle Gefahren hinweisen zu können.

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